Anzeige

Anzeige
Anzeige

30. Dezember 2015
Das bewegte Braunschweig 2015 – Teil 2

Was Braunschweig bewegte. Foto: Werner Heise
Anzeige

Braunschweig. Nur noch ein paar Stunden, dann ist das Jahr Geschichte. Die wichtigsten und emotionalsten Momente des Jahres in der Löwenstadt finden Sie hier noch einmal im Schnelldurchlauf. Das Team von regionalBraunschweig.de wünscht allen Lesern schon einmal einen guten Rutsch.


Anzeige

Mai

Tod eines 17-Jährigen – Ermittlungsgruppe aufgelöst: Der Tod eines 17-Jährigen im November 2014 unter der Graffiti-Brücke hat viele bislang ungeklärte Fragen aufgeworfen. Nach erfolglosen Ermittlungen wurde Sondergruppe „Flucht“ der Kripo aufgelöst. Die Beamten hatten fast 2.000 Personen überprüft. Konkretes ergab sich dabei nicht.

Der Braunschweiger Michael Berner hat den Ausstieg aus der rechtsextremen Szene gewagt. Warum er diese Entscheidungen getroffen hat und welche Reaktionen ihn bisher trafen, erzählt er i

Der Braunschweiger Michael Berner hat den Ausstieg aus der rechtsextremen Szene gewagt. Foto: Sina Rühland

Nazi-Aussteiger im Interview: Der 42-jährige Michael Berner fühlte sich 24 Jahre lang der rechten Szene zugehörig. In einem Interview erzählte er von seiner Zeit als Neonazi, von Drohungen und einer Entscheidung. Unterstützung  hat er dabei bei der Aussteiger-Organisation „EXIT-Deutschland“ gefunden. Bewusst ist er damals an die Öffentlichkeit gegangen, um einen Schlussstrich zu ziehen. RegionalBraunschweig.de traf ihn zum Interview.

125 Eintracht-Anhänger in Gewahrsam genommen:  Neben der schmerzlichen Niederlage gegen den 1.FC Nürnberg, gab es im Mai eine weitere Nachricht aus Franken. 125 Anhänger der Löwen wurden von der Polizei schon vor Spielbeginn in Gewahrsam genommen.

 Am 10. Dezember wurde dieses Juweliergeschäft in Braunschweig überfallen. Nun wurde Anklage wegen schweren Raubes gegen einen 44-jährigen KFZ-Händler erhoben. Archivfoto: Braumann


Juweliergeschäft Rödiger in Braunschweig. Foto: Robert Braumann

Anklage wegen Raubüberfalls auf Juwelier Rödiger: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Mai gegen einen 44-jährigen Kraftfahrzeughändler Anklage wegen schweren Raubes zur Großen Strafkammer des Landgerichts Braunschweig erhoben. Dem 44-Jährigen wurde vorgeworfen, an dem Raubüberfall auf das Juweliergeschäft Rödiger am 10. Dezember 2014 beteiligt gewesen zu sein, bei dem durch drei weitere unbekannte Täter 64 hochwertige Uhren im Gesamtwert in Höhe von zirka 400.000 Euro erbeutet wurden.

Juni

Baugenehmigung für ehemaliges Joker erteilt:  Lange hatte es gedauert, doch im Juni war es geschafft. Das Team von Jolly-Time erhielt die Baugenehmigung für das ehemalige Jolly Joker. Inhaber Abdullah Tunc sagte damals: „Es sind zwar noch einige Auflagen zu erfüllen, doch auch diese werde man in den nächsten Wochen erfüllen können.“ Die Eröffnung des neuen-alten Jokers steht bis heute aus.

Landesaufnahmebehörde, LAB Kralenriede, Foto: Sina Rühland

Landesaufnahmebehörd in Kralenriede. Foto: Sina Rühland

Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge überfüllt: Stadtverwaltung und Landesaufnahmebehörde (LAB) kündigten immer wieder an, die Situation in Kralenriede für Asylsuchende und Anwohner verbessern zu wollen.  Doch im Juni dieses Jahres waren die Kapazitäten der Niedersächsischen Erstaufnahmestelle akut ausgeschöpft. Mit mehr als 1500 Bewohnern lebten dort zirka 900 Menschen mehr als vorgesehen – und es wurden wöchentlich mehr. Einige Monate später sollten es knapp 5000 Bewohner werden.

Saurier-Fund in Braunschweig: Das Naturhistorische Museum in Braunschweig (SNHM) förderte bei Grabungen am Geopunkt Schandelah bei Braunschweig einen Saurier zu Tage. Es handelt sich um einen Fischsaurier (Ichthyosaurier), der relativ vollständig erhalten ist und seit Mitte Mai im Geheimen geborgen werden konnte.

Manfred Pesditschek ist am gestrigen Abend im Krankenhaus nach einem Jahr schwerer Krankheit verstorben. Der Rat und viele Weggefährten trauern um ihn. Foto: T. Raedlein

Manfred Pesditschek ist nach einem Jahr schwerer Krankheit verstorben. Foto: Thorsten Raedlein

Manfred Pesditschek verstorben: Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der SPD Manfred Pesditschek ist im Juni nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren verstorben. Seit 1972 gehörte er mit kurzen Unterbrechungen dem Rat der Stadt Braunschweig an. Seine Hauptthemen waren Finanzen und das Schulwesen, dazu war er bis 2009 Schuleiter der Ricarda-Huch-Schule. Lange Jahre war er Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Bis zuletzt war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender im Finanz- und Personalausschuss sowie Mitglied im Schulausschuss. Vom 21. Juni 1978 bis 20. Juni 1982 war Manfred Pesditschek Mitglied des Niedersächsischen Landtages.

