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„Emil“ spielt jetzt Golf: Autos mit induktiver Ladetechnik an TU vorgestellt

10. September 2014 von
Sitzgefühl: wie ein Golf. Tankgefühl: wie von Zauberhand. Dr. Jürgen Meins (Fahrersitz), Dr. Dr. h.c. mult. Eckehard Schnieder (Rückbank) und Dr. Bernd Engel (Beifahrersitz) sind maßgeblich an der Entwicklung der Technologie beteiligt. Fotos: Christina Balder

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Braunschweig. Bei „Emil“ denken die Braunschweiger an den Elektro-Bus, der seit März seine Runden durch die Stadt zieht. Zu dem Projekt, das in lang „Elektromobilität mittels induktiver Ladung“ heißt, gehören seit neuestem aber auch drei kleine Schwestern des Busses. Sie heißen alle drei „Emilia“ – „Elektromobilität mittels induktiver Ladung im Automobilverkehr“ – und sind drei Vertreter des VW Golf. Das vom Bundesverkehrsministerium mit 1,987 Millionen Euro geförderte Projekt ist ein gemeinsames Unternehmen von der Technischen Universität (TU), der Verkehrs-GmbH und BS Energy. Am Mittwoch wurde das Projekt an der TU vorgestellt.


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Die drei Emilias erweitern ab sofort den Fuhrpark des Braunschweiger „Emil“-Projekts. Eines der Ziele ist es, das induktive Laden auch für PKW nutzbar zu machen und damit besonders in der Stadt die Reichweite von Elektro-Autos zu verbessern. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU, fügte noch ein zweites Ziel an: „Es geht nicht nur um die Technologie, sondern auch um die gesellschaftliche Akzeptanz.“

Die Kleinen und der Große: induktiv laden können sie alle.Elektroautos müssen zur Zeit noch mit Kabel und Stecker geladen werden. Das dauert und ist verhältnismäßig umständlich. Die Emilia-Autos sollen ganz einfach auf den Ladeplatten aufgeladen werden, die auch der Bus nutzt – allerdings mit nur einem Zehntel der Leistung, sie sind ja auch kleiner.

Die Verkehrs-GmbH ist auch bei den Autos mit dabei. „Der elektromobile Gedanke ist omnipräsent“ sagte Frank Brandt von dem Verkehrsbetrieb. „Wir müssen aus ökologischen und ökonomischen Gründen nach Alternativen schauen.“

Das induktive Laden habe den Vorteil, dass es keinen Verschleiß gebe und die Technologie unabhängig von Schnee, Eis oder anderen Witterungseinflüssen sei, sagte Jürgen Meins vom Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen (IMAB) der TU. Es sei möglich, automatisch zu laden, ohne das als Fahrer einleiten zu müssen. Zudem könne man die Ladeplatten unsichtbar in den Boden integrieren – etwa auf Parkplätzen – , was sie auch sicher gegen Vandalismus mache. Frank Brandt denkt noch weiter in die Zukunft: „Irgendwann, könnte ich mir vorstellen, haben wir die Ladeplatten auf der rechten Spur der Autobahnen und wer „tanken“ muss, macht das einfach beim Fahren.“

Die Förderung des Projekts im Rahmen des Niedersächsischen Schaufensters Elektromobilität läuft noch bis Mitte 2016. Die Verkehrs-GmbH erwartet im Herbst dieses Jahres weitere „Emil“-Gelenkbusse.

 

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