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Kopfschuss im Bebelhof – ein mysteriöser Fall

11. September 2015 von
Die Beamten gingen von Tür zu Tür und befragen die Bewohner. Bisher fehlt aber eine heiße Spur. Foto: Robert Braumann

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Braunschweig. Bei diesem Fall bleiben bisher viele Fragen offen – am 08. Januar, kurz nach 17.00 Uhr, wurde einem türkischstämmigen Bewohner in einem Mehrfamilienhaus in der Limbeker Straße gezielt ins Gesicht geschossen. Der Fall wurde in der Sendung Aktenzeichen XY gezeigt und die Polizei befragte die Bürger vor Ort – doch eine heiße Spur fehlt.


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Der Täter hatte bei der Familie geklingelt und angegeben, ein Paket zustellen zu wollen. Als der 66-Jährige Familienvater hinunter ging, richtete der Mann die Waffe auf ihn und drückte sofort ab. Nur ein schneller Reflex dürfte dem Rentner das Leben gerettet haben. „Auch der Gang an die Öffentlichkeit hat bisher keinen Erfolg gebracht“, sagte Wolfgang Klages, Pressesprecher, Polizei Braunschweig. Die Polizei würde noch ermitteln, aber eine heiße Spur gebe es momentan nicht. „Wenn das so bleibt, müssen wir die Ermittlungen früher oder später ohne Ergebnis abschließen.“, so Klages.

Ein Schuss, den keiner versteht

Der Täter flüchtete mit einem wahrscheinlich silberfarbenen PKW-Kombi mit schwarzer Dachreling, der in einer Zufahrt vor dem Häuserkomplex geparkt war, in Richtung Borsigstraße. Bekleidet war er mit einer auffälligen gelben Jacke mit Kapuze. Die Polizei sucht Zeugen die im Umfeld des Tatortes, Limbeker Straße 3 – 5, verdächtige Personen beobachtet haben. Der Täter könnte nach Zeugenaussagen über die Henschelstraße , Kruppstraße und Schefflerstraße geflohen sein. Weiterhin bitten die Ermittler um Hinweise auf die Herkunft eines etwa 30 Zentimeter langen, handelsüblichen Küchenmessers mit schwarzem Griff. Dieses wurde in einer Einfahrt nahe dem dort abgestellten Fluchtwagen gefunden. Die Beamten konnten zudem nach der Schussabgabe, bei der der 66-Jährige im Treppenhaus im Gesicht getroffen wurde, ein Projektil sicherstellen. Auch die dazu gehörende Hülse wurde gefunden. Es handelt sich um Munition aus der Produktion des finnischen Herstellers „Lapua“. Bei der Tatwaffe dürfte es sich um eine FN, einer belgischen Marke handeln.

Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst, Telefon 0531/476 2516.

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