Juli

Unwetter trifft Region mit voller Härte: Das Unwetter im Juli verursachte in der Region zahlreiche Schäden. Einem der regionaheute.de-Redakteure fiel ein Blumenkasten auf sein Fahrzeug und zertrümmert die Windschutzscheibe, die Demonstration des Braunschweiger Pegida-Ablegers Bragida wurde aufgrund des Unwetters abgebrochen, zahlreiche Bäume knickten um. Im Bad Harzburger Ortsteil Bündheim schlug der Blitz in ein Einfamilienhaus ein und in Wolfenbüttel wurde die Feuerwehr zu einem umgestürzten Baum gerufen, unter dem man eine Person vermutete. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

 Bei Baggerarbeiten auf dem "BraWo"-Gelände am Hauptbahnhof ist in rund zwei Metern Tiefe eine 500-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, Foto: Robert Braumann

Bei Baggerarbeiten auf dem „BraWo“-Gelände ist eine 500-Kilogramm-Fliegerbombe gefunden worden. Foto: Robert Braumann

Bombenfund in Braunschweig: Bei Baggerarbeiten auf dem „BraWo“-Gelände am Hauptbahnhof ist im Juli in rund zwei Metern Tiefe eine 500-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger musste noch am selben Abend freigelegt und entschärft werden. Dazu musste bereits am Nachmittag ein Bereich von bis zu 1000 Metern Radius um den Bombenfundort evakuiert werden.

Erste Schnellladestation eingeweiht: Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies weihte im Juli die erste öffentliche Schnellladesäule in Braunschweig ein und übergab sie an Oberbürgermeister Ulrich Markurth. „Um die Elektromobilität auch im Alltag zu etablieren, ist der Ausbau einer zentralen Ladeinfrastruktur sehr wichtig“, erkläret Oberbürgermeister Ulrich Markurth.

Der CSD trotzt jeden Wetter und wird ausgelassen gefeiert. Hier: Ein Wagen der Csd-Demonstration. Fotos: Max Förster

Der CSD trotzte jeden Wetters und feierte ausgelassen. Foto: Max Förster

Sommerlochfestival in Braunschweig: Regenbogen über  Braunschweig – das Sommerlochfestival des Vereins für sexuelle Emanzipation startete im Juli und feierte in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Stadt zeigt Flagge“ seine 20. Auflage. Bunt, kreativ, unterhaltsam und informativ sollte das Rahmenprogramm werden – den Abschluss bot die jährliche Demo am 25. Juli.

August

Zerstörungswut – Wenn Fußballfans randalieren: Rausgerissene Decken, Zigarettenkippen und ausgelaufene Schnapsflaschen auf dem Boden – so sahen vier Waggons der Deutschen Bahn nach dem Fußballspiel im August aus. Dass Eintracht Braunschweig gegen Arminia Bielefeld ihren ersten Saisonsieg zu verzeichnen hatte, schien die Stimmung einiger gewaltbereiter Fans nicht zu besänftigen – die Deutsche Bahn ging von einem geschätzten Schaden in Höhe von 80.000 Euro aus. Neben dem Sachschaden wurde zudem ein Polizeibeamter durch einen Böller verletzt. Die Vandalen sind der Polizei bis heute nicht bekannt.

Symbolfoto: Sina Rühland

Nachbarschaftsstreit endete tödlich. Symbolfoto: Sina Rühland

Tödlicher Angriff – Mann erschlägt Nachbarin mit Axt: Mit einer Axt hat ein Rentner seine 62-jährige Nachbarin am im August in Querum erschlagen. Trotz sofortiger Reanimation durch Rettungskräfte verstarb die Frau kurz darauf in einem Braunschweiger Krankenhaus. Er gab als Grund für die Tat einen jahrelangen Nachbarschaftsstreit an. Der Mann zeigte sich geständig.

Seerose Victoria bald heimatlos: Viele Braunschweiger kennen das Bild, auf dem ein Kind auf der schönen Victoria-Seerose im Botanischen Garten der TU sitzt. Im August wurde das Heim der Seerose zu einem echten Sorgenkind  – das Gewächshaus war baufällig und durfte von Besuchern nicht mehr betreten werden.

Eintracht-Manager Marc Arnold machte es kürzlich vor: Blut spenden hilft Leben retten. Foto: Sina Rühland/Archiv

Eintracht-Manager Marc Arnold machte es vor: Blut spenden hilft Leben retten. Foto: Sina Rühland/Archiv

Blutreserven werden knapp: Das Deutsche Rote Kreuz klagte über einen ungewöhnlich großen Mangel an Blutreserven. „Wir haben im Moment etwa 1200 Spenden weniger pro Tag, 3000 sind es für gewöhnlich“, so DRK-Abteilungsleiter Markus Baulke. Der Mangel an Spenden habe an sowohl dem vergangenen Poststreik, als auch den heißen Tagen zugrunde gelegen. Im Juli 2015 waren die Blutspenden um 35 Prozent zurückgegangen.

Hier lesen Sie Teil 1 des Jahresrückblickes.


Zurück zur Titelseite Artikel drucken

Anzeige