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Gegen BS|Energy: Grüne wollen Energie aus Bürgerhand

6. November 2017
Der Kreisverband der Grünen in Braunschweig teilte nun mit, dass sie der Auffassung sind, dass kommunale Energieversorgung in Bürgerhand gehört. Foto: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Der Kreisverband der Grünen in Braunschweig lehnt den Verwaltungsvorschlag zur Stärkung von BS|Energy als kommunaler Energieversorger ab. Stattdessen soll die Stadt eine Gesellschaft gründen, an der sich auch Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Dies gaben die Grünen in einer Stellungnahme bekannt.

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Das vorgestellte Konzept zwischen BS|Energy und der Stadtverwaltung würde keinerlei substanzielle Verbesserungen für den Einfluss der Stadt auf den Konzern beinhalten, teilte Ursula Derwein, Vorstandssprecherin Bündnis 90/Die Grünen Braunschweig, mit. 

Die Verwaltungsvorlage zeige, dass Juristen und Finanzmenschen viel Zeit in die Abwägung der möglichen Strategien aus ihrer Sicht gelegt haben. Die energiestrategische Expertise fehle. Das Festhalten an einem zentralen Heizkraftwerk sowie einem Fernwärmenetz sei falsch. Die Zukunft der kommunalen Energieversorgung sei dezentral und auf Basis erneuerbarer Energiequellen organisiert, so die Grünen. 

„Der Kohleausstieg muss ohnehin erfolgen, weil das Heizkraftwerk Mitte technisch und wirtschaftlich marode ist. Investitionen in Maßnahmen wie Digitalisierung, E-Tankstellen und Breitbandausbau beinhalten kein wirtschaftliches Risiko und können auch von anderen Unternehmen geleistet werden. Wir Grüne wünschen uns einen kommunal geführten Energieversorger, der Erfahrung im Aufbau dezentraler Energieversorgung hat. Deshalb befürworten wir das im Gutachten von Rödel und Partner dargestellte „Modell 3″. Die Stadt Braunschweig soll eine neue Gesellschaft gründen, an der sie mehr als 50 Prozent der Anteile hält. An diesem Unternehmen könnten sich auch Bürgerinnen und Bürger beteiligen und somit an Entscheidungen und Wertschöpfung partizipieren. Dieses Unternehmen soll sich ebenfalls um die Netzkonzessionen bewerben. Sofern es den Zuschlag für die Netze erhält, garantiert das Gewinne für die Stadt Braunschweig von über 50 Prozent. Das neue Unternehmen soll dann nach unserer Vorstellung auch eine Sparte zur kommunalen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien aufbauen“, teilte Derwein mit. 

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