Braunschweiger Höhenretter unter den Top Ten in Deutschland


Rettung eines Seemanns aus der Takelage. Fotos: Feuerwehr Braunschweig
Rettung eines Seemanns aus der Takelage. Fotos: Feuerwehr Braunschweig | Foto: Feuerwehr

Braunschweig/Hamburg. Am vergangenen Samstag fanden bereits zum 16. Mal die Deutschen Meisterschaften Höhenrettung der deutschen Berufsfeuerwehren statt. Erstmalig trat auch ein Team der Berufsfeuerwehr Braunschweig an. Und das mit Erfolg, wie die Feuerwehr Braunschweig berichtet.


Hamburg war dabei der Ausrichter dieses besonderen Kletter-Events, bei dem es weniger um Schnelligkeit, als um Sicherheit beim Arbeiten mit der hochkomplexen Seiltechnik zur Speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen ging. Drei Einsatzlagen mussten durch die Teams aus ganz Deutschland bewältigt werden. Insgesamt 16 Teams mit gut 200 Männern und Frauen traten gegeneinander an. Der Frachtsegler und Hamburger Wahrzeichen, die Dreimast-Bark Rickmer Rickmers, diente den Frauen und Männern als ideales Wettkampfgelände. Die Hamburg Cruise Days bildeten zudem eine Kulisse der besonderen Art. Auch Hamburgs Innensenator Andy Grote ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Feuerwehrchef, Oberbranddirektor Dr. Christian Schwarz, in voller Höhenretter-Montur in die Wanten des Großmastes bis zum Top zu stiegen.

Die Berufsfeuerwehr Braunschweig war mit einem Team bestehend aus einer Höhenretterin und sieben Höhenrettern angetreten, um sich im direkten Vergleich mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet zu messen. Neben dem direkten Vergleich wurde die Meisterschaft auch zum Austausch zwischen den Spezialisten genutzt.

<a href= Die Berufsfeuerwehr Braunschweig war mit einem Team bestehend aus einer Höhenretterin und sieben Höhenrettern angetreten.">
Die Berufsfeuerwehr Braunschweig war mit einem Team bestehend aus einer Höhenretterin und sieben Höhenrettern angetreten. Foto:



Insgesamt galt es drei Übungslagen zu bewältigen. Als erstes musste ein “Seemann“, der durch Personal der BF Hamburg gestellt wurde, aus der Takelage der Vor-Unterbramrah auf das Vordeck gerettet werden. Dazu hatte das Team einen Zeitansatz von 40 Minuten. Danach musste ein „verletzter Arbeiter“ schonend und unter notfallmedizinischer Betreuung aus dem Schiffsrumpf mit Seiltechniken an Deck gebracht werden. Die dritte Aufgabe bestand darin, eine Flagge mit dem eigenen Stadtnamen in den Mast zu hängen. Alle drei Aufgaben wurden von den Braunschweiger Spezialisten voll umfänglich erfüllt.

Das Ranking der teilnehmenden Feuerwehren lag sehr dicht beieinander und wurde aufgrund von Fehlerpunkten ermittelt. Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Braunschweig erreichten einen hervorragenden 8. Platz und sind damit die bestplaziertesten Niedersachsen. Den ersten Platz erreichte die Berufsfeuerwehr Chemnitz.

<a href= Rettung eines verletzten Arbeiters.">
Rettung eines verletzten Arbeiters. Foto:



Der Leiter der Feuerwehr Braunschweig, Torge Malchau: „Mit dieser sehr guten Platzierung haben die Kollegin und Kollegen bewiesen, dass die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Braunschweig zu den besten im Bundesgebiet gehören. Ich freue mich sehr über dieses gute Abschneiden und gratuliere den Braunschweiger Team zu diesem Ergebnis.“

Die Höhenretter (Fachbegriff SRHT- Spezielle Rettung aus Höhe und Tiefe) kommen immer dann zum Einsatz, wenn Einsatzstellen nicht über andere Wege zum Beispiel über Leitern erreicht werden können.

<a href= Höhenretter im Mast der Rickmer Rickmers.">
Höhenretter im Mast der Rickmer Rickmers. Foto:



Einsatzbeispiele aus Braunschweig sind die Rettung von stark adipösen Personen mit Hilfe des Feuerwehrkrans aus Obergeschossen, Versorgung und Rettung von Kranführern und Sicherung von Dächern nach Stürmen und Unwettern. Die Braunschweiger Berufsfeuerwehr verfügt über 37 SRHT-Spezialisten, die ihren Dienst auf verschiedenen Funktionen versehen und bei Bedarf für den SRHT-Einsatz zusammengezogen werden.

[image=5e177815785549ede64e3fec]


mehr News aus Braunschweig


Themen zu diesem Artikel


Feuerwehr Feuerwehr Braunschweig