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Landessynode diskutiert über Neuordnung der Diakonie

17. Mai 2014 von

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Region. Als gelungenen Start bezeichnete Dr. Christoph Künkel (Hannover) die ersten Monate des neuen Diakonischen Werkes in Niedersachsen. Zum ersten Mal gab der hannoversche Oberlandeskirchenrat als Vorstandssprecher des Werkes einen Bericht vor der braunschweigischen Landessynode. Derzeit gehe es darum, die diakonische Arbeit in Niedersachsen zu harmonisieren, sagte er am 17. Juni in Goslar.


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Künkel würdigte die neue Einrichtung als wichtige Errungenschaft, um den Schwachen und Hilfebedürftigen in Niedersachsen noch besser als bisher eine vernehmbare Stimme in der öffentlichen Diskussion und gegenüber der Politik zu geben: „Sozialpolitik braucht eine gut aufgestellte Lobby.“ Außerdem müsse die Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Kirche klar wahrgenommen und kommuniziert werden. Dazu soll auch eine Namensänderung dienen: Statt einfach Diakonisches Werk in Niedersachsen soll es künftig Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen heißen.

Künkel lobte das Kreisstellenmodell der Diakonie im Braunschweiger Land. Es sei ein Vorbild, um nah bei den Menschen zu sein. Daran solle sich künftig auch die Arbeit in der hannoverschen Landeskirche orientieren. Außerdem kündigte er politische Initiativen zugunsten der Pflege und von Migranten an.

Der Vorstandssprecher betonte noch einmal, dass die Diakonischen Werke aus Braunschweig und Hannover in dem neuen Werk aufgegangen seien. Das sei nur durch ein gewachsenes Vertrauen zwischen allen Beteiligten möglich geworden. Das neue Werk habe 500 Mitgliedseinrichtungen mit rund 50.000 Mitarbeitenden in Niedersachsen. Deren Gesamtumsatz belaufe sich auf etwa eine Milliarde Euro im Jahr.

Über den Umbau der Diakonie im Braunschweiger Land informierte Vorstandsmitglied Norbert Velten (Braunschweig). Entstanden sei eine neue „Diakonie-Stiftung“ sowie eine neue „Diakonie-Gesellschaft“. Letztere beschäftige 78 Mitarbeitende auf 49 Vollzeitstellen. Der Anteil an Frauenarbeitsplätzen liege bei 81 Prozent, der Altersdurchschnitt bei 49 Jahren. Insgesamt seien nahezu 600 Personen ehrenamtlich in Beratungsstellen und Projekten der Diakonie im Braunschweiger Land engagiert.

Ziel sei es unter anderem, die Zusammenarbeit mit der Landeskirche weiterzuentwickeln. Denkbar seien zum Beispiel eine gemeinsame Servicestelle „Bürgerschaftliches Engagement“ sowie Nachbarschaftshilfen und Alltagshilfen zum Ausbau des ehrenamtlichen Engagements.

Außerdem könnten die Gemeindehäuser und Kindertagesstätten für niederschwellige Beratungsangebote diakonischer Sozialarbeit genutzt werden.

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Landessynode diskutiert über Neuordnung der Diakonie


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Region. Als gelungenen Start bezeichnete Dr. Christoph Künkel (Hannover) die ersten Monate des neuen Diakonischen Werkes in Niedersachsen. Zum ersten Mal gab der hannoversche Oberlandeskirchenrat als Vorstandssprecher des Werkes einen Bericht vor der braunschweigischen Landessynode. Derzeit gehe es darum, die diakonische Arbeit in Niedersachsen zu harmonisieren, sagte er am 17. Juni in Goslar.


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Künkel würdigte die neue Einrichtung als wichtige Errungenschaft, um den Schwachen und Hilfebedürftigen in Niedersachsen noch besser als bisher eine vernehmbare Stimme in der öffentlichen Diskussion und gegenüber der Politik zu geben: „Sozialpolitik braucht eine gut aufgestellte Lobby.“ Außerdem müsse die Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Kirche klar wahrgenommen und kommuniziert werden. Dazu soll auch eine Namensänderung dienen: Statt einfach Diakonisches Werk in Niedersachsen soll es künftig Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen heißen.

Künkel lobte das Kreisstellenmodell der Diakonie im Braunschweiger Land. Es sei ein Vorbild, um nah bei den Menschen zu sein. Daran solle sich künftig auch die Arbeit in der hannoverschen Landeskirche orientieren. Außerdem kündigte er politische Initiativen zugunsten der Pflege und von Migranten an.

Der Vorstandssprecher betonte noch einmal, dass die Diakonischen Werke aus Braunschweig und Hannover in dem neuen Werk aufgegangen seien. Das sei nur durch ein gewachsenes Vertrauen zwischen allen Beteiligten möglich geworden. Das neue Werk habe 500 Mitgliedseinrichtungen mit rund 50.000 Mitarbeitenden in Niedersachsen. Deren Gesamtumsatz belaufe sich auf etwa eine Milliarde Euro im Jahr.

Über den Umbau der Diakonie im Braunschweiger Land informierte Vorstandsmitglied Norbert Velten (Braunschweig). Entstanden sei eine neue „Diakonie-Stiftung“ sowie eine neue „Diakonie-Gesellschaft“. Letztere beschäftige 78 Mitarbeitende auf 49 Vollzeitstellen. Der Anteil an Frauenarbeitsplätzen liege bei 81 Prozent, der Altersdurchschnitt bei 49 Jahren. Insgesamt seien nahezu 600 Personen ehrenamtlich in Beratungsstellen und Projekten der Diakonie im Braunschweiger Land engagiert.

Ziel sei es unter anderem, die Zusammenarbeit mit der Landeskirche weiterzuentwickeln. Denkbar seien zum Beispiel eine gemeinsame Servicestelle „Bürgerschaftliches Engagement“ sowie Nachbarschaftshilfen und Alltagshilfen zum Ausbau des ehrenamtlichen Engagements.

Außerdem könnten die Gemeindehäuser und Kindertagesstätten für niederschwellige Beratungsangebote diakonischer Sozialarbeit genutzt werden.

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