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Folgt nach dem Hochwasser eine Mückenplage?

3. August 2017 von
Mücken lieben es feucht und warm und finden daher gerade jetzt optimale Bedingungen für die Vermehrung vor. Symbolfoto: Pixabay
Braunschweig. Nach den regenreichen und wohlig warmen Wochen droht der Stadt eine Mückenplage, da sich die Blutsauger am besten vermehren, wenn es warm und feucht ist. Unsere Redaktion fragte daher beim Gesundheitsamt nach, was dies für die Bürger bedeutet.

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Dr. Brigitte Buhr-Riehm, Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Braunschweig, schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Mückenplage hoch ein: „Culicidae – besser bekannt als gemeine Stechmücken oder Hausmücken – haben Hochsaison. Mehr als 100 Mücken-Arten gibt es in Europa, nur die Weibchen stechen und saugen Blut – und machen uns im Sommer das Leben schwer. Nach einem milden Winter begann der Sommer 2017 mit reichlich Regen. Im feuchten Klima haben die Mückenlarven ideale Bedingungen, sich zu entwickeln. Sobald es warm ist, schlüpfen sie. Besonders die Nähe zu Wasser verschlimmert die Mückenplage. Das liegt daran, dass Mücken in stehenden Gewässern Eier ablegen, aus denen dann die Mückenlarven schlüpfen. Groß müssen die Gewässer nicht sein – Regentonnen oder sogar Pfützen reichen schon aus. Auch Wasserreste in der Gießkanne können den Insekten als Brutstätte dienen. Wer sich abends im Freien aufhält, kann sich deshalb der Schwärme manchmal kaum erwehren.“

Aber hilflos ausgeliefert ist der Mensch den Mückenschwärmen kaum. Zunächst böte sich laut Dr. Burh-Riehm eine mechanische Lösung an: „Damit Mücken erst gar nicht in die Wohnung eindringen, sind Insektenschutzgitter eine gute Lösung. Schon einfache Netze für wenige Euro, die per Klettband am Fensterrahmen befestigt werden, halten Insekten fern. Socken, lange Hosen und Ärmel helfen beim Schutz. Helle, weite Kleidung ist für Mücken unattraktiver als dunkelblaue oder schwarze, deshalb sind lieber sommerliche Farben bevorzugen.“

Kratzen kann zu Infektionen führen

Aber auch chemisch sei den unliebsamen Insekten beizukommen: „Zur Mückenabwehr sollten Produkte mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) gewählt werden, rät der Berufsverband Deutscher Internisten. Diese Mittel halten vier bis fünf Stunden und können 90 bis 95 Prozent der Mückenstiche verhindern. Als Alternative zu DEET nennt Stiftung Warentest den Wirkstoff Icaridin. Dieser ist ebenfalls in vielen Anti-Mücken-Mitteln enthalten.“ Großmutters Tipps hingegen würden allerdings nicht wirklich Abhilfe schaffen können: „Hausmittel wie ätherische Öle und duftende Pflanzen sind in der Regel wirkungslos. Ultraschallgeräte sowie UV-Lampen sind laut Stiftung Warentest ohne Wirkung. Das gleiche gilt für Abwehr-Armbänder. Auch zum Einsatz von Biozid­-Verdampfern kann nicht geraten werden: die elektrisch betriebenen Geräte verdampfen Insektizide, dies kann für Menschen und Haustiere gesundheitsgefährdend sein.“

Sollte es dann doch einmal zu einem Mückenstich kommen, sei dies kein Beinbruch: „Erkrankungsfälle durch Übertragung von Denguefieber oder Zikaviren durch Mücken sind in Deutschland bisher nicht gemeldet worden. Sofern man auf die Proteine des Speichels nicht allergisch reagiert, sind grundsätzlich die Stiche zwar lästig, aber harmlos. Durch Kratzen jedoch können sie sich infizieren.“

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