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Bundesweite Autobahnkontrollen – Wohnungseinbrüche im Fokus

8. September 2017
Auf der A2, in Höhe des Parkplatzes Uhry, durchsuchte die Polizei über 400 Personen. Symbolfoto: Anke Donner
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Region. Die Polizeidirektionen Braunschweig und Göttingen haben gemeinsam mit den Polizeipräsidien Nord- und Osthessen, den Polizeidirektionen Sachsen Anhalt Nord und Süd und der Landespolizeiinspektion Nordhausen im Rahmen einer so genannten Sicherheitskooperation einen länderübergreifenden Kontrolltag durchgeführt.

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Von Mittwochmittag bis Donnerstag in die frühen Morgenstunden hinein standen schwerpunktmäßig stationäre und mobile Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität auf dem Programm. Die Einsatzkräfte kontrollierten auf den Bundesautobahnen A2, A4, A5, A7, A38, A39, A44, A71 und A395, unterstützt wurden sie vom THW, den Autobahnmeistereien und vom Zoll.

32 Prozent der Diebe wohnen im Ausland

In den vergangen Jahren ist in den Deliktsbereichen Wohnungseinbruch, Auto- und Ladungsdiebstahl ein deutlich negativer Trend zu erkennen. Polizeiliche Ermittlungen ergaben dabei, dass die Tatverdächtigen zunehmend ihren Wohnsitz im Ausland haben. Wohnten im Jahr 2011 18 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen nicht in Deutschland, waren es im Jahr 2015 bereits 32 Prozent. Überwiegend handelt es sich bei den nicht-deutschen Tatverdächtigen um Personen aus Ost- und Südosteuropa. Die Auswertung der umfassenden Lageerkenntnisse sowie die Vielzahl polizeilicher Kontrollmaßnahmen ergab, dass Straftäter Tatörtlichkeiten in der Nähe von Autobahnen wählen, um nach der Tat schnell und auf direktem Weg Diebesgut ins Ausland zu schaffen.

Insgesamt waren 564 Beamtinnen und Beamte eingesetzt. Die Polizei wird auch zukünftig mit einem hohen Kräfteansatz intensive Kontrollmaßnahmen durchführen, um reisenden Tätern das Handwerk zu legen, derartige Straftaten zu verhindern und das Entdeckungsrisiko von Straftätern zu erhöhen.

Über 1.400 Fahrzeuge kontrolliert

Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen wurden 1.442 Kraftfahrzeuge und rund 2.000 Personen kontrolliert. Bei 15 Fahrzeugführern wurden Blutentnahmen durchgeführt, weil der Verdacht des Fahrens unter Alkoholeinfluss oder anderer berauschender Mittel bestand. Weitere Ermittlungsverfahren wurden unter anderem wegen Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung eingeleitet. 678 Fahrzeugführer müssen mit einem Buß- oder Verwarngeld rechnen, weil sie gegen straßenverkehrsrechtliche Vorschriften verstoßen haben. 30 Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt. Ein Haftbefehl wurde vollstreckt.

Kontrollstelle am Rastplatz Uhry

Die Polizeidirektion Braunschweig richtete in den Abendstunden des 6. September mit Unterstützung von Polizeikräften der Zentralen Polizeidirektion, dem THW und der Autobahmeisterei Braunschweig auf der A2, in Höhe des Parkplatzes Uhry, eine Kontrollstelle ein. Hierbei wurde die dreispurige Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt und durch die Anhaltetrupps der Polizei selektiv Fahrzeuge angehalten und kontrolliert.

Insgesamt wurden rund 200 Fahrzeuge und 440 Personen überprüft. Eine mobile Kontrolleinheit des Zolls beteiligte sich ebenfalls, und mit einem mobilen Röntgengerät wurden unter anderem Gepäckstücke von Busreisenden durchleuchtet.

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