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Gasumstellung in Braunschweig: Erhebung der Gasgeräte startet

1. September 2017
Techniker der Partnerunternehmen von BS Netz bei der Erhebung: Sie weisen sich an der Haustür mit Dienstausweis aus und gleichen die persönliche Identifikationsnummer ab. Foto: Peter Sierigk
Braunschweig. Etwa 70.000 Gasgeräte müssen im Braunschweiger Netzgebiet von BS Netz (Braunschweiger Netz GmbH) erhoben werden, um bis 2021 eine reibungslose Umstellung auf H-Gas zu ermöglichen. Dabei erfolgt die Erhebung Schritt für Schritt: Gestartet wird unter anderem in Broitzem, Timmerlah und Lamme.

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„Wann genau ein Techniker im Auftrag von BS Netz vor der Tür steht, kündigen wir rund drei Wochen vor dem Termin in einem persönlich adressierten Anschreiben per Post an“, hebt Pia Dubray hervor, die bei BS Netz das Gasumstellungsprojekt leitet. In dem Brief ist neben dem T erminvorschlag auch eine persönliche Identifikationsnummer angegeben. Die beauftragten Techniker tragen Arbeitskleidung von BS Netz und weisen sich mit einem Dienstausweis aus. „Sollten Sie Zweifel daran haben, dass tatsächlich ein von BS Netz beauftragter Techniker vor Ihrer Tür steht, wenden Sie sich an unser Gasbüro unter der kostenlosen Braunschweiger Kundenhotline 0800 383 4000 oder an die Polizei, mit der wir in enger Abstimmung stehen“, bittet Pia Dubray.

Umrüstung bis 2021

Bei der Erhebung besichtigen die Monteure die Kundenanlagen, erfassen die Daten jedes Geräts, legen fest, welche Arbeiten ausgeführt werden müssen und welche Teile für die Umstellung auf H-Gas benötigt werden. Anschließend erfolgt bis 2021 in einem genau ausgearbeiteten Zeitplan die Umrüstung der Geräte und die Umstellung der Gasqualität im Gasnetz von BS Netz.
Auf der Website www.bs-netz.de stellt BS Netz aktuelle Informationen speziell für Gasnutzer in Braunschweig in insgesamt acht Sprachen bereit. Beispielsweise wird in zwei Animationsfilmen die Gasumstellung kurz und knapp erklärt. BS Netz ist in Braunschweig für die Gasumstellung gesetzlich zuständig. Dabei spielt es keine Rolle, von welchem Gas-Lieferanten Braunschweiger Gas beziehen. (AB)

Hintergrund

In Norddeutschland werden die sogenannten L-Gas-Netze auf eine andere Gasqualität umgestellt. Das im Norden meist aus den Niederlanden und Niedersachsen stammende L-Gas wird nach 2030 nicht mehr in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen. Daher wird die Gas-Infrastruktur an das Gas aus Norwegen und Russland – das bisher vor allem in Ost- und Süddeutschland genutzt wird – angepasst. Das sogenannte H-Gas hat einen höheren Brennwert; es besitzt sozusagen mehr Energie pro Kubikmeter als das bisher genutzte L-Gas. Die Umstellung ihrer Gasgeräte müssen die Gasnutzer nicht extra bezahlen. Denn die Kosten werden aus einer Umlage finanziert, die bereits bundesweit von allen Gas-Kunden seit 2015 erhoben wird. Dies und weitere gesetzliche Vorgaben für die Umstellung sind im Energiewirtschaftsgesetz (§19a) festgelegt.

In Braunschweig müssen in mehr als 50.000 Haushalten und Betrieben die Geräte umgerüstet werden – vom Backofen über die Brennwerttherme bis hin zu Industrieanlagen. Nicht betroffen von den Umstellungsarbeiten sind Erdgas-Fahrzeuge, da deren Motoren problemlos mit beiden Gasqualitäten funktionieren.

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