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Hier könnten die „Radautobahnen“ verlaufen

6. September 2017 von
Kommen bald die Rad-Autobahnen? Pläne für die Umsetzung gibt es jedenfalls schon. Symbolfoto: Alexander Panknin
Braunschweig. Am Dienstag wurden beim Regionalverband die Gutachten zum Radschnellweg vorgestellt, der Braunschweig und Wolfsburg verbinden soll. In kurzen Steckbriefen zeigt regionalHeute.de Details zu den einzelnen Strecken.

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Detlef Tanke und Hennig Brandes vom Regionalverband, die Oberbürgermeister aus Braunschweig und Wolfsburg, Ulrich Markurth und Klaus Mohrs, sowie Manfred Günterberg von der Allianz für die Region GmbH stellten die Gutachten vor und erläuterten das Projekt. Für das gesamte Verbandsgebiet des Regionalverbandes haben sich drei Strecken ergeben, die, sollten sie alle realisiert werden, jährlich rund 9.000 Tonnen CO2-Aussstoss einsparen. Die Strecken sollen zwischen Braunschweig und Wolfsburg, von Braunschweig nach Vechelde und von Braunschweig nach Salzgitter-Thiede verlaufen. regional heute.de wirft einmal einen Blick auf jede einzelne Trasse und auf den Maßnahmenplan den Projekts.

Detlef Tanke, Hennig Brandes, Ulrich Markurth, Klaus Mohrs und Manfred Günterberg stellten die Gutachten zu den geplanten E-Radschnellwegen vor.

Trasse Braunschweig – Wolfsburg

Streckenlänge: 24,8 Kilometer
Umwegefaktor: 1,19 (Netzlänge/Luftlinie)
Führungsformen: 12,9 Kilometer selbstständig geführt, 7,1 Kilometer Hauptverkehrsstraßen geführt, 4,8 Kilometer auf Nebenstraßen geführt
Standardeinhaltung:  Zielstandard auf 92 Prozent der Strecke machbar
Umfeld:Wohngebiete, Gewerbe, Felder/Wald
Zeitverlust an Knoten: 10 Sekunden/Kilometer
Anzahl der Maßnahmen: 47 Maßnahmen an Strecken | 47 Maßnahmen an Knoten
Kosten: 18,6 Millionen Euro (0,747 Millionen Euro pro Kilometer)

Die E-Radschnellverbindung Braunschweig – Lehre – Wolfsburg umfasst insgesamt 94 Maßnahmen. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die ganz unterschiedlichen finanziellen Aufwand erfordern: Sie reichen vom Einrichten einer Fahrradstraße bis zur Errichtung zwei neuer Brücken. Die geschätzten Kosten für alle Maßnahmen der Radschnellwegtrasse Braunschweig – Wolfsburg betragen laut Aussage des Gutachters rund 18,6 Millionen Euro, welche sich annähernd gleich auf die beteiligten Gebietskörperschaften verteilen. Der durchschnittliche Kostensatz pro Kilometer beträgt 0,747 Millionen Euro, wobei die Werte in Braunschweig und Wolfsburg mit den kostenintensiveren Maßnahmen deutlich darüber liegen. Rund 45 Prozent, 8,2 Millionen Euro, der Gesamtkosten der E- Radschnellverbindung Braunschweig-Wolfsburg entfallen auf den Wegebau und die Ausstattung der Wege Weitere 22 Prozent sind erforderlich, um neue Brücken zu errichten oder vorhandene Ingenieurbauwerke zu verbessern. Ein weiteres Drittel der Gesamtkosten werden die weitere Planung sowie die Steuern und die Kosten für Ausgleich und Grunderwerb darstellen.

