Anzeige

HIV und Frauen: AIDS-Hilfe informiert zum Frauentag

8. März 2017 von
Kerstin Göllner berät Frauen am Stand der Braunschweiger AIDS-Hilfe. Foto: Alexander Panknin
Anzeige
Braunschweig. Die AIDS-Hilfe e.V. informiert zum heutigen internationalen Frauentag an ihrem Infostand in der Burgpassage über das Thema "HIV und Frauen".

Anzeige

HIV und Aids seien auch Themen für Frauen, berichtet Kerstin Göllner, Sozialarbeiterin und -pädagogin bei der Braunschweiger AIDS-Hilfe. Immerhin seien rund 20 Prozent von den 85.000 HIV infizierten Menschen in Deutschland (Stand Ende 2016) weiblich. Jährlich kämen circa 3.300 neuinfizierte Menschen hinzu, davon 560 Frauen.

Dies sei Grund genug, anlässlich des internationalen Frauentages auf die Gefahren einer Infektion hinzuweisen und insbesondere Frauen für das Thema zu sensibilisieren. Frauen würden innerhalb der Randgruppe von HIV-Betroffenen selbst eine eigene Randgruppe bilden und benötigten einen besonderen Raum für ihre spezifischen Fragen und Ängste. Ein Gespräch unter Frauen könne hier sehr hilfreich sein, Unklarheiten zu beseitigen, Ängste abzubauen und letztlich Lösungswege zu finden.

Am Stand des AIDS-Hilfe e.V. mit Kerstin Göllner (Podcast: Alexander Panknin):

Das Kondom für die Frau

Kerstin Göllner präsentiert das Femidom. Foto: Alexander Panknin

Neben der üblichen Aufklärung zu HIV relevanten Themen, präsentierte Kerstin Göllner heute auch noch eine alternative Verhütungsmethode. Das „Femidom“ sei das Kondom für die Frau. Selbstbestimmt und unabhängig vom Mann hätten Frauen damit die Möglichkeit, sich vor einer Infektion zu schützen. Das Femidom würde, ähnlich eines Scheidenpessars, in die Frau eingeführt werden und sei ein zuverlässiges Verhütungsmittel. Es könne bequem bis zu acht Stunden vor dem Verkehr eingesetzt werden und erspare dem Paar somit auch das Anlegen eines Kondomes direkt vor dem Liebesakt. Das Femidom ist keine neue Erfindung, bereits seit den Neunzigern sei es im Umlauf, hierzulande aber nicht sehr bekannt. Das soll sich nun ändern, in anderen Teilen der Welt sei es heute schon ein sehr weit verbreiteter Schutz für die Frau.

 

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006