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Mindestens 479 Personen in Braunschweig ohne Wohnung

13. November 2017 von
Die Zahl der wohnungslosen Personen ging in diesem Jahr um 3,5 Prozent zurück. Symbolbild: pixabay
Braunschweig. Die kalte Jahreszeit hat begonnen. Für wohnungslose Menschen wird es nun zunehmend ungemütlicher. In Braunschweig waren nach bisherigen Erhebungen der Zentralen Beratungsstelle Niedersachsen/Regionalabteilung Braunschweig mindestens 479 Menschen wohnungslos. Dies entspricht einem Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Gezählt wurden laut Erhebung (Stand 28. April) die Personen, die akut wohnungslos waren oder ordnungsrechtlich in Obdachlosenunterkünften untergebracht waren. So waren 224 Personen akut wohnungslos und 223 Menschen wurden ordnungsrechtlich untergebracht. Hinzu kommen fünf Personen aus dem Diakonieheim am Jödebrunnen und zehn Personen aus dem Frauenhaus, die eine Wohnung in Braunschweig suchen. So waren im Erhebungszeitraum mindestens 462 Personen in Braunschweig ohne Wohnung. Im vergangenen Jahr waren es zur gleichen Zeit 479 Personen. Das entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2015 ist es eine Steigerung um 13 Prozent. Diese lag im Vorjahr gegenüber 2015 bei 17 Prozent.

Großteil der Wohnungslosen sucht Rat und Hilfe

Knapp 79 Prozent der akut wohnungslosen Personen suchen laut der Zentralen Beratungsstelle Niedersachsen Rat und Hilfe bei der ambulanten Wohnungslosenhilfe und der Straffälligenhilfe. Hier ist gegenüber den beiden Vorjahren keine Veränderung zu verzeichnen. Im Vorjahr wurden erstmals Migrations- und Integrationsberatungsstellen in die Erhebung einbezogen. Von ihnen wurden in diesem Jahr 17 akut wohnungslose Personen gemeldet. 2016 waren es noch 53 Personen. Auch bei den neun Migrations- und Integrationsberatungsstellen lag die Zahl der bekannten akut wohnungslosen Personen jeweils niedriger als im Vorjahr. Damit waren mindestens 479 Personen in Braunschweig ohne Wohnung. In dieser Zahl nicht enthalten sind die Personen, die zwar wohnungslos sind, aber keinen Kontakt zu den beteiligten Beratungsstellen hatten. Ebenso sind beispielsweise die Bewohner des Diakonieheims am Jödebrunnen nicht mitgezählt worden, die je nach der Entwicklung des Hilfeprozesses erst in den kommenden Wochen oder Monaten eine Wohnung in Braunschweig suchen werden.

112 Personen leben in unzumutbaren Wohnverhältnissen

Den beteiligten Beratungsstellen waren darüber hinaus 112 Personen (2016: 101) bekannt (davon 33 von den Migrationsberatungsstellen gemeldet), die in „unzumutbaren Wohnverhältnissen“ lebten. Neben der Stadt Braunschweig sind laut Erhebung der Zentralen Beratungsstelle Niedersachen von der Ambulanten Wohnungslosenhilfe (Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten mbH), Straffälligenhilfe (Cura e. V.), Pro Aktiv Center – PACE (Caritas), Drogenberatung (DROBS Braunschweig), Bewährungshilfe (Ambulanter Justizsozialdienst), Schuldnerberatung (DRK), Sprungbrett (DRK), Beta (DRK), Institut für persönliche Hilfen e. V., Der Weg e. V. (Sozialpsychiatrische Hilfe), Pro Familia sowie den Migrationsberatungsstellen: AWO-Migrationsberatungsstellen, Migrationsdienst und Beratungsstellen der Caritas, Flüchtlingshilfe Refugium 2, AFDR WelcomeCenter, Haus der Kulturen Braunschweig und dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft Zahlen übermittelt worden. 

Info zu Wohnungslosenunterkünften

Jeder Braunschweiger Bürger, der keine Möglichkeit hat, eine eigene Wohnung oder ein eigenes Zimmer anzumieten oder nicht bei Verwandten oder Freunden wohnen kann, kann in einer Wohnungslosenunterkunft (Wohnheim, Wohngemeinschaft, Wohnung) der Stadt Braunschweig vorübergehend wohnen und ist verpflichtet sich während dieser Zeit mit privatem Wohnraum zu versorgen, so die offizielle Mitteilung der Stadt Braunschweig.

Die Diakonie ist stetig auf der Suche nach Obdachlosen, was durch die verdeckte Wohnungslosigkeit sehr erschwert wird. Falls Ihnen solche Schlafplätze bekannt sind, rufen Sie bitte die Diakonie unter folgender Rufnummer an: 0531 886 314 0.

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Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
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Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006