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Braunschweig ist „Reformationsstadt Europas“

5. August 2017
Bereits im April stellten Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Landesbischof Dr. Christoph Meyns das Braunschweiger Jubiläumsprogramm vor. Foto: Nick Wenkel
Braunschweig. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) hat Braunschweig den Titel „Reformationsstadt Europas“ verliehen. Die Stadt hatte sich auf Vorschlag der Verwaltung und Beschluss des Verwaltungsausschusses um den Titel beworben. Derzeit sind 98 weitere Städte „Reformationsstädte Europas“.

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„An Braunschweig wird in besonderer Weise deutlich, dass die Reformation zuerst ein städtisches Ereignis mit europäischer Ausstrahlung war. Ohne Frage verdient die Stadt daher, eine europäische Reformationsstadt genannt zu werden“, so der Generalsekretär der GEKE, Bischof Dr. Michael Bünker (Wien). Die Besonderheit Braunschweigs habe darin bestanden, dass die Reformation zunächst und in erster Linie von den Bürgern forciert worden sei. Johannes Bugenhagen, neben Luther und Melanchthon einer der bekanntesten Reformatoren, erarbeitete in Braunschweig eine Kirchenordnung, die 1528 als erste evangelische Kirchenordnung überhaupt eingeführt und Vorbild für andere Städte wurde.

Markurth: „Wir freuen uns sehr“

Oberbürgermeister Ulrich Markurth: „Wir freuen uns sehr über die Verleihung des Titels. Damit wird nicht nur die spezifische historische Bedeutung Braunschweig für die Reformation gewürdigt, sondern auch das Engagement der vielen Einrichtungen und Institutionen, die das große Braunschweiger Programm zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation mit rund 300 Veranstaltungen in diesem Jahr gestalten.“ Es sei selbstverständlich, dass auch die Kommune hierzu einen Beitrag leiste, fügte der Oberbürgermeister hinzu, und verwies auf das Kunstprojekt Tetzel-Kiste oder Ausstellungen des Stadtarchivs und des Städtischen Museums.

Mit der Verleihung des Titels wird Braunschweig in die Online-Darstellung des Netzwerks der europäischen Reformationsstädte auf der Homepage www.reformation-cities.eu aufgenommen. Dazu erscheint ein Portrait der Stadt und ihrer charakteristischen Bezüge zur Reformation und ihrer Wirkungsgeschichte. Außerdem werden dort die Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum aufgenommen. Dies wird bis spätestens Ende August der Fall sein.

500-jährige Reformationsgeschichte

Gemeinsam setzen sich das Braunschweigische Landesmuseum, die Braunschweigische Landeskirche, die evangelisch-lutherische Propstei Braunschweig, die Evangelische Akademie Abt Jerusalem und die Stadt Braunschweig in Braunschweig mit der 500-jährigen Reformationsgeschichte auseinander. Die große Sonderausstellung „Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“ des Braunschweigischen Landesmuseums und der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem bildet den Kern der Braunschweiger Aktivitäten. Insgesamt umfasst das vielseitige Veranstaltungsrepertoire Ausstellungen und Führungen, Konzerte und Lesungen bis hin zu Vorträgen, Gottesdiensten und Predigtreihen.

Auf 108 Seiten informiert die von der Braunschweig Stadtmarketing GmbH herausgegebene Broschüre „500 Jahre Reformation – Braunschweiger Jubiläumsprogramm 2017“ über die Veranstaltungen. Sie ist an vielen Stellen in der Stadt kostenlos erhältlich.

Weitere Informationen auf www.braunschweig.de/reformation.

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