Trasse Braunschweig – Salzgitter-Thiede

Streckenlänge: 11,2 Kilometer
Umwegefaktor: 1,24 Kilometer Netzlänge/Luftlinie
Führungsformen: 4,7 Kilometer selbstständig geführt, 3 Kilometer an Hauptverkehrsstraßen geführt , 3,5 Kilometer auf Nebenstraßen geführt
Standardeinhaltung: Zielstandard Radschnellverbindung auf 98 Prozent der Strecke machbar
Umfeld: Wohngebiete, Gewerbe, Park, Felder
Zeitverlust an Knoten: 11,6 Sekunden/Kilometer
Anzahl der Maßnahmen: 27 Maßnahmen an Strecken | 19 Maßnahmen an Knoten 
Kosten: 8,13 Millionen Euro (0,59 Millionen Euro pro Kilometer

Die 46 Maßnahmen, welche für die Inwertsetzung der E-Radschnellverbindung Braunschweig – Salzgitter-Thiede erforderlich sind, belaufen sich laut Gutachter auf Gesamtkosten von 8,13 Millionen Euro, wovon etwa zwei Drittel auf das Braunschweiger Stadtgebiet entfallen. Die durchschnittlichen Kosten pro Kilometer liegen bei 0,728 Millionen Euro, wobei der Kilometersatz auf beiden Stadtgebieten nah an diesem Durchschnitt liegt. Die Zusammensetzung weist eine Ähnlichkeit zur Trasse Braunschweig – Vechelde auf, auch hier hat der Gutachter ermittelt, dass zwei Drittel der Gesamtkosten auf den Wegebau und die Ausstattung der Wege, ein weiteres Viertel der Kosten fallen auf die Zahlung von Steuern und Planungskosten entfallen. Rund 900.000 Euro hat der Gutachter für Ausgleichsmaßnahmen und den Grunderwerb bilanziert (11 Prozent).

Trasse Braunschweig – Vechelde

Streckenlänge: 9,4 Kilometer
Umwegefaktor: 1,11 Netzlänge/Luftlinie
Führungsformen: 1,5 Kilometer selbstständig geführt, 5,2 Kilometer an Hauptverkehrsstraßen geführt , 2,6 Kilometer auf Nebenstraßen geführt 
Standardeinhaltung:Zielstandard Radschnellverbindung auf 94 Prozent der Strecke machbar
Umfeld: Wohngebiete, Gewerbe, Kleingärten, Park, Felder
Zeitverlust an Knoten: 9 Sekunden/Kilometer
Anzahl der Maßnahmen: 20 Maßnahmen an Strecken  / 22 Maßnahmen an Knoten
Kosten: 5,51 Millionen Euro  (0,589 Millionen Euro pro Kilometer)

Die e-Radschnellverbindung Braunschweig – Vechelde umfasst insgesamt 42 Einzelmaßnahmen – zum Beispiel Bau einer Brücke, Verbreiterung eines bestehenden Radweges etc. und beläuft sich nach Aussage der Gutachter auf Gesamtkosten von 5,5 Millionen Euro. Etwa 55 Prozent der Gesamtkosten entfallen auf das Gebiet der Gemeinde Vechelde, da dieser Abschnitt im Wesentlichen von umfangreichen Ausbaumaßnahmen geprägt wird. In Braunschweig kann ein wesentlicher Teil mit der Einrichtung von Fahrradstraßen hergestellt werden, nur auf dem Abschnitt durch den Westpark ist ein Neubau erforderlich. Dies zeigt sich auch in den spezifischen Kosten: Liegen die Kosten pro Kilometer für die Gesamttrasse bei 0,589 Millionen. Euro, so überschreitet der Kilometersatz für Vechelde diesen Wert um 0,149 Millionen Euro.

Etwa zwei Drittel der Gesamtkosten der e-Radschnellverbindung Braunschweig – Vechelde entfallen auf den Wegebau und die Ausstattung der Wege (3,6 Millionen). Rund 1,5 Mio. Euro fallen für Planungskosten und Steuern an (27 Prozent der Gesamtkosten). Weitere 500.000 Euro entfallen auf die Zahlung von Grunderwerb und Ausgleichkosten. Neue Ingenieurbauwerke wie Brücken sind entlang dieser Trasse nicht geplant.

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