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15. Januar 2016
Gleichstellung: Barrieren sollen abgebaut werden

Barriere Rathaustreppe. Symbolfoto: Sina Rühland
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Braunschweig. Einfache Sprache statt schwere, keine räumlichen Hürden mehr: die Bundesregierung will Barrieren für Menschen mit körperlichen und geistigen Handicaps abbauen. Die gesetzlichen Neuerungen sollen die gleichberechtigte Teilhabe der bundesweit rund zehn Millionen Menschen am gesellschaftlichen Leben in Deutschland weiter voranbringen.


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Dazu erklärt die Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Dr. Carola Reimann: „Ich freue mich, dass durch die Gesetzesreform endlich klargestellt wird, dass Behinderungen nicht per se einer Person anhaften, sondern oft erst durch Barrieren in der Umwelt entstehen. Folgerichtig zielt das neue BGG vor allem darauf ab, bauliche und kommunikative Barrieren innerhalb der Bundesverwaltung zu beseitigen.“ Durch die Reform werde die Vielfalt der Kommunikationsformen gestärkt, die Menschen mit Behinderungen nutzten. „Eine große Errungenschaft ist der Rechtsanspruch auf ,Leichte Sprache‘ und verständliche Information, der insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten zugutekommt“, betont die Braunschweiger Bundestagsabgeordnete.

Barrieren im baulichen Bereich sollen zukünftig nun auch in Bestandsbauten angegangen werden. Dabei werde eine neu einzurichtende Bundesfachstelle für Barrierefreiheit die Verwaltung, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft bei Fragen zum Abbau von Barrieren beraten und unterstützen. Nicht zu baulichen Veränderungen verpflichtet sind etwa Arztpraxen, Geschäfte oder Restaurants – wer dort die Stufen nicht meistern kann, muss auch weiterhin draußen bleiben.


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