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Demographischer Wandel stellt Bürger vor Herausforderungen

18. Januar 2017
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Symbolfoto: pixabay
Der demographische Wandel in Braunschweig kann exemplarisch für eine gesamtdeutsche, ja gesamteuropäische Entwicklung betrachtet werden.

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Innerhalb der letzten 100 Jahre erfolgte in Braunschweig eine gravierende Veränderung der Altersstruktur. Der schleichende Prozess der Alterung der Gesellschaft wird überdeutlich, wenn man den statistischen Erhebungen Glauben schenkt, die für das Jahr 1900 ein Durchschnittsalter von 26,5 Jahren ermitteln und das heutige bei 43,0 Jahren ansiedeln.

Kurzzeitige Unterbrechungen dieses Trends wurden lediglich durch Sondersituationen, wie beispielsweise dem Zuzug von in der Regel jungen Flüchtlingen bzw. Flüchtlingsfamilien oder der Studenten – Anwerbeaktion im Jahr 2004 für Braunschweig als Hauptwohnsitz, möglich. Langfristig wird die Überalterung jedoch fortschreiten und Regional- wie Bundespolitiker gleichermaßen unter Druck setzen.

Lebenserwartung steigt, gesetzliche Leistungen sinken

Der Interessensausgleich zwischen Rentnern, die an einer möglichst hohen Rente interessiert sind und den Beitragszahlern, deren Möglichkeiten zur Beitragsleistung nicht überstrapaziert werden dürfen, stellt eine hohe Herausforderung dar.

Die Zunahme der Lebenserwartung hat direkte Auswirkungen auf die Rentenpolitik. Im Durchschnitt steigt die Lebenserwartung einer 65- jährigen Person jedes Jahr um über 50 Tage gegenüber einer Vergleichsperson aus dem Vorjahrgang. Man geht daher davon aus, dass sich die Rentenbezugsdauer bis zum Jahr 2036 um rund vier Jahre verlängern wird. Bei einer sinkenden Zahl von erwerbstätigen Beitragszahlern und einer stagnierenden oder rückläufigen Geburtenrate geraten die gesetzlichen Versicherungsträger mehr und mehr unter finanziellen Druck, das Leistungsniveau muss an die veränderte Situation angepasst werden.

Ein Beispiel solch einer Anpassung ist das sogenannte Sterbegeld. Bis Ende 2003 zahlten die gesetzlichen Krankenkassen ein Sterbegeld an Hinterbliebene. Das Sterbegeld war als finanzielle Unterstützung zur Bestreitung der Bestattungskosten gedacht. In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts betrug dieses gesetzliche Sterbegeld 3.100 Euro. Es wurde im Lauf der Jahrzehnte immer weiter gekürzt und im Jahr 2004 gänzlich abgeschafft. Private Versicherer haben die hierdurch entstandene Versorgungslücke ausgefüllt und bieten so genannte Sterbegeldversicherungen an. Wie beim Sterbegeld sollen auch die Leistung der Sterbegeldversicherung dafür sorgen, dass Hinterbliebene durch die Begräbniskosten nicht in eine finanzielle Notlage geraten und eine würdige Bestattung ermöglicht wird. Die Kosten im Todesfall summieren sich schnell auf fünfstellige Beträge.

Sterbegeldversicherungen – ein notwendiges Thema

So ungern man sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzen mag – vernünftige Vorsorge ist wichtig. Eigeninitiative bietet die Chance auf Unabhängigkeit von staatlicher Notstands- und Mangelverwaltung.
Bei der Entscheidung für oder gegen eine Sterbegeldversicherung sollte das Augenmerk nicht ausschließlich auf die Rendite gerichtet sein. Sterbegeldversicherungen bieten einige Vorteile.

Sie können ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden, das heißt gesundheitlich vorbelastete Personen, die bei einer Risikolebensversicherung mit Einschränkungen oder Ausschluss rechnen müssten, haben hier dennoch die Möglichkeit, einen Vertrag abzuschließen. Auch ein hohes Eintrittsalter ist in aller Regel kein Problem. Die Tarife einer Sterbegeldversicherung gestalten sich flexibel, da die Versicherungssummen individuell vereinbart werden können. Teilweise bieten die Versicherer auch Sonderleistungen, die von einer Risikolebensversicherung nicht gewährt werden.

Der demographische Wandel führt in Braunschweig und ganz Deutschland dazu, dass sicher jeder rechtzeitig selbst um Altersvorsorge und bestimmte Absicherungen kümmern sollte. Auch wenn das Thema schwierig und belastend sein kann, wird es immer wichtiger, solche Entscheidungen nicht lange vor sich herzuschieben.

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