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Ausländische Berufsabschlüsse: 100. Anerkennung der IHK

20. März 2015
In einem bundesweit einmaligen Vor-Ort-Modell bietet die IHK Braunschweig die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in der Region an. Foto: Thorsten Raedlein

Braunschweig. Seit bald drei Jahren können Menschen, die im Ausland einen Beruf erlernt haben, ihren Abschluss in Deutschland anerkennen lassen. In einem bundesweit einmaligen Vor-Ort-Modell bietet die IHK Braunschweig die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in der Region an, für mehr als 250 Ausbildungsberufe vom Kaufmann/-frau für Büromanagement bis zum Mechatroniker/in. Dr. Wolf-Michael Schmid, Präsident der IHK Braunschweig, überreichte heute den hundertsten Anerkennungsbescheid an Beatriz Cristina Santos Garcia Kessler. Die gebürtige Brasilianerin hat damit den Nachweis, dass ihre in der Heimat erworbene Ausbildung vollwertig dem deutschen Ausbildungsberuf Kauffrau im Groß- und Außenhandel entspricht.


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Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse erfolgt unter dem Dach der Niedersächsischen IHK-Arbeitsgemeinschaft Hannover-Braunschweig. „Unsere partnerschaftlich verbundenen Kammern leisten mit der gemeinsamen Anerkennungsstelle einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs unserer Unternehmen. Denn hinter jeder Anerkennung stehen motivierte und qualifizierte Fachkräfte wie Garcia Kessler, die für unsere Betriebe von großem Wert sind“, sagt Dr. Wolf-Michael Schmid.

In der Region Braunschweig ist das Interesse der Zuwanderer aus Osteuropa besonders groß. Die Top 3 in der Statistik belegen Antragsteller mit Berufsabschlüssen aus Polen, Russland und Kasachstan. Besonders groß ist das Interesse bei Zuwanderern, die einen Abschluss aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich erworben haben und hier anerkennen lassen möchten.
Bei rund 80 Prozent der bislang im Bereich der IHK Braunschweig erfolgten Bewertungen wurde festgestellt, dass die ausländischen Abschlüsse den deutschen komplett gleichwertig sind. In den übrigen Fällen sind im Bescheid neben den vorhandenen Qualifikationen auch die wesentlichen Unterschiede zum vergleichbaren Beruf in Deutschland dokumentiert. Anhand dieser Informationen können sich Betroffene gezielt weiterbilden und schließlich eine vollständige Anerkennung ihres Berufsabschlusses erreichen.

Fast alle anderen Industrie- und Handelskammern in Deutschland lassen ihre Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsabschlüsse in Nürnberg abwickeln. Die Industrie- und Handelskammern Braunschweig und Hannover haben sich vor drei Jahren aber ganz bewusst für die Bearbeitung der Anerkennungsverfahren in der Region entschieden. „Unser Modell der Zusammenarbeit im Rahmen unserer Landesarbeitsgemeinschaft hat sich außerordentlich bewährt. Die Komplexität der Anerkennung und oft noch Sprachbarrieren bei den Zuwanderern erfordern einen Ansprechpartner vor Ort und eine intensive persönliche Beratung, die wir sowohl in Braunschweig als auch in Hannover anbieten. Im Rahmen persönlicher Gespräche können wir auf die sehr individuellen Bildungslebensläufe unmittelbar eingehen“, bilanzierte Dr. Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der Niedersächsischen IHK-AG. Im Ergebnis werden im Bereich der Kammern Hannover und Braunschweig etwa doppelt so viele Anerkennungsverfahren durchgeführt wie im Bundesdurchschnitt.

Weil viele Zuwanderer mit ausländischem Studien- oder Berufsabschluss oft nicht wissen, wie eine Anerkennung abläuft und wer der richtige Ansprechpartner für sie ist, bieten die Kammern Braunschweig und Hannover allen Ratsuchenden eine kostenfreie Beratung im Rahmen des Programms „Integration durch Qualifizierung – IQ“ an. Dieses Angebot zur persönlichen Unterstützung haben bereits mehr als 3000 Menschen genutzt. Mehrmals im Jahr führen die Experten der IHK ihre Sprechtage zur Anerkennungsberatung in Braunschweig durch.

Die nächsten Termine der Anerkennungsberatung in Braunschweig:
Wer seinen im Ausland erworbenen Abschluss auf Gleichwertigkeit prüfen lassen will, erfährt wie das Verfahren abläuft, welche Stellen zuständig sind und welche Dokumente benötigt werden. Bei Bedarf sind Beratungen in zehn Sprachen möglich.

  • 21./22. April
  • 19./20. Mai
  • 23./24. Juni
  • 21./22. Juli

jeweils von 10 bis 17 Uhr in der IHK Braunschweig, Brabandtstraße 11.

Eine vorherige telefonische Anmeldung ist bei Bärbel Christ unter der Telefonnummer 0531 4715 220 erforderlich.

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Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
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Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006