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Öffentliche Versicherung Braunschweig steigert Umsatz und Gewinn

29. Mai 2015
Vorstandsmitglied Dr. Stefan Hanekopf, Vorstandsvorsitzender Michael Doering und stellvertretender Vorstandsvorsitzender Knud Maywald stellten die Jahresbilanz 2014 der Öffentlichen Versicherung Braunschweig vor. Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Zufrieden zeigte sich die Öffentliche Versicherung Braunschweig mit der Jahresbilanz 2014. So konnte der Versicherer den Umsatz um 8 Prozent auf 467 Millionen Euro steigern. Dabei wuchs das Geschäft mit Lebensversicherungen um 11 Prozent, das Geschäft der Sachversicherungen um 5 Prozent. Während das Eigenkapital der Unternehmensgruppe auf 308 Millionen Euro gestiegen ist, hat das Kapitalanlagevolumen erstmals eine Höhe von 2,4 Millionen Euro erreicht. 


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Michael Doering, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Bilanz aus 2014. „Wir konnten trotz zahlreicher Großschäden unseren Umsatz nochmals steigern und unsere herausragende Position im Braunschweiger Land weiter ausbauen. Durch vorausschauende Anlagestrategien haben wir auch unser Eigenkapital erneut vermehren können und bieten unseren Kunden so eine optimale Absicherung für alle Lebensbereiche.“ Mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 26,0 MillionenEuro (Vorjahr: 24,0 Millionen Euro) konnte die Öffentliche in 2014 das gute Vorjahresniveau noch übertreffen.

Getragen wird dieses Ergebnis vor allem auch durch die Kapitalanlageergebnisse der Öffentlichen. Der Umsatz, also die Beitragseinnahmen der Unternehmensgruppe, lag mit 467,3 Millionen Euro um 7,8 Prozent beziehungsweise 33,6 Millionen Euro über dem Umsatz des Vorjahres (433,7 Millionen Euro). Die Kapitalanlagen haben sich um 16,5 Prozent beziehungsweise. 406,7 Millionen Euro auf über 2,8 Milliarden Euro (zu aktuellen Marktwerten) erhöht. Das Eigenkapital konnte im abgelaufenen Jahr aufgestockt werden, nämlich um 6,5 Millionen Euro auf nunmehr 308,7 Millionen Euro.

Bei der Lebensversicherung konnte die Öffentliche mit einem Umsatz in Höhe von knapp 214 Millionen Euro das Vorjahresniveau (192,3 Millionen Euro) um rund 11 Prozent übertreffen, die Beiträge in der Schaden-/Unfallversicherung konnten um 4,9 Prozent auf 253,3 Millionen Euro gesteigert werden. Der Brutto- Schadenaufwand der Öffentlichen Sachversicherung lag mit 186 Millionen Euro um 19 Prozent oder 43,6 Millionen Euro unter dem mit 229 Millionen Euro historisch hohen Vorjahreswert.

Kapitalanlagemanagement

Mit einer Nettorendite in Höhe von 5,7 Prozent bei der Öffentlichen Sachversicherung und 4,5 Prozent bei der Öffentlichen Lebensversicherung hat die Öffentliche erneut hohe Kapitalanlageergebnisse erzielt. „Unsere Ergebnisse zeigen: Private Kapitallebens- und Rentenversicherungen bleiben auch in der Niedrigzinsphase für den Kunden attraktive Altersvorsorgeprodukte. Mir fällt keine Alternative ein, mit der der Kunde bei vergleichbar niedrigem Risiko eine ähnlich hohe Rendite erwirtschaften kann“, kommentiert das neue Vorstandsmitglied Dr. Stefan Hanekopf die zum wiederholten Mal in Folge erzielten sehr guten Ergebnisse.

Klare Regeln durch den Gesetzgeber

Bundestag und Bundesrat haben in 2014 mit dem Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) neue gesetzliche Rahmenbedingungen für Lebensversicherungen verabschiedet. Anlass der Reform ist die Bewertung der Konsequenzen aus der seit mehreren Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase für Lebensversicherungskunden. Unter anderem wurde die Ausschüttung von Bewertungsreserven auf festverzinsliche Anlagen in Niedrigzinsphasen angepasst und kommt somit künftig allen, nicht mehr – wie bisher – nur einem Teil der Kunden zugute. Lebensversicherer weisen künftig auch die Effektivkosten im Informationsblatt aus, der dauerhaft garantierte Zins für Neuverträge wurde von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt. „Durch diese gesetzlichen Änderungen bleibt die private Rentenversicherung ein großer, wichtiger und sicherer Teil der Altersvorsorge. Das ist gerade in Zeiten zunehmender Belastungen für die öffentliche Hand und die Sozialversicherungssysteme ein wirklich gutes Signal für die Zukunft aller Personen, die für ihre Alterseinkünfte Vorsorge treffen“, bewertet Michael Doering das Reformpaket.

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter lag Ende 2014 bei insgesamt 1.282 (davon 64 Auszubildende). Von 40 Auszubildenden, die ihre Ausbildung in 2014
beendeten, hat die Öffentliche 35 in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen. Im Juni 2014 ist die Öffentliche zum dritten Mal mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie für ihre familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden.

