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Braunschweiger Fanprojekt soll mehr Geld bekommen

10. November 2017
Die Fußball-Fanprojekte in der Region sollen eine größere finanzielle Unterstützung erhalten. Symbolfoto: Frank Vollmer
Braunschweig. 50.000 statt 30.000 Euro pro Jahr: Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius hat angekündigt, die jährlichen Haushaltsmittel für die fünf Fußball-Fanprojekte in Braunschweig, Hannover, Wolfsburg, Osnabrück und Meppen zukünftig deutlich erhöhen zu wollen. Das erklärt die SPD in ihrer Pressemitteilung.

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Den Stein zu dieser Initiative ins Rollen brachten demnach unter anderem mehrere Gespräche zwischen den Braunschweiger SPD- Landtagsabgeordneten Dr. Christos Pantazis, Christoph Bratmann und Klaus-Peter Bachmann mit dem Braunschweiger Fanprojekt, dem Eintracht-Fanverband FanRat Braunschweig e.V. und weiteren Eintracht-Fanvertretern.

Sicherheit in Fußballstadien an erster Stelle

„In der Sommerpause des vergangenen Jahres sind die Eintracht-Fans auf uns zugekommen und haben uns im FanHaus die herausragende Bedeutung präventiver Fanarbeit erläutert“, erklärt Pantazis, Vorsitzender der SPD Braunschweig. „Sicherheit in Fußballstadien steht auch für uns Sozialdemokraten an erster Stelle. Wir sind jedoch überzeugt, dass es neben einem gut ausgestatteten Sicherheitsapparat auch ein durchdachtes, präventives Angebot geben muss, um gegen Gewalt oder politischen Extremismus vorzugehen. Diese Aufgaben erfüllen die pädagogischen Mitarbeiter der Fanprojekte“, so Pantazis. Er sei froh, dass sich der Innenminister nun persönlich für eine Mittelerhöhung in den kommenden Haushaltsberatungen einsetzen wird: „Durch einen besonderen Schlüssel werden so zugleich auch die Mittel, die die großen Fußballverbände DFB und DFL in die Fanprojekte investieren, erhöht. Wir sichern also langfristig die Existenz dieser zentralen Schnittstelle in der Fußball-Fanarbeit.“

Das Land in der Pflicht

Christoph Bratmann, selbst seit 36 Jahren Eintracht-Fan, ergänzt: „Fußballfans sind eine Ansammlung unterschiedlichster Menschen, denen mit vielfältigen sozialen Angeboten begegnet werden sollte. Dazu zählen Präventionsangebote ebenso wie Workshops zur Teilhabe und Stärkung des sozialen Miteinanders.“ Um dieser vielfältigen Aufgabenstellung gerecht zu werden bedürfe es fachlich qualifizierter Mitarbeiter und entsprechender finanzieller Ressourcen. Hierbei sei natürlich auch das Land in der Pflicht.

„Arbeit mit Herzblut und Idealismus“

Klaus-Peter Bachmann, Vorsitzender des Braunschweiger AWO-Kreisverbandes, der die Trägerschaft des hiesigen Fanprojekts innehat, hebt in diesem Zusammenhang die bisher geleistete Arbeit am Standort Braunschweig hervor: „Karsten König und Jörg Seidel leisten Arbeit mit viel Herzblut und Idealismus. Wir sind überzeugt, dass die Mittelerhöhung ihnen helfen wird, viele neue Projekte zu realisieren, die noch nicht verwirklicht werden konnten. Hiervon werden alle Besucher des Eintracht- Stadions profitieren.“

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