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Das bewegte Braunschweig 2015 – Teil 1

28. Dezember 2015 von

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Braunschweig. Nur noch ein paar Stunden, dann ist das Jahr Geschichte. Die wichtigsten und emotionalsten Momente des Jahres in der Löwenstadt finden Sie hier noch einmal im Schnelldurchlauf. Das Team von regionalBraunschweig.de wünscht allen Lesern schon einmal einen guten Rutsch.


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Januar

Mann durch Kopfschuss verletzt: In einem Mehrfamilienhaus in der Limbeker Straße kam es zu einer Tragödie. Ein 66-jähriger Mann wurde durch einen Kopfschuss verletzt. Er hatte Glück im Unglück, die Kugel ging glatt durch ihn hindurch – er überlebte. Bisher konnte die Polizei die Identität des Täters nicht feststellen. Der Fall gibt auch weiterhin Rätsel auf.

"Bragida"-Marsch durch Braunschweig. Foto: Sina Rühland

„Bragida“-Marsch durch Braunschweig. Foto: Sina Rühland

Rechtsruck geht durch Braunschweig:  Mitte Januar ziehen das erste Mal mehrere hundert Anhänger der „Bragida“ (Braunschweig gegen die Islamisierung des Abendlandes) durch Braunschweigs Straßen. Die Initiative versteht sich seither als Sympathisant der Dresdner „Pegida“. Kurz nach Bekanntwerden der Gründung, wächst bereits der Widerstand in der Bevölkerung: zum ersten angemeldeten Marsch ruft das Bündnis gegen Rechts zum Protest auf. Rund 5000 Gegendemonstranten versammeln sich, um sich für Toleranz und gegen Rassismus auszusprechen. Die Polizei Braunschweig schätze damals den den Anteil rechter Bragida-Mitläufer zwei Drittel.

Trauer um Altbischof Friedrich Weber: Die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig trauerte um ihren Altbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (65). Er verstarb in der Nacht zum 20. Januar in einer Klinik in Frankfurt am Main. Friedrich Weber war von 2002 bis 2014 Bischof der Landeskirche Braunschweig.

Ein umstürzender Baum traf ein abgestelltes Fahrzeug. Foto: Feuerwehr Braunschweig

Ein umstürzender Baum traf ein abgestelltes Fahrzeug. Foto: Feuerwehr Braunschweig

Sturmtief Elon und Felix – Feuerwehr zieht Bilanz: Die beiden Sturmtiefs „Elon“ und „Felix“ haben drei Tage lang zu fast 40 Einsätzen der Feuerwehr im Braunschweiger Stadtgebiet geführt. Von größere Schäden blieb die Stadt allerdings verschont, es gab keine Verletzten. Überwiegend wurden abgerochene Äste und umgestürzte Bäume gemeldet. Auch mussten umherfliegende Gegenstände und umgefallene Bauzäune gesichert werden.

Februar

Auf der Suche nach dem großen Knall:  Eines der Themen, dass für viele Spekulationen, hämische Bemerkungen und ein unglaubliches Medienecho sorgte, war der „Braunschweiger Knall“. Das mysteriöse „Bumm“ soll immer wieder von Braunschweigern im Stadtgebiet gehört worden sein. Die Ursache des Knalls ist bist heute unbekannt.

Der Schoduvel wurde abgesagt. Foto: Sina Rühland

Der Schoduvel wurde abgesagt. Foto: Sina Rühland

Terrorwarung – Braunschweiger Karneval wird abgesagt: Die Polizeidirektion Braunschweig sagte nach Abstimmung mit Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Zugmarschall Gerhard Baller den geplanten Karnevalsumzug „Schoduvel“ kurzfristig ab. Aus zuverlässigen Staatsschutzquellen war bekanntgeworden, dass eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund vorlegen habe. Der Fall wurde kurze Zeit später an die „Zentralstelle zur Bekämpfung des politisch und religiös motivierten Terrorismus“ der Staatsanwaltschaft Hannover gegeben. Die Ermittlungen sind mittlerweile ergebnislos eingestellt worden.

Rituelles Waschhaus auf dem Friedhof eröffnet:  Zu einer würdevollen Bestattung gehört in einigen Kulturkreisen auch die rituelle Waschung eines Verstorbenen. Oberbürgermeister Ulrich Markurth übergab im Februar das rituelle Waschhaus auf dem Stadtfriedhof seiner Bestimmung. Der Bau soll Menschen verschiedener Religionsgemeinschaften die Möglichkeit geben, ihre verstorbenen Verwandten und Freunde einer Totenwaschung zu unterziehen. Besonders gewünscht war das Waschhaus in der Islamischen Gemeinschaft, in der dieses Ritual ein wichtiger Bestandteil der religiösen Bestattungszeremonie und des Abschiednehmens ist. Es soll bisher das einzige dieser Art in der Region sein.

Neubau für die Leitstelle: Der Rat stimmte dem Neubau einer neuen Leitstelle zu. Damit stand den bereits gefassten Planungen nichts mehr im Weg. Die Fraktionen sprachen sich einstimmig für einen Neubau in der Tunicastraße aus.

