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Nußberg-Bolzplatz beschlossen – Hundehalter mit heftiger Kritik

8. September 2017 von
Haben Hunde in Braunschweig bald nicht mehr genug Platz zum Auslaufen? Symbolfoto: Pixabay
Braunschweig. Der Grünflächenausschuss hat am Mittwoch beschlossen, am Fuße des Nußbergs einen Kunstrasen-Bolzplatz einzurichten. Im Vorfeld hatte es Proteste von Hundebesitzern gegeben, weil dafür eine Wiese, die von diesen häufig genutzt werde, teilweise weichen muss.

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Der Kunstrasen-Bolzplatz ist Teil eines Gesamtpaketes, mit dem die Stadt Braunschweig weitere Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Freien schaffen will. Im Prinz-Albrecht-Park soll daher neben dem Bolzplatz auch eine Finnenlaufbahn und ein Calisthenics-Fitness-Parcours gebaut werden. Die drei Projekte sollen bis ins Frühjahr 2018 hinein realisiert werden.

Der Platz wird auf einer Fläche von 20 mal 40 Metern nordöstlich der Bezirkssportanlage Franzsches Feld am Fuße des Nußbergs angelegt. Er soll ringsum so hoch eingezäunt werden, dass Hunde nicht darüber springen können. Überdies werde dafür nur ein geringer Teil der Hundewiese verwendet. Den Bolzplatz auf der Wiese gegenüber anzulegen, wie es ein Alternativvorschlag der BIBS-Fraktion vorgesehen hätte, wäre auch aus Gründen des Denkmalschutzes nicht zulässig gewesen.

Ärger zwischen Hundebesitzern und Bolzplatznutzern vorprogrammiert?

Im Vorfeld erreichten uns mehrere Leserbriefe, die sich gegen den Bolzplatz an dieser Stelle aussprechen. Hier zwei Beispiele: Marianne und Sebastian von Kracht schreiben:

„Die Platzierung des Bolzplatzes erscheint uns aus mehreren Gründen nicht sinnvoll. Hunde haben in Braunschweig und Umgebung ohnehin schon wenig Gelegenheiten zum ganzjährigen Freilauf und Sozialkontakten. Einer der anderen Plätze am Heidbergsee ist durch eine Verfügung der Stadt kürzlich weggefallen.

Der Prinzenpark bietet reichlich freie Flächen zur Errichtung eines solchen Bolzplatzes, auch ohne dadurch den Hundefreilauf einzuschränken, beispielsweise im Bereich der großen Liegewiesen, die im Sommer von vielen Menschen zum Sonnen und Grillen genutzt werden.

Durch die Einrichtung des Bolzplatzes an der vorgesehenen Stelle würde ein Teil einer Naturwiese entfallen, die in der Brut- und Setzzeit nicht gemäht wird und damit vielen Kleintieren einen Lebensraum bietet. Die Liegewiesen werden ohnehin regelmäßig gemäht, hier würde der Wegfall der Wiese deutlich geringere Auswirkungen haben.

Wenn sich ein Bolzplatz in direkter Nähe zu einem Hundefreilauf befindet, sind Probleme zwischen Hundehaltern und Nutzern des Bolzplatzes vorprogrammiert. Die Hundehalter wollen sich ausgerechnet auf einer der wenigen frei nutzbaren Flächen nicht einschränken lassen, die Bolzplatznutzer fühlen sich durch die Hunde beeinträchtigt, manche Menschen haben Angst vor Hunden. Ein Platz mit spielenden und auch einmal schreienden Kindern in direkter Nachbarschaft zu einem Hundefreilauf ist auch aus Sicherheitsgründen keine gute Idee.“

Ute Peters meint:

„Die Absicht auf der einzigen Wiese in Braunschweig, wo Hunde noch ohne Leine laufen dürfen, einen Bolzplatz zu errichten, ist nicht nachzuvollziehen. Zumal es sich auch noch um einen Kunstrasen handeln soll. Wie passt so etwas in eine naturbelassene Wiese? Des weiteren sind Eskalationen wohl vorprogrammiert mit nicht Hundebesitzern, die dann den Kunstrasen benutzen. Denn sollte eine unserer Fellnasen sich darauf verlaufen, ist der Leinenzwang auf der Wiese sicher nicht weit. Ich möchte sie bitten ihre Entscheidung zu überdenken. Der Prinz-Albrecht-Park bietet durch seine Fläche andere Möglichkeiten, einen Bolzplatz zu errichten. Zum Beispiel auf der gegenüberliegenden Wiese, wo schon sportliche Aktivitäten statt finden.“

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