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Carolo-Cup: „Spatz“ verteidigt Titel – „Carolinchen“ erneut Vize

11. Februar 2015
Das Siegerteam Spatzenhirn der Universität Ulm. Foto: Privat

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Braunschweig. Das Team „Spatzenhirn“ der Universität Ulm hat mit seinem autonomen Modellfahrzeug „Spatz“ den achten Carolo-Cup der Technischen Universität Braunschweig gewonnen und setzte sich gegen 17 Konkurrenten aus Deutschland sowie aus Schweden und Russland durch. Die Modellfahrzeuge der studentischen Teams im Maßstab 1:10 mussten im Wettbewerb zeigen, wie sie mit eingebauten Kameras und Sensoren autonom die Spur auf einer Rennstrecke und in Parklücken finden (BraunschweigHeute.de berichtete).


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Das Siegerfahrzeug „Spatz“ bei seiner schnellen Fahrt auf dem Parcours. Foto: Privat

Das Siegerfahrzeug „Spatz“ bei seiner schnellen Fahrt auf dem Parcours. Foto: Privat

Die Ulmer Nachwuchsingenieure überzeugten mit der besten Gesamtleistung. Ihr „Spatz“ meisterte souverän das Einparken, bewies seine Schnelligkeit mit 242 gefahrenen Metern in zwei Minuten auf der Rennstrecke, die er fehlerfrei meisterte, und wich gekonnt den Hindernissen auf dem Parcours aus. Von der Titelverteidigung zeigte sich der Teamleiter Tobias Englert trotzdem überrascht. „Unser Team ist zum Vorjahr neu zusammengesetzt, neben der robusten Technik hat uns unser unglaublicher Teamgeist selbst in stressigen Situationen zum Sieg getragen.“ Nach 2011 und 2014 ist es bereits der dritte Sieg der Ulmer.

Das Braunschweiger Team „crazy dancing little caroline“ (CDLC) mit seinem Fahrzeug „Carolinchen“ errang zum dritten Mal hintereinander die

Das zweitplatzierte Fahrzeug „Carolinchen“ weicht gekonnt den Hindernissen aus. Foto: Privat

Das zweitplatzierte Fahrzeug „Carolinchen“ weicht gekonnt den Hindernissen aus. Foto: Privat

Vizemeisterschaft. „Carolinchen“ kam anfänglich nicht richtig in Fahrt. Beim rückwärts Einparken patzte sie. Erst gab es Probleme mit dem Regler, dann verhinderte ein Softwarefehler das Einparken, sodass sie in der Disziplin ohne Punkte blieb. Aber sie kämpfte sich heran. Auf der Rennstrecke fuhr sie auf den vierten Platz, um dann in der Königsdisziplin „Rundkurs mit Hindernissen“ das Feld von hinten aufzuräumen. Souverän wich „Carolinchen“ den Hindernissen aus, beachtete alle Vorfahrtsregeln, hielt punktgenau an den Haltelinien und legte dabei die meisten gefahrenen Meter zurück. Das Braunschweiger Team freute sich zwar nach fast einjähriger Arbeit über den Erfolg: „Wenn wir die gleiche Leistung im Wettkampf gezeigt hätten wie im Training, dann wäre mehr drin gewesen, resümiert Thomas Holleis. „Jetzt ist erst einmal Klausurenzeit angesagt, danach geht es weiter mit den Vorbereitungen und dem Sammeln von neuen Technikideen für den Carolo-Cup 2016.“

Den dritten Platz belegte das Team „KITcar“ vom Karlsruher Institut für Technologie mit ihrem Fahrzeug „Mrs. Fourious“. Das Team ging das erste Mal beim Carolo-Cup an den Start, arbeitet aber bereits seit 2013 an ihrer Teilnahme. „Wir haben uns auf die Basics konzentriert und haben beim Start auf Sicherheit und nicht auf Schnelligkeit gesetzt“, das hat sich ausgezahlt, freut sich der Karlsruher Teamleiter Piotr Orzechowski über die überraschend gute Platzierung.

Die Siegermannschaften können sich über ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro freuen. Das Ulmer Team erhält 5.000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten bekommen 3.000 bzw. 2.000 Euro.

Gleichzeitig wurde zum dritten Mal der Junior-Cup, an dem drei Teams teilnahmen, ausgetragen. An weniger komplexen Aufgaben konnten sich hier Studierende, die das erste Mal am Start waren, messen. Den Junior-Cup holte sich das mit großem Vorsprung das Team GITrivES der Hochschule Esslingen. Für den Sieg erhielten das Siegerteam ein Preisgeld von 500 Euro.

Aufgrund der Rekordteilnahme von insgesamt 20 Teams mit über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde es in diesem Jahr in der Aula der TU Braunschweig eng, so dass die Zuschauer den Wettkampf nur als Übertragung im Hörsaal und im Internet mitverfolgen konnten. Für das nächste Jahr sucht der Organisator, das Institut für Regelungstechnik der TU Braunschweig, einen neuen Veranstaltungsort. „Die wachsende Teilnahme an dem Wettbewerb zeigt, dass praxisnahes Lernen bei den Studierenden hervorragend ankommt und die Studierenden bestens auf den Beruf vorbereitet“, so Professor Markus Mauer, der am Institut für Regelungstechnik am autonomen Fahren forscht.

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