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Ehrung für Einsatz im Dienste der Chancengleichheit

17. Februar 2017 von
Ordnungsdezernet Claus Ruppert (re.) überreichte Walter-Johannes Herrmann das Verdienstkreuz. Fotos: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Für sein fast vier Jahrzehnte währendes soziales Engagement wurde Walter-Johannes Herrmann am heutigen Freitag im Rahmen einer Feierstunde im Altstadtrathaus mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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Stadtrat Clau Ruppert, der die Ehrung stellvertretend für den erkrankten Oberbürgermeister Ulrich Markurth vornahm, ließ die zahlreichen Funktionen und Engagements Herrmanns Revue passieren: Gründungsmitglied und später Vorsitzender des gemeinnützigen Bildungsträgers „Ausbildungswerkstatt Braunschweig e.V.“, niedersachsenweites (und darüber hinaus) Engagement für die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Vorsitzender, heute Ehrenvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Bezirk Braunschweig, Mitglied in Aufsichtsrat und Pädagogischem Beirat der Volkshochschule Braunschweig und Mitinitiator der Familienbildungsstätte „Haus der Familie“. Zudem Mitglied im Bezirksrat und stellvertretender Bezirksbürgermeister Timmerlah-Geitelde-Stiddien.

Laura Pooth dankte Herrmann im Namen der GEW.

Teamspieler mit besonderer Aura

Sein Fokus liegt zumeist auf der Schaffung von Chancengleichheit für Menschen, egal welcher Herkunft. Dabei dürfte auch Herrmanns eigene Biographie eine Rolle gespielt haben. Als gelernter Starkstromelektroniker holte er an der Abendschule sein Abitur nach, studierte und wurde Lehrer. Laura Pooth, Stellvertretende Landesvorsitzende der GEW, hob nicht nur die entscheidende Rolle Herrmanns in der Entwicklung der GEW hervor (er habe unfassbar viel bewerkstelligt), auch eine besondere Aura wird ihm bescheinigt. Eine körperlich spürbare Hochachtung sei zu bemerken, wenn man nur den Namen Walter-Johannes Herrmann nenne, so Pooth. Dabei habe er eine „angenehm zurückhaltende“ Persönlichkeit, versäume es aber dennoch nicht – wenn nötig – den Finger in die Wunde zu legen. Laura Pooth erwähnte zudem Herrmanns sportliche Leistungen, sei mit dem Fahrrad den Jakobsweg entlang, sei es als Torwart mit dem Team dreimal GEW-Meister zu werden. „Der Walter, der hält was er verspricht“, so auch die Einschätzung seiner Mitspieler.

Der Verdienstkreuzträger dankte unter anderem seiner Frau, dass diese sämtliche jobbedingten Zumutungen mitgetragen habe.

Die Familie stärkt ihm den Rücken

Walter-Johannes Herrmann selbst zeigte sich sichtlich gerührt ob der geballten Lobeshymnen. So kompakt mitgeteilt bekomme man es nur selten, was andere über einen denken. Rückblickend sei entscheidend gewesen, dass viele Menschen ihm etwas zugetraut hätten, und er sich getraut habe, die Aufgaben anzunehmen und versucht habe ihnen gerecht zu werden. Dies ginge aber nicht ohne Mitstreiter auf die man sich verlassen könne. Insbesondere dankte er seiner Frau und seinem privaten Umfeld, das ihm stets den Rücken gestärkt habe. Auch seine persönliche Einstellung habe ihm geholfen. „Es hat mir stets etwas gegeben, wenn ich anderen etwas gegeben habe“, so Herrmann. 

Seit einiger Zeit engagiert sich Herrmann auch für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Als „Versöhnung über den Gräbern“ sehe er dies als wichtigen Beitrag, um den Frieden zu erhalten. Mit den Worten Voltaires mahnte er abschließend: „Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun“.

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