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Geburten-Wahnsinn im Klinikum – 23 Kinder in 26 Stunden

15. Juli 2017 von
Pflegedienstleitung Michael Lüdicke (links) und Chefarzt Privatdozent Dr. Heiko Franz sprechen dem gesamten Team ein Lob aus. Foto: Klinikum/Jörg Scheibe/Archiv
Braunschweig. Am Dienstag veröffentlichte eine verärgerte Hebamme einen Beitrag bei Facebook, indem sie sich über die Überfüllung im Klinikum Celler Straße beschwerte. Derzeit sei dort so viel los, dass eine adäquate Betreuung nicht mehr gewährleisten könne. Auf Anfrage von regionalHeute.de erklärt das Klinikum, wie es zu diesem Umstand kommt.

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Die Geburtenzahlen am Klinikum Braunschweig steigen seit 2005 kontinuierlich an, erklärt Marion Lenz, Pressesprecherin des Klinikums Braunschweig. Im Jahr 2006 gab es einen deutlichen Anstieg, der auf den Umzug der Kinder-Intensivstation an den Standort Celler Straße zurückgeführt wurde. Allerdings hält der Trend seitdem ungebrochen an: Von 1.106 Geburten in 2005 auf 2.185 Geburten im Jahr 2016.

Im Juli sieben Geburten pro Tag

Im aktuellen Jahr war in den ersten Monaten demnach eher ein leichter Rückgang festzustellen. Allerdings habe sich diese Tendenz im Juli, wie schon im letzten Jahr, umgekehrt. Im Durchschnitt finden in der Frauenklinik am Standort Celler Straße fünf bis sechs Geburten pro Tag statt, so Lenz. Im Juli seien es im Schnitt sieben pro Tag. Dabei stellt sie aber auch klar, dass es sich um ein bundesweites Phänomen handelt und es sich nicht nur auf Braunschweig beschränkt.

Chefarzt lobt Klinikum-Team

Geburten lassen sich vom Krankenhaus nicht planen, sondern im Regelfall kommen die Frauen, wenn die Wehen einsetzen, erklärt Lenz gegenüber regionalHeute.de. Am letzten Wochenende, worauf sich die Autorin des Beitrages wohl bezieht, wurden von Freitag 17 Uhr bis Samstag 19 Uhr 23 Kinder geboren. Für das gesamte Wochenende waren es innerhalb von drei bis vier Tagen 35 bis 40 Entbindungen und damit fast zehn Geburten am Tag. Die Frauenklinik sei insgesamt eine große Klinik, sodass die Unterbringung der Mütter mit Ihren Kindern gesichert ist. „Auch wenn es einmal eng wird, die Sicherheit unserer Patientinnen ist immer oberstes Prinzip“, erklärt sie auf Anfrage regionalHeute.de. „Der Andrang am letzten Wochenende sei eine nicht planbare Ausnahme und wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hervorragend bewältigt“, erklären Chefarzt Privatdozent Dr. Heiko Franz sowie Pflegedienstleitung Michael Lüdicke und sprechen dem gesamten Team gleichzeitig ein großes Lob aus.

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