März

Die Sporthalle in Lehndorf wurde durch Brandstiftung zerstört. Foto: Benjamin Müller

Die Sporthalle in Lehndorf wurde durch Brandstiftung zerstört. Foto: Benjamin Müller

Sporthalle in Lehndorf abgebrannt:  Bei einem Großbrand brannte im Braunschweiger Ortsteil Lehndorf eine Sporthalle komplett nieder – es stellte sich heraus, dass es Brandstiftung war. Eine benachbarte Kirche konnte vor den Flammen geschützt werden. Der Schaden ging in die Millionen. Zur Sicherstellung des Brandschutzes in der Stadt besetzte ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr die Hauptfeuerwache. Die Feuerwehr war insgesamt mit 150 Feuerwehrfrauen und -Männern im Einsatz.

Sturmtief Niklas hält alle auf Trab: In der integrierten Leitstelle der Feuerwehr Braunschweig klingelte im wahrsten Sinne des Wortes Sturm. Sturmtief Niklas hielt die Rettungskräfte auf Trab und sorgte für zahlreiche Einsätze. Bis zum Abend des 31. März waren es im Stadtgebiet 77.

Foto: Sina Rühland

Jugendfeuerwehr lehnt Geld ab. Symbolfoto: Sina Rühland

Jugendfeuerwehr lehnt Edathy-Geld ab: Die Diskussion um die 5.000 Euro aus dem Kinderpornografie-Prozess gegen den Ex-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) machte auch in Braunschweig Halt. Zuerst hatte der Kinderschutzbund das Geld abgelehnt, daraufhin wurde der Betrag dem Kinder- und Jugendfeuerwehrverband zugesprochen. Der nahm an, doch an der Basis kochte Kritik hoch. Auch die Braunschweiger Jugendfeuerwehr distanzierte sich von der Entscheidung das Geld anzunehmen.

Kein Rasen mehr für Raser:Um die Sicherheit und Ordnung auf Braunschweigs Straßen nicht zu gefährden und die Bestimmungen der Feiertagsruhe einzuhalten, untersagte die Stadt Braunschweig im März in Abstimmung mit der Polizei per Allgemeinverfügung für Karfreitag, 3. April, eine im sozialen Netzwerk „Facebook“ veröffentlichte, anonym initiierte Veranstaltung namens „Carfreitag 2015“.

April

Die Polizei kann nach dem Brand in der Turnhalle in Lehndorf einen schnellen Ermittlungserfolg vermelden. Foto: Benny Müller

Die Polizei kann nach dem Brand in der Turnhalle in Lehndorf einen schnellen Ermittlungserfolg vermelden. Foto: Benny Müller

Turnhallenbrand – Verdächtiger festgenommen: Die Polizei Braunschweig nahm im April einen 26-Jährigen fest, der dringend tatverdächtig war, die Sporthalle in Lehndorf in Brand gesteckt zu haben. Der Beschuldigte war den Einsatzkräften der Polizei bereits unmittelbar am Brandort aufgefallen. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen war der Mann zuvor in die Sporthalle eingebrochen, um nach Wertgegenständen zu suchen. Im Zuge dessen entwendete er aus der Sporthalle zwei große Taschen mit Hockeyausrüstungen.

Meier Music Hall – ein Stück Braunschweig geht: Nach fast 20 Jahren hat die Party in der Meier Music Hall ihr Ende gefunden. Im April wurde zum letzten Mal ausgiebig getanzt, getrunken und gelacht. Einmal konnte man die beliebte Discothek noch besuchen, in der so viele Stars auftraten und die sich bei vielen großer Beliebtheit erfreute.

Tramino ist unterwegs: Die neue Niederflurbahn hat es geschafft: Pünktlich um 12:30 Uhr kam sie an der Haltestelle „Friedrich-Wilhelm-Platz“ an und wurde von vielen Bürgern in Empfang genommen.

Schallschutzgutachten stoppt Kulturzentrum: Wie im April bekannt wurde, war Standort Kreuzstraße 67  für ein Soziokulturelles Zentrum aus schalltechnischer Sicht nicht geeignet. Zu diesem Ergebnis kam ein Schallschutzgutachten, das die Stadt Braunschweig im Einvernehmen mit dem Verein „KufA e. V.“ in Auftrag gegeben hatte. Als sie Nachricht öffentlich wurde, hatten die Planungen bereits begonnen, der Verein hatte schon die ersten Veranstaltungen im Petto.

Die neue Jugendherberge wurde feierlich eingeweiht. Foto: Robert Braumann

Die neue Jugendherberge wurde feierlich eingeweiht. Foto: Robert Braumann

Jugendherberge eröffnet:  Nach elf Jahren Wartezeit hat Braunschweig wieder eine Jugendherberge erhalten. Im April wurde der Neubau in der Wendenstraße feierlich eröffnet. Das Gebäude sollte künftig rund 160 Gästen Platz bieten. Ulrich Markurth würdigte in seiner Festrede das Durchhaltevermögen aller Beteiligten. „Diese Geschichte hat fast alles was ein Bestseller braucht.“

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