Anzeige

Kita-Streik: Welche Rechte haben Eltern?

14. Mai 2015 von
Was dürfen Arbeitnehmer machen, wenn die Kita bestreikt wird und es keine Unterbringungsmöglichkeit für den Nachwuchs gibt? Symbolfoto: Robert Braumann

Anzeige

Braunschweig. Zahlreiche städtische Kitas sind seit Montag streikbedingt geschlossen. Wie lange der Streik dauern wird, ist noch völlig offen, mit einem schnellen Ende ist momentan eher nicht zu rechnen. Auch wenn viele Eltern Verständnis für die Forderungen der Erzieher zeigen, bleibt das Problem: Wohin mit dem Kind, wenn die Kita-Türen geschlossen sind?


Anzeige

Eines vorweg: Der Arbeitgeber darf nicht einfach kündigen, wenn man der Arbeit wegen einer fehlenden Kinderbetreuung fern bleibt. Wichtig: Eltern sollten den Chef so schnell wie möglich informieren und auf keinen Fall unentschuldigt der Arbeit fern bleiben. Das könnte nämlich eine Abmahnung zur Folge haben. Rechtlich gesehen muss der Arbeitgeber Eltern aufgrund des Kita-Streiks nicht von der Arbeit freistellen, auch nicht unbezahlt. Meistens findet sich im offenen Gespräch eine Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist. Vielleicht können einige Aufgaben oder Arbeiten auch von zu Hause aus erledigt werden, oder ein Elternteil kann das Kind für ein paar Stunden mit zur Arbeit nehmen. Sollten keine alternative Unterbringungsmöglichkeit gefunden werden, müssen Eltern jedoch ihrer Aufsichtspflicht nachkommen und auf ihr Kind aufpassen.

Im Gespräch mit dem Personalleiter der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg

Übrigens: Ein Erstattungsanspruch von Gebühren für den Kindergarten besteht nicht. Es handelt sich für die Betreiber der Einrichtungen praktisch um „höhere Gewalt“, zumal Streiks grundgesetzlich erlaubt sind. Wenn Kosten für einen Babysitter oder Tagesmutter anfallen, müssen die Eltern diese selbst tragen. Manchmal hilft aber auch hier einfach mal beim Betreiber nachfragen, vielleicht wird wenigstens ein Teil der Kosten erstattet.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 0531 / 362 597 03
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Naturheilpraxen Sabine Linek: 05371 - 1 88 30 Naturheilpraxen Sabine Linek: 05371 - 1 88 30
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006