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„Pop Meets Classic“ – Interview mit Milda Tubelyte

12. April 2018 von
Mezzosopranistin Milda Tubelyte im Interview mit der Volksbank BraWo und regionalHeute.de. Foto: Undercover/Marc Stantien/Nick Wenkel
Braunschweig. Am 28. April ist es wieder soweit: „Pop Meets Classic" geht in die nächste Runde. Zum mittlerweile 12. Mal steht dann das Braunschweiger Staatsorchester gemeinsam mit der „Pop Meets Classic“-Band und ausgewählten regionalen Solisten und Acts auf der Show-Bühne. Auch in diesem Jahr kann sich das Publikum auf seine etablierten Lieblinge freuen, unter anderem auf Mezzosopranistin Milda Tubelyte vom Braunschweiger Staatstheater.

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Zur Person:

Tubelyte ist mittlerweile seit sechs Jahren festes Mitglied des Staatstheaterensembles. Mit einem Geigenstudium am Konservatorium in Panevėžys begann die gebürtige Litauerin bereits im Alter von nur acht Jahren den Weg für ihre musikalische Zukunft zu ebnen. 2005 folgte dann die Gesangsausbildung an der Litauischen Musik- und Theaterakademie, die sie fünf Jahre später in Hamburg, an der Hochschule für Musik und Theater, fortsetzte. Seit 2012 ist sie nun also am Braunschweiger Staatstheater tätig. Auf der Bühne stand sie dabei schon in zahlreichen Aufführungen, darunter als Cherubino in Mozarts „Le nozze di Figaro“, als Baba the Turk in Strawinskys „The Rake’s Progress“ und als Maddalena in Verdis „Rigoletto“.

Von links: Carsten Ueberschär (Volksbank BraWo), Milda Tubelyte und Pop-Meets-Classic-Moderator Markus Schultze. Foto: Marc Stantien

Milda Tubelyte im Interview

In nur wenigen Tagen steht die Mezzosopranistin dann mit der Pop Meets Classic-Band auf der Bühne. Unter den rund 6.000 Gästen in der Volkswagen Halle wird auch Carsten Ueberschär, Leiter der Volksbank BraWo Direktion Braunschweig, sein. Zusammen mit regionalHeute.de sprach er mit Milda Tubelyte über das kommende Event:

Ueberschär: Frau Tubelyte, Sie sind nun Teil der erfolgreichen Konzert-Reihe „Pop meets Classic“. Was bedeutet das für Sie?

Tubelyte: Pop meets Classic ist einer der erfolgreichsten Events in Braunschweig und so es ist eine große Ehre für mich, dabei zu sein. Ich war einige Male als Zuschauerin dabei und war absolut begeistert – vor ein paar Jahren hat mein jetziger Mann mit seiner Metal-Band EREMIC dort auch einen Auftritt gehabt und somit ist es eine feine Sache, dass nun auch ich mitmachen darf. Pop und Klassische Musik, Orchester und Band, Sänger, Tänzer – eine riesige Show. Und ich als klassische Sängerin mit Vorliebe für härtere Musik kann nun auch dem hiesigen Publikum meine rockige Seele zeigen.

Ueberschär: Was wird Ihr persönliches Highlight in diesem Jahr sein?

Tubelyte: Dieses Jahr habe ich so viele tolle Rollen gesungen: Charlotte, Hänsel, Annio, und jetzt kann ich auch noch mein Debut in der Volkswagen Halle geben – fantastisch! Am Tag nach Pop Meets Classic fliege ich übrigens nach Litauen, wo ich mit meiner Schwägerin Anna Traub (ebenfalls Mezzosopranistin) und ihrem Mann (der norwegische Tenor Thorbjørn Gulbrandsøy) zwei Konzerte in der Nationalen Philharmonie geben. Das ist auch was ganz besonderes! Dieses Jahr meint es also mal wieder sehr gut mit mir.

Ueberschär: Am Staatstheater Braunschweig hat man Sie bereits in zahlreichen Produktionen erleben dürfen. Welche war Ihre liebste und warum?

Tubelyte: Ich genieße jede Rolle, egal wie groß oder klein sie ist. Aber ich muss sagen, dass die Hauptrolle des Orlando in P. Aderholds gleichnamiger Oper ein intensives, sehr schönes Erlebnis war. Des Weiteren war es die Welt-Uraufführung – und die Partie wurde sogar tatsächlich für mich persönlich komponiert.

Ueberschär: Was würden Sie sagen, kann prinzipiell jeder ein Gesangstalent entwickeln, oder ist es bei manchen auch einfach nur vergeudete Müh‘?

Tubelyte: Hier lohnt es sich sicher, ganz ehrlich zu sich zu sein. Nicht jeder kann ein Spitzensportler sein – und genau so kann auch nicht jeder Gesang auf höchstem Niveau betreiben. Ich zum Beispiel kann überhaupt nichts zeichnen und malen, bin in der Hinsicht total untalentiert und werde mich hüten, irgendein Publikum mit meinem Gekritzel zu nerven.

Ueberschär: Sie haben sowohl in Ihrer Heimat Litauen, als auch in Hamburg Ihre Gesangsausbildung absolviert und können mit Ihrer Stimme perfekt umgehen. Viele Eltern würden Ihren Kindern vermutlich eher zu einer konventionellen Berufsausbildung raten. Welchen Ratschlag haben Sie für die, die Gesang zu ihrem Beruf machen wollen?

Tubelyte: Es ist kein einfacher Beruf. Schau erst, ob du es kannst: Nimm Gesangsstunden bei guten Lehrerinnen und Lehrern. Sing in Chören. Wenn du das viele Jahre durchhältst, dich dabei auch verbesserst – sehr gut. Wenn du dir dann nach reiflicher Überlegung einfach nichts anderes vorstellen kannst, als das Singen auch zu deinem Beruf zu machen, dann versuch’s und gib alles!

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