Anzeige

Einblick in marode IGS Franzsches Feld

19. Januar 2016 von
Der Kälteschutz stammt aus längst vergangenen Zeiten. Foto/Video: Sina Rühland

Braunschweig. Stroh an den Decken, kalte Klassenräume und Sanitäranlagen, die schon lange nicht mehr benutzt werden dürfen. Kurz: das Gebäude, in dem die Integrierte Gesamtschule (IGS) Franzsches Feld untergebracht ist, ist marode. Videoaufnahmen zeigen nun, wie dringend nötig die aktuelle Sanierung wirklich ist. 


Anzeige

Seit dem Sommer 2015 dürfen die Schüler der IGS einige Klassenräume nicht mehr betreten. Zu gefährlich, zu marode ist der Ort, an dem sie für Chemie und Englisch lernen müssen. Mangelende Dämmung habe Schüler frieren lassen, erzählt Schulleiter Andreas Meisner. Zur kalten Jahreszeit hätten sie mit Mänteln bekleidet im Unterricht gesessen. Insgesamt fünf Millionen Euro sollen nun in den Bau aus den 1930er Jahren investiert werden. Eine Trafo-Station muss erneuert, eine Außentreppe als Fluchtweg eingebaut und die WC-Anlagen in Teilen saniert werden. Die Fenster sind undicht, die Decken würden schnell zur Lebensgefahr – die Sanierung des Gebäudes ist bitter nötig. Ungläubige Blicke der Mitglieder des Bauausschusses, als sie bei einem „Vor-Ort-Termin“ am Dienstag in Lehrräume der Naturwissenschaften im Keller kommen. Es erinnert alles ein wenig an den Lehrraum aus Feuerzangenbowle. Nur Johann Pfeiffer fehlt. Mit drei F selbstredend.

Geschichte des Gebäudes

IGS Franzsches Feld. Foto: Sina Rühland

IGS Franzsches Feld. Foto: Sina Rühland

In dem Gebäude, in dem heute Kinder und Jugendliche die Schulbank drücken, war einst das Luftflottenkommando der Nationalsozialisten beherbergt. NS-Funktionär Hermann Göring legte am 1. November 1936 den Grundstein. Am 30. März 1938 wurde das Stabsgebäude nach siebzehnmonatiger Bauzeit eingeweiht und das Luftflottenkommando Braunschweig zog in sein neues Hauptquartier am SA-Feld, dem heutigen Gebäudekomplex der IGS Franzsches Feld, ein. Der Luftwaffenstützpunkt Braunschweig galt als der größte in Nordwestdeutschland.

Der Gebäudekomplex wird seit 1989 durch die Integrierte Gesamtschule Franzsches Feld und die Freie SchuleBraunschweig e. V. genutzt. Die Stadt Braunschweig und das Land Niedersachsen planen, in den mittlerweile freien Gebäudeteil, das ehemalige Kreiswehrersatzamt, eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge zu legen.

Quelle historischer Angaben: Wikipedia

Anzeige
Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 0531 / 362 597 03
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Naturheilpraxen Sabine Linek: 05371 - 1 88 30 Naturheilpraxen Sabine Linek: 05371 - 1 88 30
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006