Anzeige

Rückblick auf die Aktionswochen gegen Atomenergie

27. Dezember 2016
Schüler-und Jugend-Umweltwettbewerbsteilnehmer wurden von Landrätin Christina Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink während des Umweltfestivals ausgezeichnet. Fotos: privat
Wolfenbüttel. Für die Initiativ- und Aktionsgruppen, die sich mit den Themen Atomenergie und erneuerbare Energien beschäftigen, war das Jahr 2016 geprägt von den beiden Jahrestagen „Tschernobyl“ (30 Jahre) und „Fukushima“ (5 Jahre).

Anzeige

So auch für die Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima in der Region Braunschweig, die sich als Teil der vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) initiierten und unterstützten europäischen Aktionswochen (EuAW) verstehen. So wurden durch die IBB-Initiative im nun ablaufenden Jahr europaweit über 400 Veranstaltungen in 220 Städten und 13 Ländern durchgeführt.

Mit 43 Veranstaltungen in Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter und Remlingen ist die Region Braunschweig in diesem europäischen Netzwerk mit über 10 Prozent als stärkster Trägerkreis beteiligt. Zum vierten Mal fanden in der Region Braunschweig die Europäischen Aktionswochen statt. Der ökumenische Trägerkreis für die Region Braunschweig hatte diese stattliche Zahl durch eigene Veranstaltungen, Kooperationen aber auch mit einer Reihe eigenständiger Veranstaltungen, die im gemeinsamen Werbeflyer erschienen, erreicht. Zum Trägerkreis gehören der Umweltbeauftragte des Bistum Hildesheim, die Ev. Akademie „Abt Jerusalem“ Braunschweig inkl. Arbeitsbereich „Erneuerbare Energie/Windkraft und Landschaft“, den Umweltbeauftragten der Ev. Jugend Arbeitskreis Japan, das Frauenpfarramt und die Studierenden-Gemeinde mit Projektleiter Paul Koch.

 

In einer Braunschweiger Berufsschule berichten Mako und Ken Oshidori (Tokio/Japan) von der TEPCO-Katstrophe in Fukushima.

In einer Braunschweiger Berufsschule berichteten Mako und Ken Oshidori (Tokio/Japan) von der TEPCO-Katstrophe in Fukushima.

608 Euro wurden gesammelt

Bei diesen 43 sehr unterschiedlichen Veranstaltungen (Von Musik, Film und Theater über Vorträge und Gedenkveranstaltungen bis hin zu Umweltfestival) wurden annähert 9.000 Menschen erreicht. 608 Euro wurden mit dem Benefizkonzert/Umweltfestival und bei anderen Gelegenheiten im Rahmen der EuAW gesammelt und zu gleichen Teilen einem Tschernobyl- und einem Fukushima-Kindererholungsprogramm überwiesen.

Das Umweltfestival, wurde im Wesentlichen von Paul Koch (Projektleiter EuAW), Martina Münstermann-Kreifels (Stadt Wolfenbüttel Dezernat IV Stadtentwicklung und Bauen Umweltschutz und Energiemanagement), Armin Herglotz (Landkreis Wolfenbüttel Amt 64 – Umwelt), Reiner Strobach (Propstei Wolfenbüttel Ev. Propsteijugenddienst) und Jessica Lau („Nördliches Harzvorland“ – Tourismusverband e. V.) vorbereitet. Im erweiterten Vorbereitungskreis waren: RockBüro, Ostfalia Hochschule (Versorgungstechnik und CEMO), „Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur“ (reka), Ev. Jugend Wolfenbüttel der Landeskirche „Aktion Atommüllfreie Asse“ (mit Wolfenbütteler Umweltmarkt), AufpASSEn e.V., und Samtgemeinde Elm-Asse. Insgesamt 30 Informations- und Aktionsständen und ein umfangreiches Bühnenprogramm gaben dem Umweltfestival einen informativen und unterhaltenden Charakter.

Das Umweltfestival wurde durch den Schüler- und Jugend-Umweltwettbewerb von Stadt und Landkreis bereichert. Die Teilnehmer des Wettbewerbes konnten ihren Beitrag im Rahmen des Umweltfestivals vorstellen und wurden in diesem Rahmen auch ausgezeichnet. Über das Rockbüro ließen sich drei Musikgruppen aus der Region („Musix“, „Hero In Destress“ und „ Alex, Max & Mo“) für ein Benefizkonzert zum Abschluss des Umweltfestivals gewinnen. Die Schirmherrschaft lag 2016 in den Händen von Landrätin Christina Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink.

Ausblick auf 2017

„Auch 2017 werden wieder in unserer Region Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima organisiert“, kündigt Paul Koch als Projektleiter an. Es werden auch wieder Tschernobyl- und Fukushima-Zeitzeugen zur Verfügung stehen, die kostenlos in Schulen und Gruppen von ihren Erfahrungen berichten (Anfragen und Absprachen über paul.koch47@gmx.de). Weiter erklärt Paul Koch: „Ein Umweltfestival in Federführung der Europäischen Aktionswochen wird es nicht mehr geben, weil sich herausgestellt hat, dass dieses Unterfangen die Möglichkeiten des Ehrenamtes übersteigt“. Allerdings würde bei einer anderen Verantwortlichkeit der Trägerkreis gerne seine Erfahrungen in ein „neues“ Umweltfestival einbringen.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006