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Hagenmarkt: Neue Bäume oder komplette Umgestaltung?

13. Oktober 2017 von
Nach dem Sturm herrscht eine bessere Sicht auf Heinrichsbrunnen und Katharinenkirche. Fotos und Podcast: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Der Sturm vor einer Woche wütete am Hagenmarkt besonders heftig. Viele Bäume wurden entwurzelt oder mussten anschließend aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Aber wie geht es jetzt weiter? Wird wieder aufgeforstet oder bekommt der Platz ein komplett neues Gesicht, möglicherweise ganz ohne Bäume? regionalHeute.de fragte nach.

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Für die BIBS ist die Sache klar: Die Bäume müssen zeitnah ersetzt werden. In einer Pressemitteilung erklärt BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum: „Wir fordern die Verwaltung auf, die umgestürzten Bäume am Hagenmarkt umgehend zu ersetzen. Möglichen Überlegungen, nun auch die vom Orkan Xavier verschonten Bäume zu fällen, ist eine Absage zu erteilen. Die Stadt hat in letzter Zeit sehr viele Baumfällungen in die Wege geleitet. Deswegen ist der Erhalt von Grünflächen in der Innenstadt umso wichtiger geworden. Überlegungen und Planungen, die einen geringeren Baumbestand als vorher zur Folge hätten, lehnen wir ab.“

Die Folgen des Sturms sind am Hagenmarkt noch deutlich zu sehen.

Auch die Fraktion der Grünen im Stadtrat beschäftigt die Sturmschäden beziehungsweise die Neugestaltung des Hagenmarktes. Für die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 24. Oktober haben sie eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung eingereicht. Darin heißt es unter anderem:

(…) In der aktuellen Citymarketingkampagne „Ist schön. Wird schön“ der Braunschweig Stadtmarketing GmbH spielt der Hagenmarkt lediglich eine untergeordnete Rolle. Konkrete Pläne der Stadtverwaltung zur Umgestaltung des Hagenmarktes sind bislang nicht bekannt. Allerdings hat der Fachbereich 61 (Stadtplanung und Umweltschutz) im September 2013 eine Städtebauliche Studie zum Plangebiet „Hagen“ (Büro Grundmann) vorgelegt, die auch einige Aussagen zum Hagenmarkt enthält, unter anderem folgende Fragestellung (S. 67): „Für die zukünftige Funktion und Gestaltung des Hagenmarktes ist eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen: Erhalt eines grünen Stadtplatzes ohne historischen Hintergrund oder Rückkehr zu einem baulich geprägten Stadtplatz nach historischem Vorbild.“

Aufgrund der massiven Sturmschäden ist es nun sinnvoll und notwendig, diese Fragestellung zu beantworten und eine Grundsatzentscheidung zur künftigen Gestaltung des Hagenmarktes zu treffen, die bei allen möglichen Varianten des Stadtbahnausbaus beziehungsweise der Linienführung Bestand hat. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, den Hagenmarkt gestalterisch zum attraktiven Aufenthaltsort aufzuwerten?

2. Welche Bepflanzung wäre sinnvoll, um Sturmschäden wie die vom 5. Oktober 2017 künftig zu vermeiden?

3. Wie könnten der Heinrichsbrunnen und die Katharinenkirche städtebaulich besser zur Geltung gebracht werden?

Die Beseitigung der Schäden ist noch im Gange.

Doch was denken die Braunschweigerinnen und Braunschweiger selbst? Soll der Baumbestand schnellstmöglich ersetzt werden oder hat auch ein lichterer Hagenmarkt seinen Reiz? Kommt auch ein komplett umgestalteter Platz ohne Grün in Frage? In unserer Umfrage gingen die Meinungen weit auseinander.

Das sagen die Bürger:

Eckhardt würde einige Bäume als Schattenspender behalten wollen.

Dietmar befürwortetet den besseren Blick auf Heinrichsbrunnen und Katharinenkirche.

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