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Dem Rätsel der Pioneer-Anomalie auf der Spur

30. Oktober 2017
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Haus der Wissenschaft Braunschweig laden ein. Archivfoto: Thorsten Raedlein
Braunschweig. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Astroherbst laden das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Haus der Wissenschaft Braunschweig am 6. November 2017 um 19 Uhr in die Aula des Haus der Wissenschaft ein.

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Dr. Benny Rievers vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen berichtet über die spannende Suche nach der Ursache der Pioneer-Anomalie – einer jahrelang unerklärlichen Bahnabweichung der Pioneer-Raumsonden jenseits des Sonnensystems.

Vorläufer der Voyager-Missionen

Die 1972 und -73 gestarteten Raumsonden Pioneer-10 und -11 waren die Vorläufer der berühmten beiden Voyager-Missionen, die zwischen 1979 und 1989 zum ersten Mal die Planeten und Monde des äußeren Sonnensystems aus der Nähe erkundet haben. Bei den vorausfliegenden Pioneer-Sonden ging es primär darum, die Technologie und die Bahnmanöver für die nachfolgenden Voyager-Sonden zu erproben; sie waren die ersten von Menschen gebauten Fahrzeuge, die das Sonnensystem für immer verließen. Bei ihrem Vorstoß in den interstellaren Raum wurde seit 1980 eine zunächst winzige Bahnabweichung festgestellt, deren Ursache viele Rätsel aufgab: War es die Gravitation eines unentdeckten Sonnenbegleiters oder gar eines schwarzen Loches? Konzentrationen dunkler Materie? Unbekannte Effekte der Raumzeit, die die Grundlagen der Allgemeinen Relativitätstheorie erschüttert hätten? Oder gab es doch eine bis dahin verborgene technische Ursache?

Rievers an Lösung beteiligt

Ein von Professor Claus Lämmerzahl geleitetes Team am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen war ein maßgeblicher Partner bei der international organisierten Suche nach der Lösung des Rätsels um die Pioneer-Anomalie. Dr. Benny Rievers, der an der Technischen Universität Braunschweig Luft- und Raumfahrttechnik studiert und in Bremen promoviert hat, war Mitglied dieses Teams und einer der Wissenschaftler, denen die Lösung schließlich gelang. Er konnte nachweisen, dass thermische Abstrahlung der Radioisotopenbatterie an Bord der Raumsonde einen winzigen Schub erzeugt, der über die extrem lange Flugzeit hinweg die Bahnabweichung erzeugt.

Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: http://www.hausderwissenschaft.org/wissens-welle/astroherbst.html

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