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KIM-Betriebe integrieren erfolgreich Flüchtlinge

19. März 2017
Fünf Flüchtlinge konnten bereits in KIM-Betriebe integriert werden. Symbolfoto: KIM
Braunschweig. Seit September 2016 hat Klaus-Henning Terschüren für KIM den Auftrag, Geflüchtete als Mitarbeiter der KIM Betriebe zu integrieren. Mittlerweile sind fünf Flüchtlinge erfolgreich in die Mitgliedsunternehmen als Mitarbeiter eingestellt worden.

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Hierbei handelt es sich um Mitarbeiter, die über ein Praktikum einen Einstieg gefunden haben und nun im Rahmen der Einstiegsqualifizierung mit Aussicht auf einen Ausbildungsplatz oder mit einer direkten Anstellung beschäftigt werden. Die Firma Wilhelm Ewe Armaturen beschäftigt einen Somalier als Fachlagerist in der Einstiegsqualifikation, ebenso die Firma Flexxible und die Firma Möhlenhoff. Die Firma MKN hat eine junge Syrerin als Industriekauffrau in der Einstiegsqualifikation eingestellt. Eine Festanstellung gab es auch, so hat bei der Firma Hohrenk ein Metallbauer/Schweißer seit dem 06.02.2017 seine Arbeit aufgenommen. „Wir sind total begeistert von der Zuverlässigkeit, Auffassungsgabe, Lern- und der Arbeitsqualität, die Herr Orwah Amin in unser Unternehmen einbringt“, meint Betriebsleiter Rolf Pricken. „Kulturelle Schwierigkeiten sind zum Glück ausgeblieben“ und er ist ein Mitarbeiter der „die Arbeit sieht“ und auch auf die Kollegen zugeht, so Herr Pricken weiter.

Henning Terschüren schafft es mir viel Aufwand die passenden Mitarbeiter für die KIM Mitgliedsunternehmen zu finden. Das größte Potential sieht er darin, junge Leute über kurze Praktika und Einstiegsqualifizierug (EQ) im späteren Ausbildungsbetrieb für den nächsten oder übernächsten Ausbildungsstart zu qualifizieren. Durch Besuche der vielfältigen Sprach-Lernangebote und Integrationskurse lernt er Geflüchtete kennen und vermittelt ihnen einen groben Eindruck zu den Berufsbildern. „Gute Chancen werden die Geflüchteten in den einfacheren Berufen wie z.B. Fachlagerist haben, zusätzliche Unterstützung durch z.B. ehrenamtliche Betreuer ist eine große Hilfe, die angestrebt werden sollte“, so Henning Terschüren. Von Anfang an ist ein enger Dialog mit den Berufsschulen notwendig. Seltener sind Fachkräfte, deren Qualifizierung für einen Arbeitsplatz passen, meist kommen dann noch geringe Sprachkenntnisse dazu. So hat z.B. ein Afghane mit 30-jähriger Dreherei-Erfahrung bei der Firma Achterkerke durchaus seine fachlichen Fähigkeiten bewiesen, ist jedoch aufgrund seiner zu geringen Sprachkenntnisse noch nicht als Mitarbeiter übernommen worden. „Sobald die Sprachhürde gemeistert ist, kann er aber die Stelle bei der Firma Achterkerke antreten“, so der Geschäftsführer Eugen Mosierz.

Sprache ist wichtig

Generell kann gesagt werden, dass die Deutschkenntnisse mindesten B1-Niveau, für die Ausbildung sogar über B2 sein sollten. Derzeit werden im großen Stile diese Fähigkeiten in diversen Sprachkursen vermittelt, sodass aus der Flüchtlingswelle 2015/2016 im Laufe des Jahres 20117 vermehrt Bewerber auf die Betriebe zukommen werden.
Ziel ist es, in KIM eine größere Anzahl Geflüchteter unterzubringen und dann im gemeinsamen Austausch die zu erwartenden Hürden aus sprachlichen, fachlichen und kulturellen Gründen zu meistern. KIM Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Wilhelm Ewe Armaturen GmbH, Jan-Peter Ewe, bietet seinen und den Mitarbeitern der KIM Mitgliedsunternehmen ein interkulturelles Training in einem 6-wöchigem Rhythmus an. „Nur mit Hilfe schaffen wir es, die anderen Kulturen zu verstehen und die Verhaltensweisen unseren Arbeitsbedingungen anzupassen, dafür ist ein Training unerlässlich“, so Jan-Peter Ewe.

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