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Landeskirche bietet Kurs für kirchliches Umweltmanagement an

22. August 2017
Propst Ralf Ohainski von der Kirchengemeinde Flöthe (2. v. li.) und Klaus Fischer, Mitglied der Landessynode (li.), erläutern Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, (re.) und Diakon Jan Upadeck von der Landeskirche Braunschweig den Sanierungsbedarf am Gemeindehaus in Groß-Flöthe. Foto: Stefan Koch
Hannover. Die Landeskirche Braunschweig bietet erstmals einen „Grüner Hahn“-Kurs für kirchliches Umweltmanagement an. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen unterstützt das Pilotprojekt.

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Die niedersächsischen Kirchen verfügen über eine große Anzahl von Gebäuden, zahlreiche davon sind sanierungsbedürftig. Auch bei den Grünflächen, wie zum Beispiel Friedhöfen, kann viel für den Artenschutz getan werden. Hier liegen große Potenziale für den Umwelt- und Klimaschutz. Aber wie können die überwiegend ehrenamtlich tätigen Gemeindemitglieder ihren Beitrag leisten? Und wie kann das Wissen um umweltfreundliches Handeln fest in den kirchlichen Strukturen und Abläufen verankert werden?

Hier setzt der „Grüne Hahn“ an, eine Schulungsreihe zu Energiesparen und Klimaschutz in Kirchengemeinden. Die Teilnehmenden lernen die vielfältigen Ansätze von Energiemanagement kennen – von der Bestandsaufnahme der Energieverbräuche über Datenerfassung und Controlling, richtiges Nutzerverhalten beim Heizen und Lüften bis hin zur begleitenden Öffentlichkeitsarbeit. Erstmals wird diese Schulungsreihe jetzt für die Evangelische Landeskirche Braunschweig angeboten. Unterstützt wird sie dabei von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Bewahrung der Schöpfung als zentrales Anliegen

Bei der Unterzeichnung der entsprechenden Kooperationsvereinbarung von Landeskirche und Klimaschutzagentur im Gemeindehaus Groß-Flöthe betonte Dr. Christopher Kumitz-Brennecke, Leiter des Gemeindereferats der Braunschweiger Landeskirche: „Die Bewahrung der Schöpfung ist eine zentrale Aufgabe der Evangelischen Kirche und tief verwurzelt in unserem Glaubensbekenntnis. Daher ist es selbstverständlich, dass wir unser Engagement beim Umwelt- und Klimaschutz kontinuierlich ausbauen. Umweltmanagement ist hier der richtige Ansatz, denn damit entwickelt sich kirchlicher Umweltschutz vom `Projekt´ Einzelner zum `Prinzip´ kirchlichen Handelns. Und Energiesparen bedeutet ja auch, dass die Betriebskosten sinken“.

Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen ergänzt: „Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, der auf allen Ebenen begegnet werden muss. Dazu bedarf es der Motivation aller Menschen, um Klimaschutz zu einem Thema für das eigene Handeln zu machen. Ehrenamtlich Tätige in kirchlichen Gemeinden sind hierbei wichtige Multiplikatoren und Akteure, die mit ihrem Wirken oft auch über das kirchliche Umfeld hinaus die Gesellschaft prägen. Daher lag es für uns auf der Hand, die Landeskirche Braunschweig bei ihrem Pilotangebot zu unterstützen und ehrenamtlich Tätige in kirchlichen Gemeinden weiterzubilden“.

Anmeldung noch bis 25. August

Der neue „Grüne Hahn“-Kurs startet im September 2017 und hat insgesamt sieben Schulungstage, die über ein Jahr verteilt sind. Noch bis zum 25. August können sich Interessierte für die letzten freien Plätze anmelden. Die Schulungsreihe ist als Zertifikatskurs der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen anerkannt und steht landesweit allen interessierten Kirchengemeinden offen. Die Teilnehmenden können als Leiter eines Umweltteams in ihrer Kirchengemeinde ein Umweltmanagementsystem entsprechend der höchsten europäischen Umweltnorm EMAS III auf- und ausbauen.

Mehr Informationen und Online-Anmeldung zur Schulungsreihe unter: https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/gruener-hahn.

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