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5. September 2014
Oker Marina: Gerüchte über Pleite, Investor schweigt

Nur das Schild und der Bauzaun zeugen vor Ort von dem ehrgeizigen Vorhaben "Oker Marina Resort".
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Braunschweig. Es ist als Glanzlicht in der Braunschweiger Immobilienlandschaft geplant, mit Okerhafen, Uferpromenade, Bootssteg und hochklassigen Eigentumswohnungen und Stadthäusern – das Oker Marina Resort wird mit blumigen Worten beworben. Doch an der Baustelle an der Spinnerstraße passiert seit dem Abbruch des alten Fabrikgebäudes nichts. Gerüchte über Pleiten, Scheitern und Blamagen verbreiten sich in der Stadt, doch der Investor schweigt. 


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„Eine Finca auf Mallorca? Eine Stadtvilla in Marbella? Wer braucht das schon, wenn er direkt am Wasser in Braunschweig wohnen kann?“

Damit wirbt die Webseite der Oker Marina Resort GmbH für die Immobilien, die eigentlich Ende 2015 schon die ersten Bewohner beherbergen sollen. Im April 2014, hatte der Investor Konrad Kloster zu Jahresbeginn angekündigt, sollten die Bauarbeiten am Hafenbecken beginnen. Doch außer einer Brache ist dort nichts zu sehen.

Was allerdings zu hören ist, sind Gerüchte, Vermutungen und eigene Schlussfolgerungen der Bevölkerung. Eine Anwohnerin erzählte unserer Online-Tageszeitung von Gerüchten, dass das Projekt finanziell gescheitert sei, andere Stimmen legen nahe, dass eine Baugenehmigung für das Vorhaben wahrscheinlich nicht kommen werde. Von wieder anderer Seite hört man, es habe bereits Rücktritte von Kaufverträgen gegeben, weil das Projekt eine zu unsichere Geschichte sei. Fakt ist: Noch hat Kloster keine Baugenehmigung. „Die Verwaltung und der Investor sind miteinander im Gespräch und stimmen sich ab“, sagt Adrian Foitzik, Pressesprecher der Stadt Braunschweig. Erst, wenn alle Vorarbeiten geleistet seien, könne man über eine Baugenehmigung entscheiden.

So lange geschieht erst einmal nichts. Zumindest den Nachbarn ist das nicht ganz unrecht: „Es ist so jedenfalls schöner als mit der alten Fabrik“, sagt die Anwohnerin, „und die Abrissarbeiten waren schon eine ganz schöne Belastung.“

Konrad Kloster war trotz mehrerer Anfragen unserer Zeitung zu einer Stellungnahme nicht bereit.


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