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Jobcenter will 2018 auf noch mehr Beratungsqualität setzen

14. Februar 2018 von
Das Jobcenter Braunschweig zog eine Jahresbilanz und wagte einen Blick in das neue Jahr. Jörg Hornburg, Geschäftsführer des Jobcenters Braunschweig und Katrin Miehe-Scholz, Bereichsleiterin Markt und Integration, stellten die Bilanz vor. Fotos: Anke Donner
Braunschweig. Im Jahr 2017 konnte das Jobcenter Braunschweig an die sehr guten Vorjahresergebnisse anknüpfen und diese sogar noch weiter verbessern. Dies berichtete Jörg Hornburg, Geschäftsführer des Jobcenters Braunschweig, am Mittwoch während eines Pressegesprächs.

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Aufgrund der guten Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region sank die Arbeitslosenquote für den SGB II-Bereich im Dezember 2017 mit 3,6 Prozent auf einen historischen Tiefstand, so Hornburg. Die Arbeitslosenquote in Braunschweig für beide Rechtskreise zusammen lag im Dezember bei 5,3 Prozent und somit im Vergleich sogar unter dem Landesschnitt. Insgesamt konnte die Zahl der Arbeitslosen seit Jahresbeginn um rund zehn Prozent von 5.560 auf 5.002 reduziert werden. „2017 war ein erfolgreiches und spannendes Jahr. Wir haben alle unsere Ziele erreicht“, so Hornburg zufrieden. 

Die positive Entwicklung der Konjunktur habe auch im Jahr 2017 zu einem erneuten Absinken der Bedarfsgemeinschaften geführt, deren Zahl im Dezember um 422 unter den Vorjahreszahlen lag. Die Integrationsquote des Jobcenters konnte im Vergleich zum vergangenen Jahr um zehn Prozent gesteigert werden und lag Ende des Jahres bei 23,9 Prozent. 

Jörg Hornburg stellte die Zahlen des Jahres 2017 vor.

Die Flüchtlingssituation wird langfristig über das Jahr 2017 hinaus spürbare Auswirkungen auf das Jobcenter Braunschweig haben. Im Verlauf des Jahres sei es zu einem erwarteten Zuwachs von knapp 630 Geflüchteten gekommen. Dieser Trend würde auch weiter anhalten. Daher rechne das Jobcenter im Jahr 2018 mit einem Zugang von etwa 600 Geflüchteten. „Im Schnitt kommen pro Monat etwa 50 Geflüchtete ins Jobcenter. Dabei muss man aber auch bedenken, dass viele aus anderen Kommunen kommen“, erklärt Jörg Hornburg. 

Beratungsstelle soll optimiert werden

Die Beratungsstelle soll optimiert werden. Kunden soll an der Infothek noch schneller der richtige Ansprechpartner vermittelt werden.

Zu den Hauptzielen des Jobcenters Braunschweig wird im Jahr 2018 die Ausweitung der Beratungstätigkeit und somit die Optimierung der Beratungsqualität zählen. Nach dem Motto „Gefragt, Gesagt, Geholfen“ wird die Qualifizierung aller Mitarbeiter des Leitungsbereichs zum Thema „Leistungsrechtliche Beratung“ erfolgen. Die Qualifizierungsreihe soll die Prozess- und Ergebnisqualität des Jobcenters Braunschweig steigern und das Vertrauen der Kunden in eine ordnungsgemäße Leistungsgewährung unterstützen. „Hier wollen wir im kommenden Jahr den Fokus legen. Wir wollen noch gründlicher, besser und intensiver beraten. Das tun wir ohnehin schon, aber wir wollen hier noch besser werden. Wir möchten erreichen, dass sich die Kunden verstanden und gut beraten fühlen und bestenfalls die Probleme gelöst werden. Dazu gehört auch, die Zahl Widersprüche zu senken. Diese Zahl ist bereits gesunken. Wir haben im Vergleich zu früher schon jetzt 100 Widersprüche weniger im Monat „, versichert Geschäftsführer Hornburg. Zudem soll es eine Optimierung der Kundensteuerung im Bestandskundenbereich geben. Auch das Online-Angebot soll ausgebaut werden. Hier soll es zukünftig möglich sein, Sachstände abzufragen, Termine vorzumerken und Anträge auszufüllen.

Infolge des stetigen und deutlichen Ausbaus der Leistungsbezieher und des sich analog dazu reduzierenden Gesamtbudgets für die aktive Umsetzung der Arbeitsmarktpolitik vor Ort, wirken die Rahmenbedingungen im Jobcenter Braunschweig zunehmend erschwerend. Die Arbeit mit den Kunden im Bestandsbereich erfordere daher neue Wege und neue Ansätze, um eines der Top-Themen für 2018 zielführend zu bearbeiten: Den Abbau von Langzeitleistungsbeziehern und die Stärkung deren Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt. 

Das Jobcenter Braunschweig hat sehr gute Erfahrungen mit den im Neukundenprozess implementierten Jobfabriken gesammelt und wird daher im Rahmen eines Pilotprojektes im Jahr 2018 eine Werakademie für Bestandskunden mit dem Namen „Jobschmiede“ einrichten.

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