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Nach Patientenansturm: Klinikum mit neuer Kurzliegerstation

2. Januar 2016
Das Klinikum Braunschweig verfügt über eine neue Kurzliegerstation. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe

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Braunschweig. Mitte November 2015 hat die neue Kurzliegerstation „KLS 48“ am Klinikum-Standort Salzdahlumer Straße ihre Arbeit aufgenommen. Zusammen mit der Zentralen Notaufnahme (ZNA) bildet sie nunmehr die Notaufnahmeklinik (NAK). „Unser erstes Resümee lautet: Das neue Konzept funktioniert bestens“, fasst Dr. Thomas Bartkiewicz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Braunschweig, zusammen.


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Die Gründung der neuen Station resultierte aus dem großen Patientenansturm, den die Zentrale Notaufnahme seit Jahren erfährt. „Das ist ein weltweites Phänomen, das auch mit dem demografischen Wandel und einer zunehmenden Multimorbidität der Bevölkerung zusammenhängt. Zudem ist bei den Menschen die Hemmschwelle gesunken, die Notaufnahmen unter Umgehung des Hausarztes oder des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes aufzusuchen“, erläutert NAK-Leiter Dr. Christoph Haedicke. Leitende Pflegefachkraft der NAK ist Stephanie Wagner. Dass sich nun auch die Praxis des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes Braunschweig in den Räumlichkeiten des Klinikums Braunschweig bei der Notaufnahme befinde, ist eine Reaktion auf diese Entwicklung. Die neue Kurzliegerstation eine weitere: „Wir mussten uns Gedanken zu den Abläufen im Klinikum machen“, berichtet Dr. Haedicke weiter. Gerade die Überleitung der Patienten nach der Akutbehandlung von der Notaufnahme in die einzelnen Kliniken könne sich schwierig gestalten.

Für Kurzzeitpatienten

Viele Patienten bräuchten nur 24 oder 48 Stunden zur Beobachtung und Behandlung bleiben und könnten dann wieder nach Hause geschickt werden – auch am Wochenende. Das sei auf den Stationen der Fachkliniken schwieriger zu handhaben. Dr. Haedicke: „Wir machen täglich zwei fachärztliche Visiten – und auch an Sonn- und Feiertagen eine.“ Die Vormittagsvisite werde auch immer zusammen mit dem Pflegeteam vollzogen. „Bei uns geschieht alles aus einer Hand mit kurzen Wegen und so gut wie keinen Informationsverlusten – unsere Arbeit ist letztlich auch eine Entlastung für die anderen Medizinischen Kliniken“, meint der Arzt. Das Resultat: „Alle sind zufrieden – wir, die Kliniken und vor allem – die Patienten.“

Erfahrungswerte hatte es im Vorfeld kaum gegeben. Darum standen Informationsfahrten in einige der wenigen Krankenhäuser mit Kurzliegerstationen wie in Hamburg und Fürth auf dem Plan. „Wir haben jetzt mit 23 Betten angefangen“, erläutert Dr. Haedicke. 2016 solle bei Bedarf die Bettenanzahl und das Personal „nachgeregelt“ werden. Alle Planungen und Umsetzungen erfolgen bereits in enger Abstimmung mit der Klinik für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie. Denn diese wird im Zuge des Zwei- Standorte-Konzeptes in absehbarer Zukunft die Zentrale Notaufnahme an der Salzdahlumer Straße komplettieren.

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