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Keine Eintracht mit Nazis: Vierter Aktionstag

18. Juni 2015
Symbolbild: Balder

Braunschweig. Die Ultras Braunschweig veranstalten am Samstag, den 20. Juni 2015 ab 10.00 Uhr ein antifaschistisches Fußballturnier im Georg-Weber-Stadion des VfB Rot-Weiß Braunschweig mit 26 teilnehmenden Teams, um weiter für einen diskriminierungsfreien Raum im und um das Braunschweiger Eintracht-Stadion zu werben.


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Unterstützt werden sie dabei vom VfB Rot-Weiß Braunschweig, dem AStA der TU Braunschweig, der Initiative gegen rechte (Hooligan-) Strukturen, der DGB-Jugend und den Falken. Erwartet werden wie die letzten Jahre über 350 Besucherinnen und Besucher.

Die Stellungnahme der Ultras im Wortlaut:

„Die Darstellung des Fußballstadions als unpolitischer Raum trifft in der Gesellschaft und in den meisten Fanszenen auf große Akzeptanz – in der Realität führt es aber dazu, dass Nazis und rechte Hooligans sich ungestört bewegen und agieren können. Dabei treten diese nicht immer wie in vergangenen Zeiten offen mit diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung, sondern beanspruchen im Hintergrund ein Gewaltmonopol. Ihnen ist es dabei einfach nur wichtig „dabei zu sein2 und so nach und nach weitere Leute für ihre Ideologie zu rekrutieren. Doch überall wo Nazis versuchen sich breit zu machen muss klar sein: Nazis raus!

Auch in Braunschweig sind rechte Hooligans in der Vergangenheit immer wieder durch Einschüchterungsversuche und teils gewalttätige Übergriffe auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen oder sich gegen rechte Strukturen engagieren, aufgefallen. In Erinnerung blieb insbesondere der Angriff auf unsere Gruppe im September 2013 beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach durch rechte Hooligans und der damit verbunden mediale Aufschrei. Die Folge waren nicht etwa Stadionverbote für die attackierenden Gruppen, sondern ein Gruppenverbot für die angegriffenen Ultras Braunschweig. Auch wenn das Gruppenverbot derzeit noch Bestand hat, bei Eintracht Braunschweig hat sich seit dem viel getan und ein neuer Weg wurde eingeschlagen. Der Aktionstag steht für eine klare Botschaft und soll darüber hinaus die Vernetzung vieler regionaler und bundesweiter (Fan-)Initiativen, Gruppen, Organisationen und Verbände ermöglichen, welche sich im Stadion und darüber hinaus antifaschistisch engagieren.

Keine Eintracht mit Nazis

Wir wollen eine Fankultur mit einem antifaschistischen Grundkonsens – ohne Nazis, rechte Hooligans oder jeden diskriminierenden Mist! Verbringt gemeinsam mit uns den Tag bei lockerem Fußball, Informationsveranstaltungen und -ständen und leckerem Essen. Zudem wird es anlässlich des Weltflüchtlingstags um 13.00Uhr ein Vortrag und Gespräch mit einer Betroffenen zum Thema „Geflüchtete in Deutschland“ geben.

Im Anschluss an das Turnier findet auf dem Vorplatz der Hochschule für bildende Künste das Kinder- und Sommerfest „Summervibes“ vom Jugendring Braunschweig e.V. statt – alle Teilnehmer*innen des Turniers sind herzlich dazu aufgerufen mit uns gemeinsam dorthin zu gehen.

Kein Fußball den Faschisten!

Ultras Braunschweig im Juni 2015

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