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HBK-Streit: Präsidentin Ohlraun lädt zu klärenden Gesprächen

10. November 2017 von
Im Streit um die Öffnungszeiten an der HBK lädt Präsidentin Vanessa Ohlraun (rechts) heute zu weiteren Gesprächen. Foto: Nick Wenkel/HBK
Braunschweig. Nachdem Studenten, Lehrkräfte und Mitarbeiter der HBK jüngst in einer Protestkundgebung ihren Ärger über die Missstände an der Hochschule klar machten, kommt nun wieder Bewegung in den Konflikt: Präsidentin Vanessa Ohlraun lädt am heutigen Freitag zu einem Gespräch mit dem Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) und Studierendenparlament (StuPa) ein.

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In einer offiziellen Mitteilung auf der Homepage der HBK wird zunächst darauf verwiesen, dass die Präsidentin bereits einen Prozess intensiver Gespräche zum Thema Öffnungs- und Nutzungszeiten an der Hochschule eingeleitet habe. Damit setze sie den Austausch, den sie seit Februar dieses Jahres mit den Studierenden, Professoren und Mitarbeitern der HBK Braunschweig über die Hausordnung hat, fort. Zu den neu geregelten Nutzungszeiten wird wie folgt Stellung genommen: „In der Vergangenheit wurden großzügig Ausnahmegenehmigungen erteilt, ohne dass die Frage nach Verantwortlichkeiten und dem Einhalten von Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften geklärt wurde. Die Situation war nicht mehr tragbar, da es insbesondere im Gebäude in der Blumenstraße zu zahlreichen Vorfällen von Sachbeschädigung, durch Brandlasten versperrte Fluchtwege und Lärmbelästigung kam. Um ihrer Verkehrssicherheitspflicht und Fürsorgepflicht für die Studierenden und Mitarbeiter der Hochschule gerecht zu werden, musste die Hochschulleitung die Umsetzung der geltenden Regeln vornehmen.“

Vorfälle ereigneten sich weiterhin

Vanessa Ohlraun. Foto: HBK

Zudem wurden laut HBK-Mittelung bereits im vergangenen Semester Lösungen zur Erweiterung der Nutzungszeiten erprobt und das Arbeiten in den Ateliers bis 24 Uhr, auch am Wochenende, ermöglicht. Leider habe die Anzahl der oben genannten Vorfälle nicht abgenommen, sodass die Präsidentin nach eingehender Beratung zu dem Ergebnis gekommen sei, dass man ab Oktober zu den ursprünglichen Öffnungszeiten zurückkehren müsse, bis neue Lösungen gefunden werden. Auch habe die Präsidentin in einem Gespräch mit dem AStA am 11. Juli erklärt, dass sie das Wintersemester benötige, um im Gespräch mit den Studierenden, den Professoren und Mitarbeitern der HBK Braunschweig langfristige, tragfähige Lösungen zur Flexibilisierung der Öffnungs- und Nutzungszeiten für alle Studierende der Hochschule erarbeiten zu können. Dieser Prozess sei seit mehreren Wochen im Gang, Gespräche mit verschiedenen Mitgliedern der Hochschule hätten bereits begonnen, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Angebot für Zwischenlösung steht noch

Inzwischen hat die Präsidentin den Strafantrag vom 17. Oktober bezüglich des Hausfriedensbruch durch Studierende der HBK Braunschweig in der Blumenstraße 36 zurückgenommen (regionalHeute.de berichtete). Die weiteren Punkte ihres Angebots an die Studierenden vom 26. Oktober stünden immer noch: Eine Zwischenlösung, bei der Studierende der HBK in der Blumenstraße bis 24 Uhr, auch am Wochenende, arbeiten können (wie bereits am 18. Oktober von der Fachkommission Freie Kunst vorgeschlagen und vom Präsidium begrüßt), und einen runden Tisch zur Diskussion einer konstruktiven zukünftigen Zusammenarbeit an der HBK Braunschweig.

„Muss möglich sein, nachts und am Wochenende zu arbeiten“

Das heutige Gespräch solle dazu dienen, „Fragen zu meinem Angebot zu klären und gemeinsam einen Schritt weiter zu kommen“, so Vanessa Ohlraun. Zu den grundsätzlichen Studienbedingungen für freie Künstler an einer Kunsthochschule äußert sich die Präsidentin  wie folgt: „Selbstverständlich muss es auch mal möglich sein, nachts oder am Wochenende zu arbeiten, das gehört zum Studium an einer Kunsthochschule dazu. Wir möchten unsere Studierenden auf die professionelle Praxis als Künstlerin oder Künstler vorbereiten. Das beinhaltet auch, dass man lernt, verantwortungsvoll und selbstständig unter Berücksichtigung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen im Atelier zu arbeiten.“

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