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Blitzermarathon: 110 Fahrer waren zu schnell unterwegs ***aktualisiert***

19. September 2014 von
Die Braunschweiger Polizei zog Bilanz. Symbolbild: Thorsten Raedlein.

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Braunschweig. Nach dem 24-stündigen Blitzmarathon zieht die Braunschweiger Polizei eine überwiegend positive Bilanz. Von Donnerstag bis Freitagmorgen wurden an 17 Kontrollstellen im Stadtgebiet, darunter auch die Autobahn 391 Höhe Kreuz Ölper, insgesamt 9972 Fahrzeuge gemessen. 110 Fahrer überschritten die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten. Sie wurden direkt zur Kasse gebeten oder erhalten demnächst eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. In zwei Fällen dürften die Verstöße den vorübergehenden Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben.


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Ein 52-jähriger Autofahrer wurde in der Nacht zum Freitag, gegen 2.30 Uhr auf der Berliner Straße angehalten, weil er 16 km/h zu schnell war. Obwohl er bestritt, vor Fahrtantritt Alkohol getrunken zu haben, ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von knapp 1,2 Promille. Eine Blutprobe, Strafanzeige und die Sicherstellung des Führerscheins waren die Folge.

Auch ohne Ankündigung messen die Beamten in Braunschweig ständig

Polizeisprecher Joachim Grande sieht einen eindeutigen Effekt in der groß angelegten Ankündigung der Kontrollen. „Normalerweise habe wir so zwei bis drei Prozent Verstöße bei den Autofahrern, am Donnerstag waren es etwa ein Prozent. Und die, die zu schnell waren, waren langsamer als sonst.“ Man wolle mit solchen Aktionen erreichen, dass Autofahrer häufiger mal einen Blick auf den Tacho werfen. Die ertappten Fahrer jedenfalls zeigten sich einsichtig. „Da kommt niemand mehr mit Ausreden, sondern sie wissen schon, dass sie einen Fehler gemacht haben und sehen die Aktion positiv“, sagt Grande. Natürlich sei so eine angekündigte Aktion nächste Woche wieder vergessen, gibt er zu. Allerdings messe die Braunschweiger Polizei ständig, auch ohne Ankündigung, an immer wechselnden Orten.

„Wir haben auf der Gifhorner und der Wolfenbütteler Straße immer mal wieder mit Autofahrern zu tun, die mit über 100 Stundenkilometern da entlangrauschen“, erzählt der Polizeisprecher. Das zeige, wie wichtig solche Messungen seien.

Zwei schwere Unfälle in der Region

Schon bei einer innerörtlichen Geschwindigkeitsüberschreitung von 10 km/h verlängert sich der Anhalteweg innerorts um 14 Meter. Bei einer Gefahrenbremsung wäre der Fahrzeugführer mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit nach  27,50  Meter zum Stehen gekommen, bei der tatsächlich festgestellten Geschwindigkeit hätte das Anhalten  36  Meter in Anspruch genommen. Diese verlängerte Strecke von  8,50 Meter kann über Leben und Tod entscheiden. Eine überhöhte Geschwindigkeit ist unverändert eine der Hauptunfallursachen auf unseren Straßen.

So ereigneten sich in der Region trotz der Blitzer-Aktion zwei schwere Verkehrsunfällen, bei denen als Ursache die nicht angepasste Geschwindigkeit festgestellt wurde. In einem Fall verunglückte ein Wagen mit vier Insassen so schwer, dass zwei Personen noch vor Ort verstarben – zwei weitere Mitfahrer wurden schwer verletzt. Durch zu schnelles Fahren verlor ein 23-jähriger Mann die Gewalt über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Auch er musste mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum eingeliefert werden. „Diese Ereignisse zeigen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Braunschweig, „wie aktuell und notwendig eine intensive Überwachung der Geschwindigkeit ist.“

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