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Einblicke in das Atelier der Meisterzeichnungen

5. April 2017 von
Im Video geben Mitarbeiterin Karen Buttler, Volontär Josua Walbrodt und Prof. Dr. Thomas Döring, Leiter des Kupferstichkabinetts, einen kurzen Einblick in die Geschichte und über den Hintergrund der Zeichnungen. Fotos/Video: Nick Wenkel
Braunschweig. Die erste große Sonderausstellung im neuen Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM) präsentiert vom 6. April bis zum 16. Juli mit ausgewählten Highlights der Meisterzeichnungen einen Einblick in den größten Sammlungsbestand des Kunstmuseums.

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Das Kupferstichkabinett beherbergt neben 130.000 druckgraphischen Werken auch rund 15.000 Zeichnungen. „Dürer, Cezanne & Du. Wie Meister zeichnen“ spannt den Bogen über die verschiedenen europäischen Kunstlandschaften und Epochen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Unter den etwa 200 Werken können Besucherinnen und Besucher Zeichnungen von folgenden Meistern entdecken: Albrecht Dürer, Hans Holbein d.J., Pieter Bruegel d.Ä., Jacopo Tintoretto, Adam Elsheimer, Peter Paul Rubens, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Guercino, Claude Lorrain, Giambattista Tiepolo, Caspar David Friedrich, Paul Cézanne, Käthe Kollwitz, Paul Klee, Joseph Beuys oder auch Francesco Clemente.

Prof. Dr. Thomas Döring erläutert die Details in Peter Paul Rubens Werk „Dornenkrönung“ von 1601.

Blick auf die aktuelle Zeichnungsforschung

Den Auftakt der Sonderausstellung bildet eine Einführung in das Sehen und Verstehen von Zeichnungen, bevor ausgewählte Meisterwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart vorgestellt werden und einen Überblick über die verschiedensten Kunstströmungen bieten. Wie entwickelte sich die Zeichnung in der Renaissance zum „Vater aller Künste“, wie Giorgio Vasari im 16. Jahrhundert titelte? Welche Rolle spielte die Zeichnung in der Romantik? Welche Bedeutung hatte die Zeichnung für die Künstler des 20. Jahrhunderts im geteilten Deutschland? Ein Blick auf die aktuelle Zeichnungsforschung und die große Frage der Zuschreibungen einzelner Werke ergänzen die Schau. Erstmalig wird die „Studie eines sitzenden Hundes“ der Öffentlichkeit präsentiert, die erst 2016 Rembrandt Harmensz. van Rijn zugeschrieben werden konnte. Ein dem Braunschweiger Hund verwandtes Tier findet sich in Rembrandts berühmter „Nachtwache“ aus dem Jahr 1642 im Rijksmuseum Amsterdam.

Im Labor dürfen sich die Gäste dann selber im Zeichnen probieren.

Eigene meisterhafte Zeichnungen

Auf rund 900 Quadratmeter lädt die Ausstellung zu einem Streifzug durch die Welt der Zeichenkunst ein, bevor Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden können. In dem in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig konzipierten „Labor der Zeichnung“ findet nicht nur akademische Zeichenlehre vor Publikum statt. Vielmehr können Kinder und Erwachsene während des Ausstellungsbesuches selber zeichnen oder auf dem Sockel posieren und sich als Modell zeichnen lassen. Jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr am 9. und 30. April sowie am 7. und 14. Mai kann im Labor der Zeichnung unter fachkundiger Anleitung gezeichnet werden. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms werden auch mehrstündige Workshops für Kinder und Erwachsene angeboten. Kuratorenführungen sowie Vorträge und Künstlergesprächen rund um das Zeichnen ergänzen das Programm.

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