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24. Juni 2014
Blick in die „Wasserwelt“: Ein Stück Gliesmarode im neuen Bad
von |
mit Fotogalerie

Das neue Bad öffnet am 14. Juli zum ersten Mal. Fotos: Christina Balder
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Braunschweig. Drei Wochen vor der Eröffnung wird am neuen Schwimmbad noch gearbeitet, ein wenig hier geschraubt, dort noch der letzte Schliff angebracht und überall auf dem Boden der Baustaub weggewischt. Wir durften gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Braunschweiger Stadtbad GmbH, Jürgen Scharna, einen Rundgang durch die „Wasserwelt“ machen und uns schon einmal anschauen, wie Bad, Saunabereich und Technikräume aussehen.


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Something old, something new, something borrowed, something blue: Die „Wasserwelt“, die am 14. Juli zum ersten Mal ihre Türen für den Badebetrieb öffnet, hat ein bisschen was von einer Braut. Blaues ist natürlich in einem Schwimmbad ausreichend vorhanden, neu ist ohnehin das meiste. Was Jürgen Scharna sich geborgt hat, hat er nicht verraten, aber etwas Altes gibt es in dem Bad auf jeden Fall zu entdecken.

gerd winner wasserwelt gliesmarode foto: balder

Gerd Winners „Wasserwelten“ aus Gliesmarode hängen jetzt in der „Wasserwelt“.

Ein Stück Gliesmarode nämlich hat Jürgen Scharna in das neue Bad hinübergerettet. Werke von Gerd Winner, die in dem alten Bad an der Wand am Springerbecken hingen, sind neu aufgearbeitet und an einer der „Wasserwelt“-Wände angebracht worden. „Die Bilder heißen passenderweise auch ‚Wasserwelten'“, erzählt Scharna. „So haben wir jetzt Wasserwelten in der Wasserwelt.“

Der Rest des Bades ist rundum neu. Selbst die Bezeichnungen für Becken sind teilweise Wortneuschöpfungen. Das, was früher landläufig als „Lehrschwimmbecken“ bekannt war, darf nun „Aktivbecken“ heißen – in diesem Teil des Bades lässt sich der Boden des Beckens anheben und absenken und damit für Schwimm- und Fitnesskurse passend gestalten.

Die Schwimmmeister werden von moderner Technik unterstützt. Kameras auf dem Boden des Schwimmbeckens registrieren, wenn sich jemand oder etwas über längere Zeit nicht bewegt, und schlagen dann Alarm. Beobachtet fühlen müsse man sich ihretwegen aber nicht. „Das hat mit Filmen im klassischen Sinn nichts zu tun“, beruhigt Scharna. Erkennen könne man da nichts, die Geräte seien einzig eine Hilfe für die Schwimmmeister.

Besucher des Bades müssen für den Parkplatz vor dem Gebäude eine geringe Gebühr zahlen, Fremdparker zahlen auf dem Parkplatz dagegen fünf Euro – pro Stunde. „Das ist ein absoluter Schweinepreis, das sehe ich ein“, sagt Scharna. „Aber gerade am Wochenende wäre der Platz sonst voll und die Leute, die ins Bad wollen, kriegen keinen Platz mehr. Das muss ich abwehren.“

Jetzt laufen die letzten Tage bis zur Eröffnung. „Ein bisschen ist es jetzt die Angst des Torwarts vor dem Elfmeter“, sagt Scharna. „So kurz vor dem Start hofft man nur noch, dass es alles läuft. Aber das rappelt sich alles zurecht.“ Den Ansturm proben kann er zwei Tage vor Eröffnung: Zum Tag der Offenen Tür am 12. Juli erwartet er mehr als 10.000 Besucher.

 


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