Anzeige

Besucherrekord in den 3Landesmuseen – Programm 2018 vorgestellt

31. Januar 2018
Das Historische Museum möchte auch im nächsten Jahr wieder zahlreiche Besucher zu ihren Ausstellungen locken. Foto: Archiv
Braunschweg. Die 3Landesmuseen in Braunschweig blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Insgesamt 212.212 Gäste besuchten im vergangenen Jahr die Staatlichen Museen in der Löwenstadt, berichten die 3Landesmuseen in ihrer Pressemitteilung. Gleichzeitig wird aber auch ein Blick auf das Programm für 2018 geworfen.

Anzeige

Zwergdinosaurier aus dem Harz, Meisterzeichnungen aus sechs Jahrhunderten Kunstgeschichte, Braunschweig und die Welt vor 500 Jahren im gesellschaftlichen sowie politischen Aufbruch – 2017 lockten die verschiedenen Sonder- und Dauerausstellungen des Staatlichen Naturhistorischen Museums, des Herzog Anton Ulrich-Museums und des Braunschweigischen Landesmuseums insgesamt 212.212 Besucher.

Erfolgreiches Jahr 2017

2017 zeigte das Staatliche Naturhistorische Museum die Sonderausstellung „Jurassic Harz. Dinosaurier von Oker bis Wyoming“, in deren Mittelpunkt der verzwergte Langhalsdinosaurier Europasaurus holgeri stand. Ende des Jahres erwarteten Besucher in der Sonderschau „Eiszeitsafari“ Mammute, Wollnashörner und Höhlenbären.

Das Herzog Anton Ulrich-Museum präsentierte nach der erfolgreichen Neueröffnung im Oktober 2016 mit „Dürer, Cézanne und Du. Wie Meister zeichnen“ seine erste große Sonderausstellung. Von April bis Juli zogen Meisterzeichnungen aus sechs Jahrhunderten in die neuen Sonderausstellungsräume ein. „Es ist wunderbar, welche Resonanz das Museum seit seiner Eröffnung erfahren hat“, freut sich Museumsdirektor Prof. Dr. Jochen Luckhardt.

Im Reformationsjahr 2017 wartete das Braunschweigische Landesmuseum mit der großen Sonderausstellung „Im Aufbruch. Reformation 1517 bis 1617“ auf. Die Sonderschau wurde von Mai bis November an den drei Standorten Vieweghaus, Hinter Aegidien und St. Ulrici-Brüdern präsentiert. Das zur Ausstellung eingerichtete Kindermuseum „Entdecke die Welt des 16. Jahrhunderts“ bleibt weiterhin für kleine Museumsbesucher geöffnet. In der archäologischen Abteilung des Braunschweigischen Landesmuseums in Wolfenbüttel ist seit März 2017 die Sonderausstellung „Stück für Stück ins Grab. Abschied vor 4000 Jahren“ zu sehen, in der originale Grabfunde der sogenannten „Glockenbecherkultur“ im Fokus stehen.

Ein Plateosaurus im Naturhistorischen Museum Braunschweig. Foto: Nick Wenkel

Das Ausstellungsprogramm 2018

Das Staatliche Naturhistorische Museum zeigt ab dem 14. April 2018 den größten bekannten Raubsaurier Spinosaurus im Herzen der Stadt. Die bis zu 18 m lange drachenähnliche Echse aus der Kreidezeit, die Tyrannosaurus rex um einige Meter Größe übertrifft, erobert im Rahmen der Sonderschau „Spinosaurus – Ein rätselhafter Riese“ den Rittersaal der Burg Dankwarderode. „‘Spinosaurus‘ ist eine Kooperation mit „National Geographic“ aus Chicago/USA. Die spannende Erforschungsgeschichte dieses Sauriers spielte sich aber in der Sahara sowie in Deutschland ab. Wir schließen damit nahtlos an unsere eigenen Dinosaurier Forschungen an“, erläutert Museumsdirektor Prof. Dr. Ulrich Joger.“

Über Fugger und Modeliebhaber

Das Herzog Anton Ulrich-Museum stellt ab dem 19. April 2018 Matthäus Schwarz, Hauptbuchhalter der Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger und Modeliebhaber, ins Rampenlicht. Die Sonderschau „En Vogue. Matthäus Schwarz – Ein Modetagebuch des 16. Jahrhunderts“ erzählt europäische Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts anhand des sogenannten „klaidungsbuechlins“ des Matthäus Schwarz, das ihn in über 100 farbigen Bildern in unterschiedlichen Kostümen zeigt. Als einflussreicher Mann wurde Schwarz unmittelbarer Zeuge historischer Ereignisse, für die er jeweils das passende Outfit parat hatte. Damit stellt das „klaidungsbuechlin“ ein einzigartiges Zeugnis für die Zeit des 16. Jahrhunderts dar.