Ausblick in 2015

Sturmschäden: In 2015 haben die Stürme Elon und Felix (im Januar) sowie Niklas und Mike (im März) zusammen über 10.000 Schäden bei Kunden der Öffentlichen verursacht. Der Gesamtaufwand für diese Schäden wird bei voraussichtlich über 10 Millionen Euro liegen. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anzahl der Schäden aus Naturkatastrophen in diesem Jahr entwickeln wird. Für mich steht aber fest: Langfristig müssen wir durch den Klimawandel mit zunehmenden Naturschadenereignissen rechnen“, so Knud Maywald, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, zu den Konsequenzen veränderter Umweltbedingungen. Er weist auf die Notwendigkeit einer entsprechenden Versicherung hin: „Ohne den Zusatz einer Elementarschadenversicherung ist der durch Starkregen oder andere Naturereignisse entstandene Schaden weder durch die Hausrat- noch durch die Wohngebäudeversicherung ausreichend abgedeckt.“

Brandschaden Sporthalle Lehndorf: Am 28. März 2015 kam es nachts durch Brandstiftung zu einem Brandschaden in der Sporthalle des Braunschweiger Ortsteils Lehndorf (Sankt-Ingbert-Straße). Das Feuer führte zu einer vollständigen Zerstörung der Halle einschließlich der Anbauten. Die Öffentliche Sachversicherung arbeitet mit Hochdruck an der Regulierung des Schadens, der aktuell auf eine Schadensumme von bis zu 3,5 Millionen Euro geschätzt wird.

Umweltpolitik: Mit der Anwendung eines konsequenten Umweltmanagements im eigenen Haus leistet die Öffentliche einen nachhaltigen Beitrag zur Verringerung des CO2- Ausstoßes. Die Öffentliche bezieht seit dem 1. Januar 2014 beispielsweise zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Wasserkraft). Bei technischen Neuanschaffungen achtet das Unternehmen strikt darauf, dass neu installierte Technik auch die bestmögliche Energieeffizienz ausweist. So zum Beispiel wurde bei der Neuinstallation der Kühlanlagen darauf geachtet, dass die entstandene Abwärme zurückgeleitet werden kann, damit möglichst wenig Energie verloren geht. Bereits für 2015 wird die Zertifizierung des Umweltmanagementsystems der Öffentlichen nach der international anerkannten Norm ISO 14001 und nach EMAS, dem so genannten EU-Öko-Audit, angestrebt.

Neues Rentenversicherungsprodukt: Die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig plant, noch in diesem Jahr ein Rentenversicherungsprodukt mit neu gestalteter Garantie auf den Markt zu bringen. Produktidee ist, dass zum vereinbarten Rentenbeginn die bis dahin gezahlten Beiträge in Summe garantiert werden und daraus abgeleitet eine garantierte Mindestrente geleistet wird. Zusätzlich werden die Kunden durch die Überschussbeteiligung an einer hoch rentierlichen Anlage teilhaben. Perspektivisch wird das neue Produkt im Rahmen einer Drei-Produkt-Strategie zwischen den bereits existierenden Produkten, der klassischen Rentenversicherung und der fondsgebundenen Altersvorsorge, positioniert.

Digitalisierung als Herausforderung und Chance

Die Versicherungswirtschaft ist wie alle anderen Wirtschaftszweige von dem durch digitale Kanäle beeinflussten Kundenverhalten betroffen, allerdings hat sie mit ihren beratungsintensiven Produkten auch eine Sonderstellung. Die Herausforderung besteht darin, persönliche, zeitintensive Beratung und sofortige Reaktion über die unterschiedlichen neuen Medien zusammenzuführen und beide Kommunikationswege stärker zu vernetzen. Seit Jahren investiert die Öffentliche daher gezielt in die Digitalisierung. Beispielsweise ist ein Online-Portal in Arbeit, das für Kunden viele Prozesse noch stärker vereinfachen wird. Voraussichtlich im Verlauf des Jahres wird es für die Kunden der Öffentlichen nutzbar sein.

GDV-Verhaltenskodex

Der seit 2010 in der Versicherungsbranche gültige GDV-Verhaltenskodex definiert Verhaltensmaßstäbe für den Vertrieb von Versicherungsprodukten. Im Laufe des Jahres 2013 wurde dieser Kodex überarbeitet und weiter verschärft. Diese freiwillige Selbstkontrolle der Branche enthält elf Leitlinien, die den Rahmen für eine faire und bedarfsgerechte Vermittlung von Versicherungsprodukten setzen. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch unabhängige Wirtschaftsprüfer gewährleistet. Die Öffentliche ist diesem Kodex – gemeinsam mit den anderen öffentlich- rechtlichen Versicherern – im Frühjahr 2014 beigetreten. Vor wenigen Wochen wurde der Öffentlichen als einem der ersten öffentlichen Versicherer die Einhaltung dieses Kodexes bestätigt.

„Schon immer ist eine faire, ausschließlich an den Bedürfnissen der Kunden orientierte Vermittlung unserer Produkte ein zentrales Anliegen für uns als Versicherer vor Ort gewesen“, so Michael Doering. „Die bestandene Prüfung des GDV-Verhaltenskodexes bestätigt das in uns gesetzte Vertrauen. Gleichzeitig hilft uns dieser Kodex aber auch dabei, noch transparenter und besser zu werden.“

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