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Säulen tragen Tausende Tonnen Deckenlast

13. Oktober 2014 von
Ein Arbeiter positioniert einen Bewehrungskorb für eine Säule des Business Centers II. Foto: Volksbank BraWo/Peter Sierigk

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Braunschweig. Baustelle BraWoPark: Eine der am häufigsten und bis zum Abschluss des Rohbaus im 20. Stockwerk anfallenden Arbeiten beim Business Center II (von dem BraunschweigHeute.de Woche für Woche berichtet) ist die Herstellung der signifikanten Betonstützen. Insgesamt werden 524 dieser Säulen benötigt – 320 davon für das Hochhaus und 204 für das Sockelgebäude.


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Sie sorgen mit den Betonkernen für Treppenhäuser und Aufzügen für die notwendige und berechnete Massenverteilung. Die Betonkerne sind dabei zusätzlich für die horizontale Steifigkeit des Wolkenkratzers zuständig. Damit die Stützen die enorme Last aushalten, sind oben und unten in den Decken Bewehrungen aus Eisen installiert. Über sie verteilt sich das gigantische Gewicht auf eine breitere Umgebung und bleibt eben nicht nur auf den relativ kleinen Auflageflächen der Säulen liegen.

Dabei ist nicht eine Säule wie die andere, sondern es gibt unterschiedliche Lastgruppen. Die jeweils innen stehenden Säulen müssen dabei mehr Gewicht verarbeiten als die äußeren. Für jede Säule muss ein Bewehrungskorb aus Eisen manuell geflochten werden. Das Geflecht aus Stabstahl wird dann jeweils am Boden verankert und von einer Schalhülse umgeben. Die Schalhülsen werden zusätzlich von einer roten Rahmenschalung im Lot gehalten. Die Säulen werden Stück vor Stück vor Ort gegossen. Wenn die Betonstützen ausgehärtet sind, wird die Schalhülse entfernt.

Von außen werden die Säulen später nicht mehr zu sehen sein. Die Verkleidung des Hochhauses wird sie verdecken. Von innen wird der Beton jedoch sichtbar bleiben. Das Sockelgebäude und das Hochhaus bilden zwar optisch eine Einheit, tatsächlich sind es aber zwei voneinander getrennte Gebäude. Das ist auch wegen der Lastenverteilung bedeutsam. Das Kellergeschoss des 20-stöckigen Hochhauses muss stolze 9840 Tonnen Deckenlast aufnehmen, das des unmittelbar angrenzenden vierstöckigen Sockelgebäudes dagegen „nur“ 3200. Relevant bei der Berechnung der unterschiedlichen Deckenlasten sind die unterschiedlichen Grundflächen der Gebäude. Das Hochhaus weist da 570 Quadratmeter aus, das Sockelgeschoss 970.

Für die Aufnahme derartiger Lasten war der Baugrund im Vorfeld besonders behandelt worden. Durch die bauvorbereitende Rüttelstopfverdichtung wurde der Boden extrem stark komprimiert, um spätere Setzungen des Baus zu verringern und mögliche Risse zu vermeiden. Der Baugrund war so stark verdichtet worden, dass er um bis zu 40 Zentimeter abgesunken ist.

Beim Shopping Center werden Bewehrungsmatten für die Betondecke des Sektors 1 montiert. Foto: Volksbank BraWo/Peter Sierigk

Beim Shopping Center werden Bewehrungsmatten für die Betondecke des Sektors 1 montiert. Foto: Volksbank BraWo/Peter Sierigk

Beim Shopping Center laufen zurzeit die intensiven Vorbereitungen für das Gießen des ersten Deckenabschnitts, den sogenannten Sektor 1. Insgesamt ist das Gebäude in fünf Sektoren aufgeteilt. Auf der Fläche von 50 mal 60 Meter wird gegenwärtig eine Lage von Bewehrungsstahlmatten auf die sogenannten Filigrandeckenteile aufgebracht. Die Filigrandeckenteile waren als Fertigteile angeliefert und auf die Stützen und Träger montiert worden. Die in den Bewehrungsmatten verarbeiteten Rundeisen haben einen Durchmesser von 16 Millimetern. Die Matten werden verbunden mit sogenannten Anbindeeisen. Das Gießen der 3000 Quadratmeter großen Fläche muss in einem Zug erfolgen. 500 Kubikmeter Beton werden dafür benötigt.

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