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Kampf dem „Salamanderfresser-Pilz“ – TU-Forscher mit dabei

5. Januar 2018
Der Feuersalamander ist durch den Bsal-Pilz gefährdet. Foto: BfN/Timm Reinhardt
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Bonn. Die Ausbreitung des „Salamanderfresser-Pilzes“ Bsal in Deutschland wird in einem Verbundprojekt erforscht. Zugleich werden auch Maßnahmen zur Eindämmung erarbeitet. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das gemeinsame Vorhaben der Universitäten Braunschweig und Trier sowie der Biologischen Stationen der Städteregion Aachen und des Kreises Düren.

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Wie das BfN mitteilt, wurde nach Massensterben bei Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien Bsal mittlerweile auch bei Feuersalamandern und Molchen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Die Abkürzung „Bsal“ steht dabei für den wissenschaftlichen Namen des Erregers Batrachochytrium salamandrivorans. Dieser als „Salamanderfresser“ bekannte Hautpilz wurde erst vor wenigen Jahren an Feuersalamandern in der niederländischen Region Zuid Limburg, nahe der deutschen Grenze entdeckt. Diese Art ist besonders anfällig für Bsal und die Infektion führt binnen weniger Tage zum Tod der befallenen Tiere.

Gesamtes Ökosystem gefährdet

„Das neue Projekt ist aus mehrfacher Hinsicht ein besonders wichtiges“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Denn der Feuersalamander ist eine Art, für die wir in Deutschland eine besondere nationale Verantwortung haben. Außerdem gefährdet ein Ausbreiten des Pilzes in Deutschland nicht nur den Feuersalamander, sondern der Pilz infiziert auch andere Salamander- und Molcharten. Solche Arten spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen. Somit könnte durch Bsal die grundlegende Funktionsfähigkeit ganzer Ökosysteme beeinträchtigt werden.“

Daher fördert das BfN zur Erforschung der Ausbreitung und der langfristigen Folgen von Bsal oben genanntes Verbundprojekt mit Beteiligung der TU Braunschweig. Ziel des Projektes ist es, zu bestimmen wie, wo und wie schnell sich Bsal bei Salamandern im Freiland ausbreitet, um seine Auswirkungen abzuschätzen. Zudem sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um eine weitere Verbreitung des Erregers in wildlebenden Beständen von Amphibien zu verhindern.

Bundesweites Management ermöglichen

In dem Vorhaben werden Larven und ausgewachsene Tiere von bereits mit Bsal infizierten wie auch bisher Bsal-freien Salamandern und Molchen detailliert überwacht und deren Bestandsentwicklung beobachtet. Im Vordergrund steht dabei der Feuersalamander. Mittels molekularbiologischen Methoden werden die Tiere gezielt auf Bsal untersucht, um konkrete und detaillierte Informationen über das derzeitige Vorkommen des Pilzes zu erhalten. Weiterhin werden potentielle Funde und Meldungen von infizierten Salamandern umgehend überprüft. Die Erkenntnisse sollen ein bundesweites Management im Umgang mit Bsal und seine Eindämmung ermöglichen. Dies schließt eine enge Kooperation mit den Kreis- und Landesbehörden ein und soll konkrete Handlungsempfehlungen für Behörden, Institutionen und Verbände, die mit dem Artenschutz befasst sind, entwickeln.

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