Anzeige

Probleme beim Brandschutz: TU muss Labor schließen

25. November 2016
Symbolfoto: Pixabay

Anzeige
Braunschweig. Das Institutsgebäude Hans-Sommer-Straße 10 muss aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Das hat eine Begutachtung am 22. November 2016 ergeben, so die TU Braunschweig in einer Mitteilung.

Anzeige

Eine gemeinsame Begehung mit der Feuerwehr Braunschweig, dem Staatlichen Baumanagement Braunschweig, weiteren Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Nutzer und der Verwaltung der TU Braunschweig habe zum Ergebnis gehabt, dass Brandschutzmängel einen weiteren Betrieb nicht zulassen würden. Die Labore im Gebäude sind demnach ab sofort nicht mehr nutzbar, die Büros können noch mit Einschränkung und unter Auflagen für eine Übergangszeit von maximal drei Monaten besetzt sein. Im Gebäude sind Arbeitsgruppen der Institute für Technische Chemie, für Physikalische und Theoretische Chemie sowie Seminarräume untergebracht. Im laufenden Semester können sich bis zu 250 Personen dort aufhalten.

Task Force gebildet

Das Präsidium der TU Braunschweig bedauert die Schließung und hat Verständnis für die Betroffenheit der Nutzer, insbesondere der der jungen Forschenden, die Experimente im Rahmen ihrer Abschluss- oder Doktorarbeiten durchführen, und die nun in ihrer Arbeit eingeschränkt werden. Die Entscheidung zur Schließung sei allerdings nach Lage der Dinge unabwendbar gewesen und sei nach Rücksprache mit dem Ministerium getroffen worden. Seit Bekanntwerden der Sachlage stünden das Präsidium und der Geschäftsbereich Gebäudemanagement in engem Austausch mit den Nutzern und den zuständigen Behörden.

Für die Koordinierung und Umsetzung aller Maßnahmen hat das Präsidium eine Task Force gebildet. Die oberste Priorität werde die Suche nach geeigneten Ersatzflächen sein, die die Universität vor allem im Bereich der Labore vor große Herausforderungen stellen würde. In der kommenden Woche werde es dazu für die Nutzer eine Informationsveranstaltung über das weitere Vorgehen geben. Bis spätestens Weihnachten sollen Lösungen für die Lehre, den laufenden Institutsbetrieb und für die Promotionsprojekte gefunden werden.

Neubau möglich

Im Zuge des Projektes „Vorbeugender Brandschutz an der TU Braunschweig“ war im Jahr 2008 ein Brandschutzkonzept für das Gebäude erarbeitet worden. Auf dieser Grundlage wurde das Staatliche Baumanagement mit der Planung der Brandschutzmaßnahme beauftragt. 2012 lagen die ersten Ergebnisse für die baulichen Maßnahmen vor. Auf Grund der Erfahrungen der Brandschutzmaßnahme im Elektrohochhaus mussten die Ergebnisse für die Chemie noch einmal grundlegend überarbeitet werden. Bei der Begehung am 22. November, die im Zuge dieser Überarbeitung anberaumt worden war, haben sich nunmehr neue Erkenntnisse ergeben. Sie machen die Notwendigkeit der Schließung deutlich.

Parallel zur Brandschutzmaßnahme hat die Hochschule einen Sanierungsplan für die Gebäude der Physik, Pharmazie und der Chemie erarbeitet. Hierbei war vorgesehen am Ende der Umzugskette das Gebäude Chemie in der Hans-Sommer-Straße leerzuziehen. Mit dem Land Niedersachsen und dem Staatlichen Baumanagement Braunschweig werden jetzt die Lösungen für die Sanierung sowie Alternativen bis hin zum Neubau des Institutsgebäudes eruiert.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-15
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006