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Ken Duken stellt seinen Thriller „Berlin Falling“ im C1 vor

17. Juli 2017
Ken Duken in dem von ihm selbst inszenierten Thriller "Berlin Falling". Foto: nfp Film
Braunschweig. Am Freitag, 21. Juli, um 20 Uhr stellt Ken Duken seinen Film "Berlin Falling" persönlich im C1 Cinema vor. In einer anschließenden Talkrunde unter anderem mit dem Braunschweiger Kripochef Ulf Küch wird es darum gehen, wie sich unsere Stadt auf terroristische Angriffe vorbereitet.

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Manchmal liegen Film und Realität quälend nah beieinander – so auch im Fall von “Berlin Falling”. Ken Duken schildert in seinem Langfilmdebüt, wie aus einem harmlos erscheinenden Anhalter ein Attentäter wird. Der Plot erinnert stark an das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016. Dieses Zusammentreffen war von Filmemacher Ken Duken keineswegs gewollt. Das Script für den Thriller wurde bereits zwei Jahre vor dem Attentat entwickelt, der Film war bereits fertiggestellt.

„Menschen sind wie Schafe“, sagt Andreas (der als Jaqen H’ghar in „Game of Thrones“ bekannt gewordene Tom Wlaschiha), „sie brauchen einen Hirten!“ Spätestens nach diesem Satz wird klar, welche Gesinnung hier den Ton angibt. Frank (Ken Duken) hat einen harmlos wirkenden Anhalter mitgenommen, nach Berlin, ein paar Tage vor Weihnachten. Er will dieses Fest mit seiner Tochter verbringen, die Exfrau ist skeptisch. Und tatsächlich hat der ehemalige Soldat und Afghanistan-Veteran ein beunruhigendes Alkoholproblem. Als er in Andreas‘ Gepäck eine Bombe sieht, eskaliert die Situation. Doch da ist der Film erst 20 Minuten alt.

Ken Duken hat sich für sein Langfilmdebüt einen harten Stoff ausgesucht. Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan, Islamisten auf Rachefeldzug und ein Rechtsradikaler, der aus diesem Szenario eine Propagandageschichte gegen Moslems machen will. In der Vielschichtigkeit des Films liegt seine Stärke, in seinen erstaunlichen Wendungen ebenso wie in der beklemmenden Inszenierung. Immer sind es extrem enge, begrenzte Orte, die Duken für seinen Thriller wählt. Und auch der Handlungszeitraum ist begrenzt. Nur wenige Stunden in den Abend hinein, und der Zuschauer sieht nur wenig Licht in der Dunkelheit. Karge Dialoge, krasse musikalische Akzente und kaum Abwechslung in der Stimmung – und doch erzählt der Film viel von Rassenhass, von menschlicher Hybris und einem völlig falsch verstandenen politischen Bewusstsein.

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