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Informationsabend klärte Eltern über St. Leonhard auf

18. März 2017
Beispiel eines von Kindern gestalteten Bauzauns. Foto: Richard Borek Stiftung
Braunschweig. Fragen besorgter Eltern rund um das Bauprojekt „Quartier St. Leonhard“ haben Architekt Stefan Drees (Feddersen Architekten) und Ursula Hellert, Gesamtleiterin des CJD Braunschweig, während eines Elternabends in der Hans Georg-Karg-Schule am Mittwoch beantwortet.

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Hellert und Drees erläuterten, dass die Bauausführungen von Mitte 2017 zwei Jahre lang bis Mitte 2019 dauern werden und es dank eines umfassenden Präventionsplans keine unzumutbaren Zustände für die Schülerinnen und Schüler geben wird. Unter anderem soll dafür ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator eingebunden werden.

Schutzmaßnahmen gegen Schmutz und Lärm

Geplant sind eine Reihe von wirkungsvollen Schutzmaßnahmen gegen Schmutz, Staub, Lärm und Gefahrensituationen. Die Sicherheit wird ein 2,50 Meter hoher Bauzaun gewährleisten. Die Schülerinnen und Schüler dürfen ihn frei nach ihren Vorstellungen gestalten. Darüber hinaus wird es Sichtfenster aus Plexiglas geben, so dass alle Bautätigkeiten transparent verfolgt werden können. Dazu wird der Arbeitsbereich der Kräne begrenzt. Es werden keine Lasten über den Schulhof geschwenkt.
Gegen Schmutz und Staub werden unter anderem großflächige Gerüsteinhausungen, Staubbindung durch Wasser und der Einsatz möglichst emissionsarmer und gering staubfreisetzender Arbeitsgeräte sorgen. Gegen Lärm werden Schallquellen wie zum Beispiel Kreissägen geräuschmildernd eingehaust. Zusätzlich werden die Pausenzeiten eingehalten. Sollte es zusammenhängende Prüfungszeiträume geben, kann bei rechtzeitiger Absprache sogar die Arbeitsplanung und damit auch die Lärmentwicklung gesteuert werden.

Direkter Kontakt zwischen Schul- und Bauleitung

Dazu wird ein direkter Kontakt zwischen der Schulleitung und der Bauleitung geschaffen. Selbst an einen Evakuierungsplan im Falle eines Bombenfundes bei der Baufeldvorbereitung ist gedacht. Alle Schüler sind darin trainiert, wie sie sich auf Anweisung in der Gefahrensituation zu verhalten haben. Bei der letzten Feuerschutzübung belief sich die Zeit zwischen dem Alarm und der kompletten Sammlung draußen auf genau drei Minuten.

Das lange vernachlässigte Quartier St. Leonhard soll zu einem sozialen und architektonischen Leuchtturmprojekt für Braunschweig werden. Die Richard Borek Stiftung will dort ein integratives Stadtviertel realisieren, in dem Menschen generationsübergreifend eine unterstützende Nachbarschaft finden, in der sie wohnen, arbeiten und lernen können – auch wenn sie mit Einschränkungen leben. Das Investitionsvolumen beträgt 35 Millionen Euro. Die Bauplanung der Feddersen Architekten (Berlin) und die Nutzungskonzepte des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD) Braunschweig, der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (ESN) und der Borek Immobilien GmbH (BI) sind in enger Abstimmung mit der Stadt Braunschweig entstanden.

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