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Rollendes Rot für Theaterfreunde: Lebenshilfe und Staatstheater „bewegen Braunschweig“

9. September 2014 von
Joachim Klement (Generalintendant Staatstheater), Ulrich Semmler, Ralf Pardeike, René Bouten und Suzanne Mürre (alle Lebenshilfe) mit den neuen Rädern. Noch sind es neun Stück, bis Sonntag sollen es 15 sein. Fotos: Christina Balder

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Braunschweig. Irgendwann, hoffen Joachim Klement und Ulrich Semmler, fahren rote Fahrräder durch die ganze Stadt, und jeder, der darauf sitzt, wird als Theaterfreund zu erkennen sein. Der Generalintendant des Staatstheaters, Klement, und Semmler von der Lebenshilfe Braunschweig haben gemeinsam ein Fahrradprogramm auf die Räder gestellt. Am Dienstag kamen die ersten Theaterräder am Staatstheater an.


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Jedes Rad ist klar als Theaterrad zu erkennen.

Jedes Rad ist klar als Theaterrad zu erkennen.

Unter dem Motto „Wir bewegen Braunschweig“ arbeiten Theater und Lebenshilfe zusammen. Mitarbeiter der Lebenshilfe bauen alte Fahrräder auseinander, reparieren, lackieren und bauen sie verkehrssicher wieder zusammen – und das Staatstheater gibt sie künftig an neue Festplatz-Abonnenten weiter. Ab Sonntag, dem Tag des Theaterfestes, gilt das Angebot. 15 neue Räder sollen dann fertig sein, weitere sollen folgen.

„Herr Klement hatte im vergangenen Jahr schon angefragt“, erzählt Ulrich Semmler, „aber da hatten wir noch keine gebrauchten Räder.“ Nun ist es so weit, ein Rad pro Tag wird in der Werkstatt der Lebenshilfe fit gemacht. Dabei gewinnen alle Beteiligten: Die Mitarbeiter der Lebenshilfe bekommen trotz ihrer Einschränkungen eine sinnvolle Aufgabe, das Theater bekommt rollende Werbung auf dem Radwegen und treue Theaterkunden müssen nicht mehr lange Parkplätze suchen.

Allerdings: gebrauchte Räder zu bekommen, hat sich als knifflig erwiesen. „In einer Studentenstadt gibt es kaum gut erhaltene Gebrauchträder, die niemand haben will“, sagt Semmler. Von der Stadt bekomme die Lebenshilfe die Räder, die bei Versteigerungen nicht an den Mann gebracht werden können, doch auch darüber hinaus sei das Projekt auf Sachspenden angewiesen. Was ankommt, wird ordentlich repariert, im Staatstheater-Rot lackiert und mit dem Logo versehen. Für Ralf Pardeike vom Rad-Service der Lebenshilfe ist das „ein ganz normaler Job“, sein Kollege René Bouten sieht aber schon das Besondere: „Sei doch ehrlich“, sagt er an Pardeike gewandt, „man kann doch stolz sein, wenn man weiß: Das rote Rad da hab ich schon in meinen Händen gehabt, bevor der da sich draufgesetzt hat.“

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