Das Ende einer Ära

Prof. Dr. Jochen Luckhardt. Foto: Archiv

Die zweite Sonderausstellung des Jahres markiert gleichzeitig das Ende einer Ära im Herzog Anton Ulrich-Museum: „Willkommen im alten Europa!“ (ab 24. Oktober 2018) ist die letzte Sonderausstellung unter dem langjährigen Direktor Prof. Dr. Jochen Luckhardt, der sich im Januar 2019 in den Ruhestand verabschiedet. Über 100 Sonderausstellungen hat der Museumsdirektor seit seinem Amtsantritt im Jahr 1990 verantwortet, die letzte versammelt unter dem Stichwort „Europäische Leitkultur“ viele Neuerwerbungen der vergangenen 28 Jahre.

„Wie werde ich schöner und perfekter?“

Prof. Dr. Ulrich Joger und Dr. Heike Pöppelmann. Foto: Alexander Dontscheff

„Eva und Adam“ öffnen ab dem 22. Februar im Braunschweigischen Landesmuseum in der Sonderausstellung „Eva’s Beauty Case & Adam’s Necessaire. Schmuck und Styling im Spiegel der Zeiten“ ihre Kosmetiktaschen zum Thema „Wie werde ich schöner und perfekter?“. Schmuck und Styling gehören zur Geschichte des Menschen dazu und werden immer weiter perfektioniert. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem LVR Landesmuseum Bonn entstanden. Besucher können u.a. kostbare Schmuckstücke, aufregende Frisuren oder extravagante Parfums erleben. An zahlreichen Hands-on-Stationen können Gäste selbst der Frage nachgehen, was Schönheit für sie bedeutet. „Ich freue mich sehr auf die vielen ungewöhnlichen Leihgaben aus zahlreichen Museen Deutschlands kombiniert mit den Sammlungen des Landesmuseums. Sie stehen für die Vielfalt von Schönheit und zeigen uns, wie viel Menschen schon seit Jahrtausenden dafür tun – jeder von uns kann dabei mitreden“, so Museumsdirektorin Dr. Heike Pöppelmann.

Ab Oktober wird’s modern

„Achtung Modern!“ heißt es vom 18. Oktober 2018 bis 31. März 2019. Die Ausstellung des Braunschweigischen Landesmuseums wurde in Kooperation mit der Braunschweigischen Landschaft und der TU Braunschweig konzipiert. Im Mittelpunkt stehen die Bauten der 1960er und 70er Jahre und die damit verbundene Frage „Denkmal oder hässlicher Klotz, Abreißen oder Sanieren?“. In der Region zwischen Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter entstand zwischen 1960 und 1980 Architektur der späten Moderne in einer besonderen Dichte. Im Vorfeld zum Bauhausjubiläum 2019 stellt die Sonderschau die 60er Jahre und 70er Jahre durch die Verbindung von Architektur und gesellschaftlichen sowie politischen Themen anhand von konkreten öffentlichen und privaten Gebäuden aus einer ungewöhnlichen Perspektive vor.

Das Programm auf einen Blick

Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig
16. Dezember 2017 bis 8. April 2018: „Haie – Räuber seit Jahrmillionen“
6. März bis 8. April 2018: „Osterküken 2018″
14. April bis 15. Juli 2018: „Spinosaurus – Der rätselhafte Riese. Drachen in der Burg (Arbeitstitel)“, Ausstellungsort: Burg Dankwarderode, Burgplatz 4, 38100 Braunschweig

Herzog Anton Ulrich-Museum
19. April bis 22. Juli 2018: „En Vogue. Matthäus Schwarz – Ein Modetagebuch des 16. Jahrhunderts“
24. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019: „Willkommen im alten Europa!“

Braunschweigisches Landesmuseum
20. Dezember 2017 bis 29. April 2018: „Rebuild Palmyra? Zukunft eines umkämpften Weltkulturerbes“
16. Januar bis zum 30. Juni 2018: HEIMATSUCHER. Überlebensgeschichten des Holocausts für eine Welt ohne Rassismus
22. Februar bis 12. August 2018: Eva’s Beauty Case und Adam’s Necessaire. Schmuck und Styling im Spiegel der Zeiten
18. Oktober 2018 bis 31. März 2019: Achtung modern! Architektur zwischen 1960 und 1980

Anzeige

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006