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Die Grünen befürworten „überfällige Mobilitätswende“

7. September 2017
Von links: Ulla Derwein, Juliane Krause, Elke Flake, Rainer Mühlnickel an Bushaltestelle am Rathaus. Foto: Die Grünen
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Braunschweig. Bündnis 90/Die Grünen begrüßen die Verwaltungsvorschläge zur Ausweitung des Fahrplans der Braunschweiger Verkehrs-GmbH im Abend- und Spätverkehr sowie zum Planungsauftakt für e-Radschnellwege von Braunschweig nach Wolfenbüttel, Salzgitter-Thiede und Wolfsburg.

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Diese ergänzen sinnvoll die Ausweitung des Fahrplans von Regionalbahnen und Regionalbussen durch den Regionalverband Großraum Braunschweig. „Damit steigen wir endlich in die überfällige Mobilitätswende ein. Mit diesen Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr und der Realisierung von überregionalen Radschnellwegverbindungen werden notwendige Alternativen zum Auto geschaffen“, sagt Juliane Krause, Grüne Braunschweiger Direktkandidatin zur Bundestagswahl 2017.

Elke Flake, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Braunschweig, lobt die Verwaltungsspitze: „Ich bin sehr erfreut, dass Oberbürgermeister Markurth das Thema Nahverkehr zur Chefsache macht.“ Doch sie mahnt: „Noch ist die Mobilitätswende personell nicht ausreichend besetzt. Wir brauchen mehr Verkehrsplanerinnen und -planer für den Radverkehr und den ÖPNV inklusive Stadtbahnausbau.“

Mehr Mut für die Verkehrswende

Rainer Mühlnickel, ebenfalls Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Braunschweig, fordert insgesamt mehr Mut für die Verkehrswende ein. „Wir denken in dieser Stadt immer noch zu autozentriert. Es gibt laut Website der Stadt über 5000 Parkplätze in der Innenstadt. Aber zentrale Haltestellen wie Altstadtmarkt und auch Rathaus verfügen nicht über einen ausreichenden Wetterschutz. Viele Bushaltestellen im Stadtgebiet sind keine Aushängeschilder für einen attraktiven Nahverkehr. Hochwertige Fahrradständer in der Innenstadt und am Hauptbahnhof sind Mangelware. Da müssen wir gemeinsam ran.“

„Gemeinsam noch viel verbessern“

Holger Herlitschke, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Regionalverband Großraum Braunschweig, fordert: „Entscheidend ist, dass die sehr guten Taten beworben werden. Tue Gutes und rede drüber. Somit sind der Regionalverband, die Verkehrsverbundgesellschaft Großraum Braunschweig und die Verkehrsbetriebe jetzt aufgefordert, entsprechende Marketingkonzepte aufzulegen und regionsweit die Verbesserungen zu bewerben. Leider ist das in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen. Hier können wir gemeinsam noch viel verbessern.“

Ursula Derwein, Vorstandssprecherin der Braunschweiger Grünen, zeigt sich sehr zufrieden: „Das Engagement der Grünen im Zusammenspiel verschiedener Ebenen von Land, Regionalverband und Kommune zeigt Wirkung. Die amtierende Rot-Grüne Landesregierung hat mit der Revision des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes die Weichen für einen besseren Regionalverkehr gestellt – gegen die Stimmen von CDU und FDP. Im Landeshaushalt wurden von Rot-Grün Mittel zum Radschnellwegausbau eingestellt. Jetzt kann es los gehen.“

Deutlich mehr Fahrten

Der Regionalverband Großraum Braunschweig bestellt zum Fahrplanwechsel im Dezember deutlich mehr Fahrten, die das Bedienungsangebot gerade in den Abendstunden nochmal verbessern. Nach Salzgitter-Lebenstedt wird es montags bis freitags einen Halbstundentakt geben, nach Wolfsburg in der Hauptverkehrszeit.

Einzelne Regionalbuslinien werden im Fahrplan ebenfalls verdichtet. Sie ergänzen insbesondere auf Abschnitten zwischen Ober-, Mittel- und Unterzentren, zwischen denen keine Schienenverbindungen bestehen, das öffentliche Mobilitätsangebot.

Die Städte Braunschweig und Wolfsburg sowie der Regionalverband Großraum Braunschweig haben am 5. September 2017 Machbarkeitsstudien zum Ausbau von Radschnellwegen vorgestellt. Die Oberbürgermeister von Braunschweig und Wolfsburg schlagen ihren Räten vor, Vereinbarungen mit dem Regionalverband und den Nachbargemeinden zu schließen, um die Planungen schnellstmöglich aufzunehmen zu können. Bund und Land stellen Förderungen in Aussicht. Im Landeshaushalt 2017 und 2018 sind von der amtierenden rot-grünen Landesregierung Mittel in Höhe von jeweils 6,175 Mio. Euro zum Radschnellwegausbau eingestellt.

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