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Schaukeln gut, Gestank schlecht, Wippetiere zu wenig: Kinder testeten Spielplätze

15. September 2014 von
Mary und Dylan tragen ihre Untersuchungsergebnisse im Bezirksrat vor. Foto: Christina Balder

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Weststadt. Hundekot auf dem Spielplatz und kaputte Geräte fallen auch Erwachsenen auf. Kinder, die Nutzer der Plätze, achten aber auf ganz andere Dinge. Das ist auch in der jüngsten Sitzung des Bezirksrates Weststadt deutlich geworden. Dort wurden die Ergebnisse eines Spielplatz-Tests vorgestellt. Das Fazit: Es gibt zu wenig Angebote für größere Kinder – und die Plätze privater Träger sind oft verschmutzt.


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31 Spielplätze in der Weststadt haben die jungen Experten im Rhamen des Braunschweiger Beteiligungsprogramms „BS4u“ genauer betrachtet – „einen Bruchteil der Spielplätze, die es dort gibt“, sagt Marion Düe von der Jugendförderung der Stadt Braunschweig. Immerhin: in allen fünf Vierteln der Weststadt waren die Tester unterwegs. Und ihr Urteil war unbestechlich und hart. So lautet ein Befund zum Spielplatz am Queckenberg: „Manchmal liegt da Kacke rum, es stinkt und es fehlt eine Schaukel.“

Ganz katastrophal habe aber keiner der getesteten Spielplätze abgeschnitten, resümiert Düe – man könne alle irgendwie nutzen. Es habe zwar Verschmutzungen gegeben, manchmal Scherben oder leere Alkoholflaschen, aber zum Beispiel keine benutzten Spritzen. Ein wirkliches Highlight sei der Spielplatz am Westpark und ebenfalls gut abgeschnitten haben die Anlagen an der Lechstraße, nahe der Grundschule Altmühlstraße und in der Lahnstraße.

Besonders beliebt bei den Kindern waren sogenannte Nestschaukeln, Kletternetze und ähnliches. Leider seien viele der Plätze nicht für Schulkinder, sondern für kleinere Benutzer ausgelegt, ergab die Untersuchung. „Elfjährige auf Wippetieren, das sieht schon komisch aus“, befand Düe. Dabei sei die Altersstruktur in dem Bezirk durchaus so, dass es auch ausreichend größere Kinder gebe.

Das liege wohl daran, dass Wohnbaugesellschaften verpflichtet sind, Plätze für Kleinkinder in der Nähe der Häuser vorzuhalten. So mangele es dann an adäquaten Möglichkeiten für Schulkinder. Aufgefallen ist den Testern auch, dass Plätze, die in privater Hand sind, eher in einem schlechten Zustand sind als städtische Spielplätze.

Ein schriftlicher Bericht über die Ergebnisse soll dem Weststadtplenum noch zugehen.

Beteiligt waren Kinde des Kinder- und Teenyclubs Weiße Rose, des Jugendzentrums Rotation, der Emmausgemeinde, der Grundschule Rheinring und des Treffpunkts Saalestraße.

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