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Gedenken an Atomkatastrophe in Fukushima

11. März 2015 von
Ein Gottesdienst im Gedenken an die Atomkatastrophe in Fukushima: Pastoralreferent Mathias Welle, Pröpstin Uta Hirschler, Regisseur Takashi Kunimoto und Landesjugendpfarrer Lars Dedekind. Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Der verheerende Tsunami in Japan und die dadurch verursachte nukleare Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima jähren sich am 11. März zum vierten Mal. Auch in diesem Jahr wollten die Kirchen in Braunschweig der vielen tausend Opfer gedenken. Zu Wort kam dabei der Zeitzeuge und Filmemacher Takashi Kunimoto.


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Gottesdienst, Fukushima, Schülerband Crossing Blue, Foto: Sina Rühland

Die Schülerband Crossing Blue. Foto: Sina Rühland

Der ökumenische Gedenkgottesdienst unter Leitung der evangelischen Pröpstin Uta Hirschler und dem Landesjugendpfarrer Lars Dedekind sowie dem katholischen Pastoralreferenten Mathias Welle fand am Mittwoch in der Kirche St. Aegidien statt. Schüler des Gymnasiums Kleine Burg sowie der japanische Filmemacher Takashi Kunimoto gestalteten den Gottesdienst mit. Kunimoto lebt inzwischen in Braunschweig und hat von seinen Erinnerungen der Fukushima-Katastrophe berichtet. „Auch vier Jahre nach der Katastrophe entweicht noch Radioaktivität von dem Gelände. Die Kinder in der Region dürfen nicht draußen spielen – es ist zu gefährlich, sie müssen im Haus bleiben. Als meine Frau und ich damals in Ōsaka wohnten und sie schwanger wurde, haben wir Angst gehabt, denn wir wussten nicht, wie ungesund die Lebensmittel sind. Letztendlich haben wir uns entschieden in ihre Heimatstadt Braunschweig zu ziehen“, erzählte Kunimoto.

Pröpstin Uta Hirschler verwies in ihrer Andacht auf die Gefahr von radioaktiven Strahlen; zog den Vergleich zwischen der biblischen Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden und den Menschen im 20. Jahrhundert, die sich über die Konsequenzen der Atomkraftnutzung nicht im klaren gewesen seien. „Der Apfel ist gegessen – wir müssen nun damit leben. Wir können jedoch immer wieder entscheiden, wie wir damit umgehen.“ Am Ende des Gottesdienstes legten Schüler ihr Fürbitten in Form eines Asse-A´s ab.

Mahnwache zum vierten Jahrestag der Atom-Katastrophe

Foto: Sina Rühland

Fürbitten der Gottesdienstteilnehmer in Form des Asse-A´s.Foto: Sina Rühland

Mit einer Mahnwache auf dem Platz der Deutschen Einheit in Braunschweig wollen Atomkraftgegner am 11. März ab 17.30 Uhr an die Katastrophe und ihre Folgen erinnern und dabei gegen den Weiterbetrieb der derzeit noch neun Atomkraftwerke in Deutschland protestieren. Angemeldet haben die Mahnwache die Braunschweiger GRÜNEN. Es wird bundesweit ähnliche Aktionen unter dem Motto „Fukushima mahnt – AKWs jetzt abschalten!“ geben.

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