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Abrahams Kinder mobil – ein interreligiöser Stadtrundgang

31. März 2017
Der 8. Interreligiöse Stadtrundgang findet am 2. April statt. Foto: Abrahams Kinder
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Braunschweig. Am Sonntag, 2. April, ab 15 Uhr bietet der interreligiöse Verein Abrahams Kinder e.V. wieder eine etwas andere Führung durch die Löwenstadt. Erstmalig in Kooperation mit dem Staatstheater wird am Montag zusätzlich ein Workshop zum Thema „Glauben“ angeboten.

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Diesmal geht es um den Begriff der Versöhnung und die theologische aber auch individuelle Annäherung an dieses Thema. Ein Thema, das in der derzeitigen Situation von kulturreligiösen Anschauungen, Abgrenzungen, Migrationsbewegungen und Gruppenzuschreibungen nicht wichtiger sein könnte. Wenn wir 2017 also 500 Jahre Reformation begehen, werden die von Luther angeregten Impulse für eine gesellschaftspolitische Reflektion fortgesetzt und unter neuen, aktuellen Perspektiven und Fragestellungen beleuchtet. Versöhnung hat in allen drei abrahamischen Religionen einen äußerst hohen Stellenwert.

Im Judentum wird zum Jom Kippur der Tag der Versöhnung begangen und beschließt damit das Ende einer zehntägigen Zeit der Reue und Buße, die dazu dient, sich kritisch mit seinen eigenen Bemühungen um ausgleichende Gerechtigkeit und Wohltat für sein Umfeld auseinanderzusetzen. „Der Versöhnungstag befreit von Sünden gegen Gott, jedoch von Sünden gegen den Nächsten erst, nachdem die geschädigte Person um Verzeihung gebeten worden ist“ (Talmud Joma VIII, 9).

Der Begriff der Versöhnung im Christentum steht in engem Zusammenhang mit dem Leiden und Auferstehen Jesu Christi. Dies legt den Grundstein für die Lehre der Versöhnung und findet sich in verschiedenen Stellen der Bibel (1. Mose 4, 1-26/ Johannes 8,1-11/ Matthäus5,38-42).GottessohnentscheidetdasLeidderMenschenaufsichzu nehmen und sie mit Gott zu versöhnen. 

Der Islam stellt die Versöhnung der Menschen noch vor seine grundlegenden Säulen „Soll ich etwas tugendhafteres als das Fasten, Almosen verteilen und Gebet verrichten nennen? Zwei Gläubige, die verfeindet sind zu versöhnen […]“.

In allen abrahamischen Religionen ist die Vergebung durch Gott verankert. Wie aber kann jeder Einzelne zur Versöhnung beitragen? Über diesen gelebten Alltag wird es einen Austausch gebenen.

Start ist um 15 Uhr in der VIKZ Moschee in der Leopoldstraße 29, danach geht es gemeinsam zur St. Martini- Kirche. Der Rundgang wird in der Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Steinstraße abgeschlossen. Zur besseren Planung wird um Anmeldungen unter AbrahamsKinder@web.de gebeten.

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